Alisma plantago-aquatica

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Alisma plantago-aquatica L.

Alismataceae

Lebensform: Staude

Standort: Sonne   6

Bodenfeuchte: Wasserpflanze

Blattstand: grundständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: lanzettlich

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>dreiz&auml;hlig
Frucht: N&uuml;sschen

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Rispe

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: horstartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Liliopsida
Subclassis:
Alismatidae
Superordo:
Alismatanae
Ordo:
Alismatales
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Alisma plantago-aquatica, umgangsprachlich Gewöhnlicher Froschlöffel, ist eine „amphibische“ Staude, eine Sumpfpflanze oder wurzelnde Wasserpflanze.

Namensherkunft

Alisma plantago-aquatica wurde 1753 von Carl von Linné beschrieben und benannt.
Der Artname verweist wahrscheinlich auf die "Wegerich-(Plantago-)ähnlichen Blätter.

Taxonomie

Alisma plantago-aquatica ist die Typus-Art der Gattung Alisma, die circa 13 bis 20 Arten umfasst und zur Familie der Alismataceae (Froschlöffelgewächse) gehört.

Merkmale

Wuchs

Alisma plantago-aquatica photo file 2,55MB .jpg
Alisma plantago-aquatica detail photo file 529KB.jpg
Alisma plantago-aquatica flowers photo file 3,44MB .jpg

Der Gewöhnliche Froschlöffel wächst als lockere aufrechte, horstbildende, krautige Pflanze, mit Wuchshöhen von etwa 40 bis 80 Zentimeter, und -breiten von 30 bis 50 cm, wobei die Maximalgröße durch den weit aufragenden, ausladenden Blütenstand erreicht wird.

Blätter

Alisma plantago-aquatica ist sommergrün, die lang gestielten Blätter sind grundständig angeordnet. Die lineal-lanzettliche, breit-elliptische bis eiförmige frischgrüne Blattspreite ist bis 25 Zentimeter lang und bis 10 Zentimeter breit und zeigt eine netzartige Nervatur, eine abgerundete oder schwach herzförmige Spreitenbasis sowie einen glatten Rand. Im fließenden Wasser können Schwimm- und Wasserblätter mit bandförmiger Blattspreite gebildet werden.

Blüten und Früchte

Der auf einem unbeblätterten Blütenstandsschaft stehende, aufrechte, pyramidenförmige, stockwerkartige, bis zu 1 m hohe, ausladende Gesamtblütenstand ist aus rispigen Teilblütenständen zusammengesetzt, entwickelt sich ab Juni; die Blütezeit ist von Juni bis September. Die Blütenstiele weisen eine Länge von 1 bis 3,5 Zentimeter auf, die radförmig dreizähligen weißen bis zartrosa Blüten sind 6 bis 10 mm breit.

Die Früchte sind Nüsschen, eiförmige Achänen mit einer Länge von 1,7 bis 3,1 Millimeter. Fruchtreife ist von Juli bis Oktober. Die Spaltfrüchte, die in zahlreiche unbenetzbare Teilfrüchte mit Schwimmgewebe zerfallen, können zur Schwimmausbreitung über 15 Monate schwimmen; auch eine Ausbreitung durch Wasservögel findet statt. Die Früchte sind Kältekeimer.

Wurzelsystem

Ein knollig verdickter Wurzelstock treibt teilweise lange, wenig verzweigte Wurzeln.

Verbreitung

Alisma plantago-aquatica stammt aus ganz Europa, der Türkei, dem östlichen Mittelmeerraum, dem Kaukasus, dem Iran, West-Sibirien, Afghanistan und Pakistan.

Standort

Der Gewöhnliche Froschlöffel bevorzugt seichtes Wasser und schwach saure bis saure, nährstoffreiche Schlammböden. Er benötigt einen sonnigen (bis halbschattigen) Standort und verträgt Temperaturen bis -23,3º C (Winterhärtezone 6a).
Man findet ihn häufig im flachen Wasser von Seen und Flüssen, besonders an beweideten nassen Ufern, in Gräben sowie Teichen und nährstoffreichen Tümpeln, seltener in nährstoffarmen Gewässern.
Eine Reichliche Blüte erfolgt bei flachem/fallenden Wasserstand sonnigem Standort.

Gute Entwicklung bei sonnigem Standort in saurem Milieu
Gelegentlicher Blattlaus-Befall
Gewöhnlicher Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica)

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Wasserrand

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: salzhaltige Böden, zeitweise trockene Böden
  • mittlere Toleranz: kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: sauerstoffarme Böden

Verwendung

Im Wassergarten in kleineren und großen Wasserflächen bei nährstoffreichem Boden vielseitig zu verwenden; ebenfalls zur landschaftlichen Pflanzung, als Repositions- und Klärpflanze. Pflanzung bei 5-40 cm Wassertiefe, empfohlen: 3-5 Pflanzen/m².

Alisma plantago-aquatica findet als Arzneipflanze Verwendung.

Pflege und Vermehrung

Die Pflanze sät sich reichlich selbst aus, deshalb ist unter Umständen im Gartenteich das Entfernen der Blütenrispen sofort nach der Blüte zweckmäßig; andernfalls kann es zum Verdrängen anderer Wasserrandpflanzen kommen. Die abgeblühten Blütenrispen sind für Trockensträuße zu verwenden.
Vegetative Vermehrung in begrenztem Umfang durch Teilung des Wurzelstockes im Mai-Juni.

Varietäten

Giftigkeit

Die ganze Pflanze enthält einen die Haut irritierenden und Blasen ziehenden Milchsaft, die Wurzel außerdem einen Bitterstoff und ein scharfes ätherisches Öl. Sie riecht frisch wie Veilchenwurzel, ist jedoch giftig. Für das Weidevieh soll die Pflanze tödlich giftig sein. Beim Trocknen werden die giftigen Stoffe abgebaut.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Bei Befall mit Rostpilzen ist ein scharfer Rückschnitt und ein Vernichten der Blätter angebracht. Spätestens im Herbst sollen die Blätter entfernt werden, um Infektionen im Frühjahr einzudämmen.
Gelegentlich können (Schwarze) Blattläuse auftreten - einfach ignorieren! - Fische und Wassertiere sind sehr empfindlich gegen alle Insektizide !! -

Siehe auch

Belege

Literatur

Einzelnachweise

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Hans-Dieter Warda: Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. 2. Auflage. Bruns Pflanzen Export GmbH, Bad Zwischenahn 2001, ISBN 3-9803833-3-4.

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