Adonis vernalis
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Adonis vernalis L. |
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Divisio: Magnoliophyta Subdivisio: Magnoliophytina Classis: Ranunculopsida Subclassis: Ranunculidae Superordo: Ranunculanae Ordo: Ranunculales |
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Adonis vernalis (Frühlings-Adonisröschen) ist eine sommergrüne Staude, die in ganz Europa, mit Ausnahme der Britischen Inseln, sowie im Kaukasus und Sibiren vorkommt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Namensherkunft
Der Name Adonis geht auf einen Jüngling in der griechische Mythologie zurück der so schön ist, dass sich Aphrodite in ihn verliebt. In seinen Metamorphosen schreibt Ovid, dass Ares, der Gott der Unterwelt, sich in einen Eber verwandelt und Adonis auf der Jagd aus Eifersucht tödlich verletzt. Der schöne Jüngling stirbt in den Armen seiner Geliebten Aphrodite, deren Tränen sich mit seinem Blut mischen. Dort, wo sie zu Boden tropfen, verwandeln sie sich in Adonisröschen.
Der Namensteil vernalis leitet sich vom lateinischen ver, "Frühling" ab, was sich auf die Blütezeit bezieht.
[Bearbeiten] Taxonomie
Adonis vernalis ist eine von 26[1] Arten in der Gattung Adonis, die zur Familie der Ranunculaceae (Hahnenfussgewächse) gehört. Die Pflanze wurde 1753 von Linné in seinem Werk Species Plantarum beschrieben.
[Bearbeiten] Merkmale
[Bearbeiten] Wuchs
Das Frühlings-Adonisröschen wird 20 bis 35, mitunter auch bis zu 60 Zentimeter hoch. Es wächst in buschigen Horsten mit bis zu einem Meter in die Erde reichenden Pfahlwurzeln. Die kahlen, aufrechten Stengel sind in der Regel unverzweigt.
[Bearbeiten] Blätter
Die sommergrünen Blätter sind mehrfach gefiedert und hellgrün, das Laub erscheint gleichzeit mit den Blüten im April. Die einzelnen Blättchen sind lineal, wobei die unteren Blättchen auch schuppenartig ausgeformt sein können.
[Bearbeiten] Blüten und Früchte
Die endständigen Blüten sitzen einzeln auf kurzen Stengeln und sind flach beckerförmig. Sie blühen in leuchtendem Gelb und können einen Durchmesser von bis zu acht Zentimetern erreichen. Im Sonnschein breiten sich die Blüten zu beinahe flachen Scheiben aus und wenden sich der Sonne zu. Die zehn bis zwanzig freien Kronblätter sind radiär angeordnet und elliptisch ausgeformt, die fünf Kelchblätter sind ebenfalls elliptisch, allerdings wesentlich kürzer als die Kronblätter. Die Pflanze ist hermaphroditisch, das heisst alle Blüten sind zwittrig. Sie werden sowohl durch Selbst- als auch durch Tierbestäubung befruchtet.
Aus den vielen Fruchtblättern entwickeln sich Fruchtstände mit dicht gedrängten Nüsschen, je Fruchtblatt wird ein Samen ausgebildet. Die einzelnen Nüsschen sind in Durchschnitt fünf Millimeter lang und wiegen etwa zehn Milligramm.
[Bearbeiten] Verbreitung
Als indigene Art kommt das Frühlings-Adonisröschen in ganz Europa, mit Ausnahme der Britischen Inseln, sowie im Kaukausus und im westlichen und östlichen Sibiren vor.
Es besiedelt Bereiche der sommergrünen Trockenwälder und Steppen (submeridional) sowie die südlichen und nördlichen Bereiche der gemäßigten Zone mit sommergrünen Laubwäldern, zum Teil mit Nadelwäldern gemischt (südlich temperat, nördlich temperat). Die Art ist schwach kontinental, das heisst sie kommt sowohl im extremen Festlandklima als auch bis in Gebiete des Seeklimas vor.
Adonis vernalis wird vom Bundesamt für Naturschutz als in Deutschland gefährdet eingestuft, ebenso im gesamten Europa, wobei ein Rückgang des Bestands beobachtet wird. Nach der Bundesartenschutzverordnung ist die Pflanze besonders geschützt, sowohl nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen als auch nach der EG-Verordnung Nr. 338/97 sind alle Teile und Erzeugnisse geschützt, mit Ausnahme von Samen und Pollen sowie für den Einzelhandel fertig verpackte Produkte.
[Bearbeiten] Standort
Adonis vernalis wächst auf kalkhaltigen, warmen Böden in voller Sonne. Sie sollten trocken und sehr durchlässig, dabei nur mäßig fruchtbar sein.
[Bearbeiten] Verwendung
[Bearbeiten] Garten
Die Staude ist vollständig frosthart und eignet sich besonders für die Bepflanzung von steinigen Hängen und Terrassen in voller Sonne.
[Bearbeiten] Heilkunde
Wurzeln, Blätter und Blüten von Adonis vernalis enthalten herzwirksame Glykoside, die den Puls regulieren und die Kontraktionskraft des Herzens verbessern. In zu hoher Dosierung sind sie giftig!
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
Für eine in der klassichen Homöopathie verwendete Tinktur wird die Pflanze zur Blütezeit geerntet und ohne Wurzeln weiterverarbeitet. Sie findet Verwendung bei leicht eingschränkter Leistung des Herzens sowie bei fiebrigen Krankheiten, die mit Herzbeschleunigung einhergehen. Desweitern wird Adonis vernalis eine sedative Wirkung zugeschrieben.
[Bearbeiten] Pflege
Die Samen können nach der Reife im Frühbeet ausgesät werden, die Keimung im Frühling ist allerdings langsam und unbeständig, die Sämlinge wachsen nur langsam. Die Stauden vertragen eine Teilung nur schlecht, sollte es aber dennoch notwendig sein kann man dies nach der Blüte tun.
[Bearbeiten] Krankheiten und Schädlinge
Adonis vernalis wird besonders gerne von Schnecken befallen.
[Bearbeiten] Belege
[Bearbeiten] Literatur
- Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
- Adonis vernalis bei BioFlor, abgefragt am 12.02.2001
- Adonis vernalis (pdf, 58KB) in der homöopathischen Arzneimittelprüfung (HAMP) der Dr. B. K. Bose Stiftung
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ *Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7. S. 726
