Agave
Die Gattung Agave ist eine von 17-18 Gattungen in der Familie der Agavaceae (=Agavengewächse). Die 221 Arten sind immergrüne Stauden. Die verschiedenen Arten stammen aus Nordamerika, Zentralamerika, Südamerika und von den Westindischen Inseln.
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[Bearbeiten] Namensherkunft
Die Gattung wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt. Der Gattungsname leitet sich aus dem griechischen agauós (=prachtvoll, edel, erhaben) ab.
[Bearbeiten] Merkmale
Viele Agave-Arten wurden von den amerikanischen Ureinwohnern als Nahrungs- und Faserlieferanten benutzt. Als Nahrung dienen hierbei nur die Arten mit geringem Saponingehalt, da dieser einen bitteren Geschmack verleiht. Die Knopsen werden kurz vor dem Erblühen geerntet und geröstet oder gebacken. Aus den Blättern von Agave tequilana wird Tequila hergestellt, für den qualitativ minderwertigeren Mezcal wird Agave angustifolia verwendet. Die einfachen Blätter sind rosettig angeordnet. Sie sind eiförmig, lineal oder lanzettlich und haben einen ganzrandigen oder geschweiften Rand. Die Blätter sind meist fleischig und steif mit scharfen Dornen an der Spitze. Sie sind blassgrün bis dunkelgrün, bei manchen Arten sind die Blätter weiß gefleckt oder gemuster.
Die grünen, gelben, roten oder braunen Blüten sind in Rispen, in Ähren oder in Trauben angeordnet. Sie haben 6 verwachsene Perigonblätter. Die Krone ist trichterförmig mit radiärer Blütensymmetrie. Die zwittrigen Blüten haben 6 Staubblätter. Die Staubblätter sind frei oder mit dem Perigon verwachsen.
Die 3 Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen. Der Fruchtknoten ist unterständig. Die Samenanlagen sind zentral-winkelständig am Fruchtblatt angewachsen. Die Früchte sind fachspaltige Kapseln.
[Bearbeiten] Arten
Die Kategorie Agave bietet einen Überblick über die erfassten Arten, Varietäten, Subspecies oder Sorten.
[Bearbeiten] Standort
Die Arten stammen aus Wüsten- und warmen Gebirgsregionen. Im Gewächshaus wachsen sie am besten in Kaktuserde an einem hellen Standort. Im Freien bevorzugen sie leicht sauren, mäßig fruchtbaren und sehr gut durchlässigen Boden in voller Sonne.
[Bearbeiten] Pflege und Vermehrung
Im Sommer werden die Pflanzen großzügig gewässert und drei bis vier Mal mit einem Dünger mit geringem Stickstoffanteil gedüngt. Im Herbst werden die Wassergaben reduziert und im Winter ganz eingestellt.
Samen können im zeitigen Frühjahr bei 21° C ausgesät werden. Im Frühjahr und Herbst können Ableger entfernt werden. Wenn diese schon bewurzelt sind können sie direkt eingepflanzt werden. Nicht bewurzelte Ableger werden in einer Mischung aus gleichen Teilen Sand und Torf bewurzelt.
[Bearbeiten] Krankheiten und Schädlinge
Schildläuse können besonders bei jungen Pflanzen ein Problem sein.
[Bearbeiten] Siehe auch
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[Bearbeiten] Literatur
- Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 2005, ISBN 978-3-937872-16-2
- Christopher Brickell (Editor-in-Chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
- Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der grosse Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
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