Amelanchier lamarckii
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Amelanchier lamarckii F.G.Schroed. |
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Divisio: Magnoliophyta Subdivisio: Magnoliophytina Classis: Rosopsida Subclassis: Rosidae Superordo: Rosanae Ordo: Rosales |
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Amelanchier lamarckii (=Amelanchier botryapium DC., Amelanchier canadensis K.Koch, Amelanchier confusa auct. non Hyl., Amelanchier laevis A.R. Clapham, Tutin et E.F. Warb.) umgangsprachlich Kupfer-Felsenbirne ist ein Strauch oder auch kleiner Baum, der aus dem östlichen Nordamerika stammt und in Europa inzwischen als eingebürgerter Neophyt gilt. Der deutsche Name bezieht sich auf die Blätter, die im Austrieb eine bronzene Färbung haben.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Taxonomie
Amelanchier lamarckii ist eine von 33 Arten in der Gattung Amelanchier, die zu den Rosaceae (Rosengewächse) gehört. Sie wurde 1968 von Fred-Günter Schroeder beschrieben und benamt.
[Bearbeiten] Merkmale
[Bearbeiten] Wuchs
Die Kupfer-Felsenbirne wächst normalerweise als mehrstämmiger Strauch und kann bis zu sechs Meter hoch werden. Die schirmförmige Krone ist locker aufgebaut und wird mit dem Alter breiter, vor allem durch die etwas überhängenden seitlichen Äste.
[Bearbeiten] Blätter
Die gestielten, wechselständigen Blätter sind im Austrieb im April auffallend kupferrot und mit feinen weissen Härchen besetzt (im Unterschied zum unbehaarten Amelanchier laevis), die sie aber bald verlieren. Die elliptischen Blätter haben einen fein gezähnten Rand und werden bis zu acht Zentimeter lang. Im Sommer färben sie sich dunkelgrün, im Herbst zeigen sie ein Farbenspiel von leuchtend gelb über orange bis rot.
[Bearbeiten] Blüten und Früchte
Im April erscheinen sternförmige, weisse Blüten, die in aufrechten Trauben zahlreich blühen. Die fünf Kronblätter sind radiär angeordnet und nicht verwachsen, der Außenkelch fehlt. Amelanchier lamarckii ist synözisch (alle Blüten sind zwittrig) und wird sowohl durch Selbst- als auch durch Insektenbestäubung befruchtet. Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Käfer, Fliegen, Wespen und auch Bienen, für die sie eine wichtige Nektarquelle ist.
Im Juli und August trägt der Strauch kleine, hellrote Apfelfrüchte an langen Stielen, die bis zu einem Zentimeter lang werden. Mit der Reife färben sie sich schwarz und sind mit einem bläulichen Reif überzogen. Sie sind essbar und schmecken leicht süßlich, sie können zum Beispiel zu Marmelade, Saft, Wein oder Kompott verarbeitet werden. Die Kupfer-Felsenbirne ist auch ein wichtiges Nährgehölz für Vögel und kleinere Säugetiere, die die Beeren teilweise schon im unreifen Zustand essen.
[Bearbeiten] Wurzelsystem
Die flachen Wurzeln von Amelanchier lamarckii sind dicht verzweigt und bilden keine Ausläufer. Staunässe und Trockenperioden werden gut vertragen, auch lassen sich selbst größere Exemplare noch relativ leicht und mit guten Ergebnissen verpflanzen.
[Bearbeiten] Verbreitung
Ursprünglich stammt die Art aus dem östlichen Nordamerika. Durch die häufige Pflanzung als Zier- und Nutzpflanze ist sie in Deutschland, Belgien und den Niederlanden inzwischen eingebürgert und gilt als fester Bestandteil der natürlichen Vegetation (Agriophyt).
[Bearbeiten] Standort
Die Kupfer-Felsenbirne wächst auf sonnigen bis halbschattigen Standorten und toleriert alle trocken bis feuchten, kultivierten Böden von sauer bis leicht alkalisch. Sie ist absolut frosthart und insgesamt ziemlich anspruchslos, Wind und auch Stadtklima bereiten ihr keine Probleme.
[Bearbeiten] Verwendung
Durch die zuverlässige Blüte und die auffallende Herbstfärbung ist sie sehr gut als Solitärgehölz in Gärten geeignet. Die Windfestigkeit lässt auch eine Verwendung auf Dachgärten oder in exponierten Lagen zu, die allgemeine Robustheit empfiehlt sie für öffentliche Grünanlagen. Auch in der freien Landschaft kann sie in Mischpflanzungen und Hecken ein wichtige Rolle spielen, vor allem wegen ihrer Eigenschaften als Vogelnährgehölz und Bienenweide.
[Bearbeiten] Pflege
Während der Pflanzenruhe im späten Winter oder früh im Frühjahr können an frostfreien Tagen einzelne Triebe entfernt werden, die falsch oder über Kreuz wachsen, um so eine dauerhafte und gesunde Grundstruktur zu erhalten.
[Bearbeiten] Krankheiten und Schädlinge
Wie viele Rosaceae ist auch Amelanchier lamarckii anfällig für den Befall durch Feuerbrand. Blätter und Blüten welken dann und verfärben sich sich braun oder schwarz. Als Maßnahme hilft nur, die befallenen Pflanzenteile großzügig bis ins gesunde Holz hinein zu entfernen.
[Bearbeiten] Literatur
- Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
- Georg W. Kröger: BdB Handbuch Laubgehölze. 18. Auflage. Verlagsgesellschaft "Grün ist Leben" mbH, Pinneberg 1997.
- Hans-Dieter Warda: Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. 2. Auflage. Bruns Pflanzen Export GmbH, Bad Zwischenahn 2001, ISBN 3-9803833-3-4.
[Bearbeiten] Non-commercial Links
- Amelanchier lamarckii bei BioFlor, abgefragt am 11.02.2010
