Abelmoschus moschatus

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Abelmoschus moschatus Medik.

Malvaceae

Lebensform: Ein- oder<br> Zweij&auml;hrige

Standort: Sonne   9

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselst&auml;ndig
Blatt: Sommergr&uuml;n

Blattform: handf&ouml;rmig<br>geteilt

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: fachspaltige Kapsel

4B / f8e95a 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: buschig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Dilleniidae
Superordo:
Malvanae
Ordo:
Malvales
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Abelmoschus moschatus, umgangsprachlich Moschus-Bisameibisch ist eine Staude, in unseren Breitengraden wird sie jedoch als einjährigen Pflanze gezogen.

Namensherkunft

Abelmoschus moschatus wurde 1787 von Friedrich Kasimir Medikus beschrieben und benannt. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom arabischen abul-l-mosk "Vater des Moschus, Quelle des Moschus" ab und bezieht sich auf den Geruch der Samen.[1]

Taxonomie

Der Moschus-Bisameibisch ist eine Art aus der Gattung Abelmoschus, die 20 Arten umfasst und zur Familie der Malvaceae (Malvengewächse) gehört.


Merkmale

Wuchs

Die Pflanze wird etwa 1,5 m hoch und hat einen buschigen Wuchs, die Stengel sind fein behaart.

Blätter

Abelmoschus moschatus ist sommergrün, die Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind meist handförmig geteilt, können aber auch eiförmig, verkehrt eiförmig oder dreieckig ausgebildet sein. Die Spreite ist meist behaart, der Rand ist normalerweise gezähnt, manchmal aber auch gesägt.

Blüten und Früchte

Die radförmig fünfzähligen Blüten ähneln denen des Hibiscus, sie sind hellgelb mit einem dunklen Auge und können einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern haben. Die einzeln stehenden Blüten erscheinen von Juli bis August und blühen jeweils nur einen Tag. Es werden aber reichlich Blüten ausgebildet, so dass die Pflanze die komplette Blühperiode über ein Blickfang ist.

Samen von Abelmoschus moschatus.

Die fachspaltige Kapseln sind braun, papierartig und behaart. Sie enthalten braune, später schwarze Samen, die nach Moschus duften.

Verbreitung

Abelmoschus moschatus stammt aus Indien und ist eingebürgert in den Tropen. Er wächst an Hängen und Bachläufen, in Tälern, Wiesen und auf Brachen.

Standort

Der Moschus-Bisameibisch verträgt Temperaturen bis -6,6º C (Winterhärtezone 9a). Er bevorzugt einen sonnigen Standort und fühlt sich in sandigen und steinigen Lehmböden wohl. Der Boden sollte nährstoffreich und feucht aber gut durchlässig sein.

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: zeitweise trockene Böden

Verwendung

Garten

Abelmoschus moschatus ist besonders für Pflanzungen mit Sommerflor, gemischte Randpflanzungen, Blumentröge und -kästen geeignet.

Lebensmittel

Wie auch Abelmoschus esculentus war der Moschus-Bisameibisch eine Nahrungsquelle für die Australischen Aborigines, die Blätter, Wurzeln, Kapseln und Samen aßen.[2]

Volksmedizin

Aus den getrockneten Samen (Ambrettkörner oder Bisamkörner) werden Tinkturen oder Aufgüsse zubereitet, die sowohl innerlich als auch äusserlich bei Schlangenbissen, Krämpfen, Apettitlosigkeit und Kopfschmerzen angewendet werden. Abelmoschus moschatus wird vor allem in der ayurvedischen und in der traditionellen Chinesischen Medizin, einen medizinischen Beleg für die Wirksamkeit gibt es bisher allerdings nicht.

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Industrie

Aus den Samen wird das sogenannte Ambrettöl gewonnen, das einen fruchtigen Duft hat. Dieser macht es zu einem wertvollen Produkt für die Parfümherstellung, ausserdem wird es zur Herstellung von Likören und zur Aromiatisierung von Süßspeisen und nichtalkoholischen Getränken verwendet.

Vermehrung und Pflege

Die Samen werden im späten Winter oder frühen Frühling im Haus gesät, eine direkte Aussaat im Freiland sollte erst im späten Frühjahr vorgenommen werden, wenn keine Fröste mehr drohen. Vor der Aussaat sollten die Samen am besten einige Stunden in lauwarmem Wasser vorquellen, danach werden sie etwa einen Zentimeter tief in Aussaaterde gesteckt und bis zur Keimung leicht aber gleichmäßig feucht gehalten.

Während der Wachstumsphase sollten die Pflanzen grosszügig gegossen werden und einmal im Monat mit einem Flüssigdünger gedüngt werden. Im Winter wird die Wassergabe reduziert.

Krankheiten und Schädlinge

Abelmoschus moschatus ist anfällig für Schneckenbefall und Pilzkrankheiten (Echter Mehltau), auf schlecht drainierten Böden kann Wurzelfäule auftreten. Unter Glas können Spinnmilben und Mottenschildläuse ein Problem werden.

Zeichnung von Abelmoschus moschatus in der Flora de Filipinas, 1880 - 1883 (?).

Belege

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

Einzelnachweise

  1. Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Plant Names. CRC Press LLC, Florida 2000, ISBN 0-8493-2673-7, S. 72.
  2. Abelmoschus moschatus bei der Australian Native Plants Society, eingesehen am 17. Juli 2010

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