Aconitum carmichaeli

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Aconitum carmichaeli Debeaux

Ranunculaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Halbschatten   3

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: Lehm - Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: Ton - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: handf&ouml;rmig<br>geteilt

Blattgliederung: gefingert

Bl&uuml;tenform: glockenf&ouml;rmig
Frucht: Balgfrucht

82C / 7b4c9a 

Knospenanordnung: Traube

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: nickend

Wuchsform: horstartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Ranunculopsida
Subclassis:
Ranunculidae
Superordo:
Ranunculanae
Ordo:
Ranunculales
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Aconitum carmichaeli, umgangsprachlich Chinesischer Eisenhut, Herbst-Eisenhut, ist eine attraktive herbstblühende Staude für halbschattige Beete und feuchtere Standorte.

Namensherkunft

Aconitum carmichaeli wurde 1879 von Jean Odon Debeaux beschrieben und benannt.

Taxonomie

Aconitum carmichaeli ist eine Art aus der Gattung Aconitum, die circa 383 bis 521 Arten umfasst und zur Familie der Ranunculaceae (Hahnenfussgewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Aconitum napellus.


Merkmale

Grundblätter
Verzweigte Blütenstände, September
Früchte, Anfang November
Zu Gräsern, Oktober
Halbschattenstandort in Wassernähe, Oktober

Wuchs

Die Staude wächst horstartig, mit mehreren kräftigen straff aufrechten Trieben.

Wurzelsystem

Die einzelnen Triebe entspringen einem Verband aus rübenartigen Rhizomen von kugelig-knolliger Form, welche relativ grobe Wurzeln besitzen.

Blätter

Aconitum carmichaeli ist sommergrün; die Grund-Blätter sind groß, ledrig, tief handförmig 3- bis 5-schnittig, dunkelgrün und oberseits glänzend. Die Stängel-Blätter sind wechselständig angeordnet.

Blüten und Früchte

Die lilablauen Blüten sind groß, haben einen hohen Helm und sind außen leicht behaart. Die typischen Hummelblumen, deren Nektar nur mit langem Saugrüssel erreicht werden kann, werden überwiegend von langrüsseligen Hummeln angeflogen und bestäubt. Die langen aufrechten Blütentrauben mit vielen Seitentrauben blühen von August-September bis November-Dezember an den Triebenden. Die schwarzen Früchte sind Balgfrüchte.

Herkunft

A. carmichaelii stammt aus Zentralchina. Zwischen etwa 1880 und 1900 wurden verschiedene Varietäten der Art eingeführt, die sich in Wuchshöhen und Blütezeiten stark unterscheiden. Der Herbst-Eisenhut nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 1. Februar 2001 geschützt.

1951 entstand in der Gärtnerei Arends durch Kreuzung und Auslese die Sorte 'Arendsii' mit einer Höhe von ca. 120 cm. Als Samensorte angeboten, variiert sie bis zu einer Höhe von über 150 cm.

Standort

Aconitum carmichaeli verträgt Temperaturen bis -40º C (Winterhärtezone 3a). Die Staude wächst auf Lehmböden, sandigen und steinigen Lehmböden, Tonböden, sandigen und lehmigen Tonböden und fühlt sich in feuchten Substraten wohl. Sie bevorzugt einen halbschattigen Standort. Sie kann aber sehr wohl auch einen vollschattigen und, bei genügend Feuchtigkeit, einen sonnigen Standort vertragen. Der Wurzelbereich soll aber immer beschattet sein.

Verwendung

Der Herbst-Eisenhut ist ein dankbarer und lange blühender Farbtupfer für kühle und schattige Bereiche. Pflanzungen mit Farnen, Anemonen, Astilben, Lilien oder kleinen Nadelgehölzen werden durch die auffallende Blüte des Eisenhuts harmonisch und lebendig. Um die Staude optimal zur Geltung zu bringen sollte sie einzeln oder in kleinen Gruppen gepflanzt werden.

Entsprechend selektierte Klone des Eisenhuts werden auch zur Gewinnung von Schnittblumen angebaut.

Pflege

Insbesondere auf Standorten in der Nachbarschaft zu Gehölzen ist eine gute Stickstoffversorgung des Standortes, in Form von Kompostgaben und organischen Düngern, zu empfehlen. Ein Einkürzen der Pflanze nach der Blüte sollte nicht vor dem Absterben des Laubes erfolgen; dann kann auf etwa Handhöhe zurückgeschnitten werden.

Vermehrung

Die Sorten können durch Teilung der Rhizome vermehrt werden; dies sollte im zeitigen Frühjahr erfolgen. Eine Vermehrung durch Aussaat ergibt unregelmäßigere Bestände.

Bestäuber

Sorten

Giftigkeit

Aconitum carmichaeli ist in allen Teilen giftig! Ihr Kontaktgift, insbesondere auch in den Wurzeln, ist schon in geringen Dosen tödlich!

Nur mit Handschuhen arbeiten!

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Auf zu trockenem, warmem und sonnigem Standort kommt es zu Schäden an Blütenknospen durch die Schwarze Bohnenlaus. Ebenfalls kann Echter Mehltau auftreten. - Bei Staunässe treten leicht Welkekrankheiten auf, welche zu Totalausfall führen können. - Abhilfe in beiden Fällen: Standortwechsel!

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Aconitum carmichaeli in der Flora of China (engl.)

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