Alcea rosea

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Alcea rosea L.

Malvaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   4

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: handf&ouml;rmig<br>geteilt

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: trichterf&ouml;rmig
Frucht: Spaltfrucht

63D / e981ab 

Knospenanordnung: Traube

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: aufrecht

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Dilleniidae
Superordo:
Malvanae
Ordo:
Malvales
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Alcea rosea, umgangsprachlich Chinesiche Stockrose, Gewöhnliche Stockrose, ist eine Staude, bei uns wird sie aber oft als Zweijährige gepflanzt. Die aufrechte Staude mit großen Blüten, die bei Bienen und Schmetterlingen beliebt sind variiert in der Blütenfarbe von Rot über Rosa bis hin zu Gelb und Weiß.

Namensherkunft

Alcea rosea wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt. Der Gattungsname Alcea stammt vom griechischen Wort für "Malve", alkea ab.[1]

Taxonomie

Die Chinesische Stockrose ist eine Art aus der Gattung Alcea, die circa 85 bis 97 Arten umfasst und zur Familie der Malvaceae (Malvengewächse) gehört.

Merkmale

Alcea rosea - Habitus
Alcea rosea - Blätter
Alcea rosea - Blüten

Wuchs

Die vergleichsweise langlebige Staude wird etwa 1,5 bis 2,5 m hoch und wächst aufrecht eintriebig, der Stengel ist rauh behaart. Im ersten Jahr entwickelt sie eine bodennahe Blattrosette, erst im zweiten Jahr erscheinen die langen Triebe, an denen die Blüten sitzen. Die Wuchsbreite beträgt 30 bis 60 Zentimeter.

Blätter

Alcea rosea ist sommergrün, die bis zu 15 cm grossen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind blassgrün gefärbt und handförmig geteilt, mit auffälliger Nervatur und rauher Behaarung. Der Blattstiel kann bis zu 15 cm lang sein und ist ebenfalls behaart.

Alcea rosea bildet auch weisse Blüten aus.

Blüten und Früchte

Die trichterförmigen Blüten sind meist rosa, manchmal auch weiss, violett, dunkelrot oder gelb, und erscheinen durchgehend von Juni bis Oktober. Sie erreichen einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern und sind als Schnittblumen geeignet. Die Früchte sind Spaltfrüchte.

Verbreitung

Alcea rosea stammt aus Südwest-Asien und von der Balkanhalbinsel. Mindestens seit dem 16. Jahrhundert wird sie in Europa angebaut und gilt dort, mit Ausnahme von Sizilien und Malta, als eingebürgert.

Standort

Die Chinesische Stockrose bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -34,5° C (Winterhärtezone 4a). Sie wächst auf sandigen und steinigen Lehmböden und fühlt sich in frischen, gut durchlässigen und nicht allzu nährstoffreichen Substraten wohl. Ideal sind geschütze Plätze, die jedoch gleichzeitig etwas windoffen sein sollten, da dies dem Befall durch Malvenrost vorbeugt. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen.

Habitus von Alcea rosea.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)

Verwendung

Alcea rosea 'Double'.

Garten

Alcea rosea ist eine typische Bauerngartenpflanze, sie eignet sich aber auch hervorragend für den naturnahen Garten (hier sollte man die abgeblühten Blüten stehen lassen, damit Selbstaussat erfolgen kann). Durch ihren straff aufrechten Wuchs und die intensiv gefärbten Blüten macht sie sich auch gut vor hohen Sträuchern und Mauern oder im Hintergrund von Staudenbeeten. Außerdem geeignet als Schnittblumen und als Bienenweide. Der Pflanzabstand sollte etwa 50 - 70 cm betragen. Am besten kommen die Stauden in Gruppen von 3 bis 5 Stück zur Geltung.

