Ageratum houstonianum
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Ageratum houstonianum Mill. |
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Divisio: Magnoliophyta Subdivisio: Magnoliophytina Classis: Rosopsida Subclassis: Asteridae Superordo: Asteranae Ordo: Asterales |
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Ageratum houstonianum (= Ageratum mexicanum), umgangsprachlich Leberbalsam, gehört zu den Ein- und Zweijährigen und ist besonders wegen seiner blauen Blüten, die auch ein Schmetterlingsmagnet sind, beliebt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Namensherkunft
Ageratum houstonianum wurde 1768 von Philip Miller in der 8. Ausgabe des Gardeners Dictionary beschrieben und benannt.
[Bearbeiten] Taxonomie
Der Leberbalsam ist eine Art aus der Gattung Ageratum, die 44 Arten umfasst und zur Familie der Asteraceae (Korbblütler) gehört.
[Bearbeiten] Merkmale
[Bearbeiten] Wuchs
Die Pflanze wird bis zu 70 cm hoch und hat einen breitbuschigen oder auch horstartigen Wuchs.
[Bearbeiten] Blätter
Ageratum houstonianum ist sommergrün, die Blätter sind gegenständig angeordnet und zwei bis fünf Zentimeter breit und vier bis acht Zentimeter lang. Sie sind mittelgrün, eiförmig und haben einen gezähnten Rand.
[Bearbeiten] Blüten und Früchte
Die radförmig vielzähligen Blüten erscheinen von Juli bis Oktober und sind als Schnittblumen geeignet. Sie sind in Rispen angeordnet und normalerweise himmelblau bis leicht lavendelfarben. Es gibt jedoch auch Sorten mit weissen, pinken oder blassrosa Blüten.
Die Früchte sind Achänen, der Pappus hat einen Kranz aus 5 länglichen Haaren, die zwei bis drei Millimeter lang sind.
[Bearbeiten] Verbreitung
Ageratum houstonianum stammt aus Mexiko, Guatemala und Belize.
[Bearbeiten] Standort
Der Leberbalsam bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -12,2º C. Er wächst auf sandigen und steinigen Lehmböden und fühlt sich in frischen Substraten wohl. Der Boden sollte nährstoffreich sein und kein Wasser stauen.
[Bearbeiten] Verwendung
Ageratum houstonianum ist besonders für Balkone, Beete und Rabatten geeignet, und auch bei der Friedhofsbepflanzung spielt die Pflanzen eine Rolle.
Günstige Pflanzpartner sind, je nach gewünschtem Farbschema, Cleome, Cosmos bipinnatus, Verbena, Cosmos sulphureus, Calendula, Tagetes, Helianthus decapetalus, Heliopsis, Helenium und Rudbeckia.
[Bearbeiten] Vermehrung und Pflege
Der Leberbalsam wird durch Aussaat vermehrt. Diese erfolgt im Februar oder März im Haus, nach vier Wochen kann man die Pflanzen pikieren ab Mai dann auspflanzen. Alternativ kann man die Samen auch im Herbst ausbringen und bei etwa 10°C überwintern. Überwinterte Pflanzen lassen sich auch durch Stecklinge vermehren.
Ageratum houstonianum ist relativ anspruchslos, eine mittlere Wasser- und Nährstoffversorgung sind ausreichend. Um die Blüte zu verlängern sollte im Sommer grosszügig gegossen werden, durch das Entfernen abgeblühter Rispen kann eine zweite Blüte angeregt werden.
[Bearbeiten] Sorten
Den Leberbalsam gibt es in vielen Sorten, die Züchtung richtet sich hauptsächlich auf Blütenfarbe, Wuchs und Blütezeitpunkt.
- Ageratum houstonianum 'Adriatic', klares Blau, 15 bis 20 cm
- Ageratum houstonianum 'Atlantic Plus', dunkelblau, 15 bis 20 cm
- Ageratum houstonianum 'Bavaria', hellblau und weiss, 25 cm
- Ageratum houstonianum 'Blaue Donau', lavendelfarben, 15 bis 18 cm
- Ageratum houstonianum 'Blue Horizon', blau-violett, 45 cm
- Ageratum houstonianum 'Blue Mink', blassblau, 20 bis 30 cm
- Ageratum houstonianum 'Hawaii White', weiss, 15 cm
- Ageratum houstonianum 'Old Grey'
- Ageratum houstonianum 'Pacific', dunkles Blau-Violett, 20 cm
- Ageratum houstonianum 'Red Sea'
- Ageratum houstonianum 'Schnittstar Weiss', weiss, 60 cm
- Ageratum houstonianum 'Schnittwunder', mittelblau, 70 cm
- Ageratum houstonianum 'Summer Snow'
- Ageratum houstonianum 'Swing Pink', kräftiges Pink, 15 bis 20 cm
[Bearbeiten] Krankheiten und Schädlinge
Die niedrigen Sorten sind fäulnisanfällig, insgesamt kann Wurzelfäule ein Problem sein.
Plötzliche Welke oder fahlgrüne Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall (Phytophthora-Wurzelfäule) hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Vorbeugend sollten Staunässe und Überdüngung vermieden werden.
Während der Kultur können Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliege und Weichhautmilben auftreten. Treten während der Kultur Blattflecken ohne ersichtlichen Schädlingsbefall auf, kann dies an zu kühlen Temperaturen und ungünstigen Lichtverhältnissen liegen.
[Bearbeiten] Literatur
- Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
- Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
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