Ailanthus altissima

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Ailanthus altissima (Mill.) Swingle

Simaroubaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   6

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: Sand - Bodenart: sandig-kiesig - Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton - Bodenart: Torf

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eilanzettlich

Blattgliederung: unpaarig gefiedert

    

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Fl&uuml;gelnuss

VII

1B / e2db2f 

Knospenanordnung: Rispe

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Kronenform: rundlich bis breit<br>s&auml;ulenf&ouml;rmig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rutanae
Ordo:
Rutales
Subordo:
Rutineae
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Ailanthus altissima, umgangssprachlich Götterbaum, auch "Stinkesche" ist ein großer, stattlicher Baum.

Namensherkunft

Ailanthus altissima wurde bereits von Philip Miller beschrieben und benannt, aber erst 1916 von Walter Tennyson Swingle in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Taxonomie

Ailanthus altissima ist eine Art aus der Gattung Ailanthus, die circa 9 bis 20 Arten umfasst und zur Familie der Simaroubaceae (Bitterholzgewächse) gehört.

Merkmale

Wuchs

Die Bäume sind vergleichsweise schnellwüchsig und kurzlebig. Sie werden 20 bis 25 Meter hoch, haben eine rundliche bis breit säulenförmige Krone. Die Wuchsbreite beträgt 10 bis über 15 Meter. Der Jahreszuwachs beträgt eta 50 cm in der Höhe und 25 cm in der Höhe; in seiner Jugend wächst er noch stärker. Hiermit gilt der Götterbaum als schnellstwüchsiger Baum in Europa, erreicht aber meist nicht das Alter von 100 Jahren.

Holz und Rinde

Junge Triebe sind dick, markig, rotbraun und samtig behaart. Die Borke ist glatt, grünlich braun und weißstreifig, dann längsrissig. Die Stämme haben einen weißen bis gelblichen breiten Splintbereich und einen gelbbraunen Kern.

Blätter

Die sommergrünen, unpaarig gefiederten, bis 60 (90) cm langen, dunkelgrünen Blätter sind wechselständig angeordnet. Die eilanzettlichen Fiederblättchen sind gestielt und ganzrandig. Die Blättchen riechen scharf und unangenehm, sie haben im unteren Drittel einige drüsentragende Zähne; hier befinden sich Nektarien, die Zucker absondern und daher auch von Ameisen besucht werden.
Die Blätter sind im Austrieb rötlich und erscheinen meistens erst im Mai. Der Laubfall im Herbst beginnt erst sehr spät. Eine Herbstfärbung der Blätter erfolgt nicht.

Blüten und Früchte

Während der Blütezeit im Juli ist Ailanthus altissima besonders attraktiv. Die Pflanzen tragen dann große, aufrechte Rispen, mit kleinen, zwittrigen oder eingeschlechtigen, grünlich gelben, radförmig fünfzähligen, stark duftenden Blüten. Die Blüten werden von Honigbienen und anderen Insekten besucht.

Im August bis September entwickeln sich eschenähliche, beidseitig geflügelte und spiralig gedrehte Früchte in großer Menge; die Fruchtstände sind anfangs grünlichgelb, dann sonnenseitig oft leuchtend rot.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden fleischige, grobfaserige, flache Wurzeln mit wenig Feinwurzeln. Durch Ausläuferbildung in der Jugend und reichlich Wurzelbrut wird er oft lästig!

Verbreitung

Ailanthus altissima stammt aus China, ist in weiten Teilen Asiens, Amerikas und (Süd-)Europas eingebürgert und verwildert; wird zu den hundert problematischsten invasiven Arten in Europa gerechnet.

Standort

Die Bäume bevorzugen einen sonnigen Standort auf trockenen bis frischen Böden. Die sehr gut industriefesten Pflanzen gedeihen bei pH-Werten von 4,1 bis 7,9 und noch hervorragend auf trockensten Sandböden und im Kalkschotter. Sie vertragen Temperaturen bis -23°C (WHZ 6) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 21 Wochen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • mittlere Toleranz: salzhaltige Böden, sauerstoffarme Böden, zeitweise trockene Böden
  • hohe Toleranz: kalkhaltige Böden, Stadtklima, Streusalz

Verwendung

Der Götterbaum ist stadtklimafest und resistenter gegen Salz, Trockenheit und Herbizide als viele andere Stadtbäume.

  • Aufgrund seines Status als invasive Pflanzenart sollte der Götterbaum dennoch nicht angepflanzt werden, keinesfalls in der freien Landschaft!

Götterbäume benötigen eine Jahresmitteltemperatur von etwa +9 Grad Celsius und reagieren empfindlich auf Winterfröste. Geeignet als Alleebaum und Verkehrsbegleitgrün, als Kübelpflanze, Solitär, Bienenweide und als Vogelschutzgehölz. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 3,5 bis 4 Metern.
Wo große Bestände des Götterbaums existieren, wird er zur Honiggewinnung genutzt. Der sehr würzige Götterbaumhonig ist eine lokale Spezialität. Aus wirtschaflicher Sicht eignen sich die Bäume zur Produktion von Furnier; zur Produktion von Feuerholz sind die Pflanzen nur schlecht geeignet.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als relativ pflegeintensiv einzustufen.

  • Nach Bedarf können die Pflanzen auf den Stock gesetzt werden.
  • Es erscheint erforderlich, die weitere unkontrollierte Ausbreitung dieser Art zu verhindern, da sie durch Verdrängung heimischer Arten die Biodiversität von Lebensräumen, z.B. Magerrasen, gefährdet.

Vermehrung durch Aussaat. Die Pflanzen sind Kaltkeimer, müssen also stratifiziert werden. Außerdem Vermehrung durch Stecklinge.

Giftigkeit

Ailanthus altissima ist mäßig giftig.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Unregelmäßige Schwellungen, sogenannte 'Gallen' sind ein Zeichen für einen Befall durch Insekten oder Milben, können aber auch auf eine Bakterien- oder Pilzerkrankung hindeuten. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt werden, zusätzlich sollte die Durchlässigkeit des Bodens verbessert und ein Verletzen der Pflanzen vermieden werden.

Braune, orange oder gelbliche Pusteln auf Sprossen oder Blattunterseiten werden wahrscheinlich durch Pilzbefall (Rost) hervorgerufen. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und ein Fungizid eingesetzt werden. Außerdem sollte die Belüftung verbessert und die Luftfeuchtigkeit verringert werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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