Volksmedizin

In der Volksmedizin werden Blüten, Samen und Wurzeln verwendet. Aus den Blüten wird ein Tee zubereitet, der bei Husten und Halsentzündungen hilft. Ein Tee aus den Wurzeln wird ausserdem bei Durchfall und Verdauungsbeschwerden sowie bei Appetitlosigkeit verwendet, die Samen wirken harntreibend und sollen bei Fieber helfen. Äusserlich kann der Tee bei Hautproblemen eingesetzt werden.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Vermehrung und Pflege

Die Chinesiche Stockrose ist ein Warm- und Dunkelkeimer. Im mittleren und späten Frühjahr werden die Samen direkt am späteren Standort ausgesät, während der Keimung ist vor allem viel Feuchtigkeit notwendig. Falls notwendig können die Pflanzen umgesetzt werden wenn sie 2 bis 3 Blätter entwickelt haben.

Die Pflanzen haben einen hohen Wasserbedarf, durch Mulchen im zeitigen Frühjahr kann das Austrocknen des Bodens verhindert werden und im Sommer muss dann regelmässig gegossen werden. Durch Rückschnitt gleich nach der Blüte lässt sich die Pflanze als Staude ziehen, ohne Rückschnitt sät sie sich selbst aus. An exponierten Standorten sollten die Stengel gestäbt werden, damit sie nicht einknicken.

Da Stockrosen sehr rostanfällig sind sollten sie als Ein- oder Zweijährige gezogen werden. An ungeschützten Standorten empfiehlt es sich, die Pflanzen zu stützen.

Sorten

Alcea rosea 'Nigra'
Befall mit Malvenrost

Beispiele:

  • Alcea rosea 'Alba'
  • Alcea rosea 'Chater's Double' - gefüllte Blüten in verschieden Farben
  • Alcea rosea 'Indian Spring' - einfache Blüten, weiß, rosa oder gelb
  • Alcea rosea 'Majorette' - halbgefüllte Blüten in Pastelltönen
  • Alcea rosea 'Nigra' - schwarz-rote Blüten mit gelbem Auge
  • Alcea rosea 'Simplex'
  • Alcea rosea 'Summer Carnival' - gefüllte Blüten in verschiedenen Farben

Krankheiten und Schädlinge

Am häufigsten tritt der Malvenrost auf, vor allem wenn die Pflanzen zu schattig stehen und schlecht mit Nährstoffen versorgt sind. Er äussert sich in gelblichen Flecken auf der Blattoberseite und orangenen, später braunen Pusteln auf der Blattunterseite. Um einem Befall vorzubeugen sollten die untersten Blätter bald nach dem Erscheinen entfernt werden, auch befallen Blättern müssen sofort entfernt werden. Eventuell kann ein Fungizid eingesetzt werden. Außerdem sollte die Belüftung verbessert und die Luftfeuchtigkeit verringert werden.

Bei zu trockenen Bedingungen können die Pflanzen von Malven-Erdfloh (Podagrica fuscicornis), Blattläusen und Blindwanzen befallen werden.
Siebartige Löcher in der Blattoberseite deuten auf einen Befall durch Erdflöhe hin. Vorbeugend können Gemüsenetze verwendet werden.
Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.
Bei einem Befall durch Wanzen sollten die befallen Pflanzenteile entfernt und ein Insektizid eingesetzt werden.

An jungen Pflanzen können Schäden durch Schnecken und Raupen der Saateule (Agrotis segetum) auftreten. Regelmäßige Bodenbearbeitung und gute Hygiene wirkt vorbeugend. Bei Befall können Schneckenkorn oder Nützlinge (Fadenwürmer) eingesetzt werden. Auch das Absammeln der Schnecken in den Abendstunden hilft.

Wenn die Pflanzen ohne ersichtlichen Grund welken und absterben kann es sich um einen Befall durch Erdraupen handeln. Diese Nachtfalterraupen befallen Wurzeln, Sprosse und Blätter. Sie sollten abgesammelt und danach ein Insektizid verwendet werden.

Siehe auch

Belege

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

Einzelnachweise

  1. Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Plant Names. CRC Press LLC, Florida 2000, ISBN 0-8493-2673-7, S. 83.

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