Akebia quinata
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Akebia quinata Decne. |
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| Lardizabalaceae | |||||
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Divisio: Magnoliophyta Subdivisio: Magnoliophytina Classis: Ranunculopsida Subclassis: Ranunculidae Superordo: Ranunculanae Ordo: Lardizabalales |
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Akebia quinata (Fingerblättrige Akebie), ist eine Kletterpflanze, die in China, Korea und Japan beheimatet. Wegen ihrer entfernt gurkenähnlichen Früchte wird sie auch als Klettergurke bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Namensherkunft
Akebia leitet sich wahrscheinlich vom japanischen あけび akebi ab, was "hellblau" bedeutet. Dies könnte sich auf die Früchte beziehen, die hell- bis blauviolett sind. Das Artepitheton quinata stammt vom lateinischen quinque, "fünf" und bezieht sich auf die fünfzählig fingerteiligen Blätter. Im Englischen wird sie wegen ihrer purpur-schokoladenbraunen Blüten Chocolate Vine gennat, die deutsche Übersetzung "Schokoladenwein" ist auch bei uns gebräuchlich.
[Bearbeiten] Taxonomie
Akebia quinata ist eine von fünf [1] Arten in der Gattung Akebia, die zur Familie der Lardizabalaceae (Fingerfruchtgewächse) gehört. Ihren heute gültigen Namen erhielt sie 1839 von Joseph Decaisne, einem belgischen Botaniker und Professor am Jardin des Plantes in Paris.
[Bearbeiten] Merkmale
[Bearbeiten] Wuchs
Die Klettergurke ist eine linkswindende Schlingpflanze, die bis zu zehn Meter hoch wird. In der Jugend ist sie eher langsam-, später dann starkwüchsig. Die einzelnen Triebe bleiben schlank, wodurch auch größere Pflanzen relativ wenig Gewicht haben. Das Wurzelsystem ist stark verzweigt mit kräftigen Hauptwurzeln.
[Bearbeiten] Blätter
Akebia quinata ist sommergrün, in milden Wintern kann das Laub bis in den Frühling an der Pflanze haften bleiben. Im Weinbauklima kann sie durchaus als immergrün bezeichnet werden. Die Blätter setzen sich aus fünf verkehrt eiförmigen Einzelblättchen zusammen, die handförmig angeordnet sind und bis zu fünf Zentimeter lang werden, die Blattspitze ist leicht eingekerbt. Die Oberseite der Blättchen ist dunkelgrün, die Unterseite bläulich-grün, im Winter kann eine leicht rötliche Färbung auftreten. Durch die langen Blattstiele und das wechselnde Farbenspiel von Blattober- und -unterseite wirkt das dichte Laubwerk von Akebia quinata stets filigran.
[Bearbeiten] Blüten und Früchte
Die Klettergurke ist monözisch (einhäusig), die aussergewöhnlich geformten Blüten erscheinen in April und Mai in hängenden Trauben. Die weiblichen Blüten sind purpur-braun und haben einen Durchmesser von etwa drei Zentimetern, die männlichen Blüten sind rosa und nur etwa einen Zentimeter groß, sie verströmen einen würzigen Duft.
Im Spätsommer und Herbst reifen die gurkenähnlichen, fleischigen Balgfrüchte, die durch ihre hellviolette Farbe und eine Größe von bis zu zehn Zentimetern sehr auffällig und zierend sind. Bei voller Reife platzen die essbaren Früchte auf und zeigen ihr weißes Fruchtfleisch und eine Vielzahl an schwarzen Samen.
[Bearbeiten] Verbreitung
Akebia quinata stammt aus Ostasien, sie ist in den Hügel- und Bergwäldern von Japan, China und Korea in Höhen von 300 bis 1.500 Metern weit verbreitet.
[Bearbeiten] Standort
Die Klettergurke gedeiht am besten in warmen, geschützten Lagen in der vollen Sonne oder auch im Halbschatten. Sie bevorzugt einen frischen bis feuchten, gut durchlässigen Boden, ist aber sonst relativ anspruchslos. Akebia quinata ist wärmeliebend, Blüten und Früchte werden meist nur im Weinbauklima und nach heißen Sommern ausgebildet. Sie toleriert Temperaturen bis -15° C, allerdings können Spätfröste die Blüten schädigen.
[Bearbeiten] Verwendung
[Bearbeiten] Garten
Akebia quinata lässt sich sehr gut an Pergolen, Netzen oder Spalieren ziehen, sie wächst auch gut in Bäumen und Sträuchern. Die Kletterhilfen sollten vertikal ausgerichtet sein, ideal sind Abstände von etwa 25 Zentimetern. Soll die Klettergurke flächig wachsen, müssen die Triebe in die Kletterhilfe eingeflochten werden.
[Bearbeiten] Lebensmittel
In Japan sind die Früchte der Klettergurke ein bekanntes Nahrungsmittel, wobei das das Fruchtfleisch roh als Obst gegessen, die Schale hingegen als Gemüse gebraten wird. Da der Geschmack süßlich aber eher fade ist geht die Verwendung wohl hauptsächlich auf das exotischen Aussehen der Frucht zurück.
[Bearbeiten] Heilkunde
In der traditionellen asiatischen Medizin sind vielfältige Anwendungen von Akebia quinata bekannt, wofür meist die getrockneten Triebe verwendet werden. Sie gilt als schmerzlindernd und fiebersenkend, außerdem soll sie die Wundheilung fördern. Sie wirkt appetitanregend und leicht abführend, und wurde 1985 in einer Studie von über 1.200 chinesischen Heilpflanzen auf Platz 13 von 250 potentiell empfängnisverhütenden Pflanzen geführt [2]. Eingenommen soll Akebia quinata Pilz- und bakterielle Infektionen bekämpfen, auch dient sie als Mittel bei Infektionen des Harntraktes, ausbleibender Menstruation und zur Anregung des Milchflusses beim Stillen.
Die Frucht soll blutreinigend und harntreibend wirken, außerdem wird sie für die Rheuma- und Krebstherapie empfohlen. Die Wurzel wirkt fiebersenkend.
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[Bearbeiten] Pflege
Klettergurken können im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten werden, damit sie ihre Rankhilfe nicht überwachsen. Da die Pflanzen im Alter von unten her verkahlen, bietet es sich an, alle zwei bis drei Jahre einzelne Triebe kräftig zurückzunehmen. Diese treiben dann neu aus, und der Sockelbereich bleibt schön dicht.
Eine Vermehrung von Akebia quinata kann durch das Aussäen der reifen Samen in Frühbeetkästen oder durch das Nehmen von Stecklingen im Sommer geschehen.
[Bearbeiten] Belege
[Bearbeiten] Literatur
- Karl Ludwig: Kletterpflanzen. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München 1998, ISBN 3-405-15341-7
- Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
- Akebia quinata bei Plants for a Future, abgefragt am 13.02.2010
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7. S. 594
- ↑ Duke, J. A. & Ayensu, E. S.: Medicinal Plants of China. Reference Publications Inc., Algonac 1985. ISBN 0-917266-20-4.
