Allium nigrum

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Allium nigrum L.

Alliaceae

Lebensform: Zwiebel- oder<br> Knollenpflanze

Standort: Sonne   7

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton

Blattstand: grundst&auml;ndig
Blatt: Sommergr&uuml;n

Blattform: lineal

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>sechsz&auml;hlig
Frucht: fachspaltige Kapsel

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Dolde

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Liliopsida
Subclassis:
Liliidae
Superordo:
Lilianae
Ordo:
Amaryllidales
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Allium nigrum, umgangsprachlich Schwarzer Lauch, Zwiebelreicher Lauch, gehört zu den Zwiebel- und Knollenpflanzen.

Namensherkunft

Allium nigrum wurde 1762 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt. Der Namensteil nigrum (lat. "schwarz") bezieht sich wahrscheinlich auf die dunkle Blütenmitte.

Taxonomie

Der Schwarze Lauch ist eine Art aus der Gattung Allium, die circa 943 bis 1011 Arten umfasst und zur Familie der Alliaceae (Lauchgewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Allium sativum.

Merkmale

Blüten mit dunkler Mitte

Wuchs

Die Pflanze wird etwa 50 bis 90 Zentimeter hoch. Die Blütenköpfe mit bis zu zehn Zentimeter Durchmesser sitzen auf kräftigen, aufrechten Stengeln mit runden Querschnitt.

Zwiebeln

Die Zwiebeln sind eiförmig bis rundlich und haben einen Durchmesser von zwei bis fünf Zentimetern.

Blätter

Allium nigrum ist sommergrün, die Blätter sind grundständig angeordnet. Sie sind lineal geformt und haben einen glatten Rand. Normalerweise werden drei bis sechs Blätter ausgebildet, die eine deutlich lineale Nervatur haben. Bei einer Breite von 8 Zentimetern können sie bis zu 50 Zentimeter lang werden und haben dann einen überhängenden Wuchs.


Blüten und Früchte

Die radförmig sechszähligen Blüten sind in Dolden angeordnet und erscheinen von März bis Mai, oft auch noch bis Mitte Juni. Sie sind weiß, manchmal auch leicht rosa oder violett gefärbt. In einer Dolde stehen 75 bis 150 Einzelblüten, so dass ein kompakter flachrunder Blütenkopf entsteht. Die Perigonblätter sind lanzettlich geformt und haben grünliche Mitteladern, auf der Außenseite eine grünliche Mittelrippe. Die oberständigen Fruchtknoten sind hellgrün und rund. Aus ihnen entwickeln sich fachspaltige Kapseln, die sich in der Reife in drei gleichen Teilen öffnen. Die kleinen schwarzen Samen fallen aus den Kapseln, wenn die langen Stengel durch Wind bewegt werden.

Verbreitung

Allium nigrum stammt aus Frankreich (ohne Korsika), von der Iberischen Halbinsel, der Apenninenhalbinsel, der Balkanhalbinsel, der Türkei (ohne europäische Türkei), Syrien und Nord-Afrika.

Standort

Der Schwarze Lauch wächst an den Heimatstandorten in Feldern und auf Kalkfelsen, bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -17,7º C (Winterhärtezone 7a). Er wächst auf sandigen und steinigen Lehmböden, sandigen Tonböden und fühlt sich in trockenen bis frischen Substraten wohl.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)
  • Freiflächen

Verwendung

Allium nigrum passt sehr gut zu pinken oder violetten Rosen, eine schöne Kombination ergibt sich auch mit Lavendel, Salvia nemorosa oder Nepeta. Durch seine gute Trockenheitsverträglichkeit eignet er sich für die Bepflanzung von Trockenmauern, als Dachbegrünung oder an Böschungen. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 40 Zentimetern, am besten kommen die Pflanzen in Gruppen von 3 bis 5 Stück zur Geltung.

Krankheiten und Schädlinge

Normalerweise unproblematisch, es kann jedoch zu Zwiebelfäule kommen. Den jungen Trieben können Schnecken gefährlich werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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