Allium fistulosum

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Allium fistulosum L.

Alliaceae

Lebensform: Zwiebel- oder<br> Knollenpflanze
Verwendung: Nutzpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton - Bodenart: Torf

Blattstand: grundst&auml;ndig
Blatt: Sommergr&uuml;n

Blattform: lineal

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>sechsz&auml;hlig
Frucht: fachspaltige Kapsel

63D / e981ab 

Knospenanordnung: Dolde

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Liliopsida
Subclassis:
Liliidae
Superordo:
Lilianae
Ordo:
Amaryllidales
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Allium fistulosum, die Winterzwiebel oder Winterheckenzwiebel, eine alte Kulturpflanze, ist eine ansehnliche, in allen Teilen essbare Gemüse- und Würzpflanze für den Küchengarten.

Namensherkunft

Allium fistulosum wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Deutsche Namen

  • Ewige Zwiebel
  • Frühlingszwiebel
  • Grober Schnittlauch
  • Jakobslauch
  • Johannislauch
  • Lauchzwiebel
  • Röhrenlauch, Röhrenzwiebel
  • Schnittzwiebel
  • Weisse Florentiner
  • Winterheckenzwiebel
  • Winter-Zwiebel
  • Zwiebelröhrl

Taxonomie

Allium fistulosum ist eine Art aus der Gattung Allium, die circa 943 bis 1011 Arten umfasst und zur Familie der Alliaceae (Lauchgewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Allium sativum.

Merkmale

Allium fistulosum - Habitus
Allium fistulosum - Blütenstand

Wuchs

Winterzwiebeln sind ausdauernde krautige Pflanzen und erreichen eine Wuchshöhe von 30-60 cm (Laub) bezw. bis 100 cm (Blütenstiele); ihre Wuchsbreite beträgt 30 bis 60 Zentimeter.
Die vergleichsweise schnellwüchsige Pflanze ist horstbildend und entwickelt lange zylindrische, überwiegend weiße Zwiebeln; es sind auch rote und andere Färbungen bekannt. Dies sind keine Zwiebeln in der Form der Speisezwiebeln; ihre Form ähnelt der des Porree. Zum Herbst hin bilden sich fast gleichzeitig mit der Hauptzwiebel die Nebenzwiebeln aus, die zur vegetativen Vermehrung dienen.

Blätter

Allium fistulosum ist wintergrün, ihre stängelumfassend am Hauptstängel erscheinenden Laubblätter sind binsenförmige, runde verdickte Röhrenblätter ("Schloten"). Sie sehen teilweise wie aufgeblasen aus und können Durchmesser von einem bis zwei Zentimeter erreichen.

Blüten und Früchte

Auf im Querschnitt runden und aufgeblasenen Stängeln entwickeln sich im Juni bis August kugelförmige Blütenstände mit bis zu hundert Einzelblüten. Die cremeweißen Blütenhüllblätter sind kürzer als die Blütenstiele, die Staubblätter ragen weit über die Blütenhülle hinaus, die Staubfäden sind einfach und ungezähnt. Die Einzelblüte ist 1 cm groß. Die Blütenstände sind essbar.

Die Pflanzen tragen braune fachspaltige Kapseln, die Samen sind schwarz und kantig.

Wurzelsystem

Die Pflanzen sind Flachwurzler.

Verbreitung

Allium fistulosum stammt ursprünglich aus Zentralasien.

Standort

Die Pflanzen bevorzugen einen sonnigen Standort auf trockenen bis frischen Böden. Staunässe im Winter soll vermieden werden, Sommertrockenheit wird vertragen. Der Boden sollte sandig und durchlässig sein und einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen. Die Pflanzen vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5).

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Die hohlen Stängel schmecken deutlich intensiver als Schnittlauch, und sie werden deswegen gerne, sowohl roh wie auch gekocht, als Gewürz verwendet. - Die Ernte kann, je nach Aussaatzeit, Temperatur und gewünschter Größe, schon nach 5–6 Wochen beginnen.

Frühlingszwiebeln können auch einzeln oder in Gruppen im Staudenbeet gepflanzt werden. Am besten kommen die Pflanzen in Gruppen von 3 bis 10 Stück zur Geltung, der Pflanzabstand sollte mindestens 20 x 20 cm betragen. - Auch Aussaat in Reihen, als Beeteinfassung oder Begrenzung des Gemüsebeets.
Geeignet als Bienenweide.

Anzucht, Vermehrung, Pflege

Bei Aussaat ab Mitte Februar bis Mitte April bei +15-25°C beginnt die Keimung schon nach 3-4 Tagen. Die Samen nur leicht mit Erde bedecken, das Saatbeet zur Keimung immer feucht halten. Im Jungstadium müssen die Pflanzen, wegen ihres Lichtbedarfes, gut von konkurrierendem Unkraut befreit werden. Wenn die Allium gemischt mit Radieschen, als ("Markiersaat"), ausgesät werden, müssen diese rechtzeitig vereinzelt werden.
Winterzwiebeln sind auch durch Teilung der Horste im Frühjahr zu vermehren, ähnlich wie beim Schnittlauch.

Bei richtiger Standortwahl ist kaum bis keine Pflege notwendig.

  • Um Selbstaussaat zu verhindern, vor der Samenreife zurückschneiden.
  • Spätestens alle 3 Jahre ist eine Teilung angebracht, damit die Horste nicht zu dicht werden was das Wachstum hemmt.

Sorten

Beispiele:

  • 'Ungarische' - hellgrün, 30-40 cm hoch
  • 'Red Welsh' - sehr grobröhriges Laub, leicht rot gefärbt

Krankheiten und Schädlinge

Plötzliche Welke oder fahlgrüne Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall (Phytophthora-Wurzelfäule) hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Vorbeugend sollten Staunässe und Überdüngung vermieden werden.

Braune, orange oder gelbliche Pusteln auf Sprossen oder Blattunterseiten werden wahrscheinlich durch Pilzbefall (Rost) hervorgerufen. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und ein Fungizid eingesetzt werden. Außerdem sollte die Belüftung verbessert und die Luftfeuchtigkeit verringert werden.

Um dem Befall mit falschem Mehltau vorzubeugen, ist eine gegebenenfalls erforderliche Bewässerung am besten morgens durchzuführen, damit die Blätter bis abends abgetrocknet sind.

Jungpflanzen von Winterzwiebeln können stark durch Thripse geschädigt werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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