Andromeda polifolia

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Andromeda polifolia L.

Ericaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   3

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: Torf

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: lineal

Blattgliederung: einfach

Blütenform: krugartig
Frucht: fachspaltige Kapsel

36D / fdd0d4 

Knospenanordnung: Traube

Blüte: einfach
Blütenhabitus: nickend

Wuchsform: buschig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Dilleniidae
Superordo:
Ericanae
Ordo:
Ericales
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Andromeda polifolia, umgangsprachlich Kahle Rosmarinheide, ist ein Strauch der Hochmoore. 1991 wurde er zur Blume des Jahres gewählt.

Namensherkunft

Andromeda polifolia wurde 1753 von Carl Linnaeus in seinem Werk Species Plantarum beschrieben und benannt.

Taxonomie

Die Kahle Rosmarinheide ist eine Art aus der Gattung Andromeda, die circa 3 bis 96 Arten umfasst und zur Familie der Ericaceae (Erikagewächse) gehört.


Merkmale

Andromeda polifolia - Habitus
Andromeda polifolia - Früchte
Früchte von A. polifolia

Wuchs

Der Strauch wird zwischen 15 und 30 Zentimeter hoch und hat einen kriechenden Wuchs mit mehr oder weniger aufrechten Zweigen. Die Wuchsbreite beträgt 30 bis 60 Zentimeter.

Blätter

Andromeda polifolia ist immergrün, die ledrigen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind lineal geformt, zwei bis vier Zentimeter lang und etwa einen bis acht Millimeter breit. Oberseits sind sie dunkelgrün, die Unterseite ist meist weisslich-grün. Die Blattränder sind leicht nach unten umgerollt.

Blüten und Früchte

Die krugartigen, nickenden Blüten sind rosa und erscheinen von Mai bis August, sie sind in lockeren Dolden angeordnet. Sämtliche Blüten sind zwittrig, die Befruchtung erfolgt sowohl durch Selbstbestäubung als auch durch Insektenbestäubung. Bei Selbstbestäubung tritt eine sogenannte Inzuchtdepression auf, die zu erhöhter Sterblichkeit während Samenreife, Keimung und in der Jugend führt. Die Früchte sind fachspaltige Kapseln mit fünf Kammern. An der Spitze sind sie tief eingedrückt, so dass der Ansatz des Griffels verdeckt ist.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden Rhizome.

Verbreitung

Andromeda polifolia stammt aus ganz Europa mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel, aus West- und Ost-Sibirien, von der Insel Sachalin, aus Kamtschatka, Japan, der Mongolei, Alaska, Kanada, dem Nordwesten der USA und Grönland.

Standort

Die Kahle Rosmarinheide bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und verträgt Temperaturen bis -40º C (Winterhärtezone 3). Sie wächst auf sauren, feuchten Moorböden. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 4,5 und 6,5 aufweisen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Verwendung

Andromeda polifolia eignet sich sehr gut für Torfbeete in Gesellschaft mit Waldstauden. Sie kann auch gut in schattigen Steingärten oder feuchten Rabatten in saurem Boden eingesetzt werden.

Pflege und Vermehrung

Im Frühjahr freuen sich die Pflanzen über eine Mulchgabe aus Laubkompost.

Zur Vermehrung können im Frühsommer Stecklinge genommen werden, Wurzelschösslinge oder bewurzelte Absenker können im Frühjahr oder Herbst eingetopft werden.

Sorten

Es gibt zwei Varietäten der Kahlen Rosmarinheide: Andromeda polifolia var. glaucophylla, deren Blattunterseite keinen weissen Belag hat und Andromeda polifolia var. polifolia.

Sorten sind unter anderem:

  • Andromeda polifolia 'Blue Ice' - hat bläuliche Blätter
  • Andromeda polifolia 'Compacta' - dichter Wuchs, weiße Blüten
  • Andromeda polifolia 'Nikko' - dichter Wuchs, hellrosa Blüten

Giftigkeit

Sämtliche Pflanzenteile sind stark giftig

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Krankheiten und Schädlinge

Unregelmäßige Schwellungen, sogenannte 'Gallen' sind ein Zeichen für einen Befall durch Insekten oder Milben, können aber auch auf eine Bakterien- oder Pilzerkrankung hindeuten. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt werden, zusätzlich sollte die Durchlässigkeit des Bodens verbessert und ein Verletzen der Pflanzen vermieden werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.


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