Arctostaphylos uva-ursi
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Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng. |
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Divisio: Magnoliophyta Subdivisio: Magnoliophytina Classis: Rosopsida Subclassis: Dilleniidae Superordo: Ericanae Ordo: Ericales |
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Arctostaphylos uva-ursi (früher Arbutus uva-ursi) ist ein niederliegender Zwergstrauch.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Namensherkunft
Arctostaphylos uva-ursi wurde bereits von Carl von Linné beschrieben und benannt, aber erst 1825 von Curt Joachim Sprengel in die heute gültige Systematik eingeordnet.
Der Gattungsname leitet sich ab vom griechischen árctos <Bär, das Sternzeichen des Großen Bären, des Hohen Nordens> und staphylé <Weintraube>; der Artname vom lateinischen uva <Traube> und ursus <Bär>. Also praktisch eine Verdoppelung des Namens.
[Bearbeiten] Taxonomie
Arctostaphylos uva-ursi ist eine Art aus der Gattung Arctostaphylos, die 50 Arten umfasst und zur Familie der Ericaceae (Erikagewächse) gehört.
[Bearbeiten] Merkmale
[Bearbeiten] Wuchs
Der Zwergstrauch bildet mattenartige Polster, mit bis zu 1 m langen Trieben, die dem Boden aufliegen und vielfach wurzeln. Er ist langsamwüchsig und langlebig, bildet 1 bis 2 m breite Teppiche mit einer Höhe von 10 bis 25 cm.
[Bearbeiten] Holz und Rinde
Die Rinde der rötlichbraunen Triebe ist glatt und schilfert im Alter ab.
[Bearbeiten] Blätter
Arctostaphylos uva-ursi ist immergrün, die Blätter sind 1 bis 3 cm lang, ledrig und wechselständig angeordnet. Sie sind oberseits dunkelgrün, unterseits heller, verkehrt eiförmig, und haben einen glatten Rand.
[Bearbeiten] Blüten und Früchte
Die krugförmigen Blüten sind weiß mit rosa Spitzen, 5 bis 6 mm lang und erscheinen von April bis Mai. Sie sind an kurzen, endständigen, überhängenden 3- bis 10blütigen Trauben angeordnet. Bei uns erscheinen sie selten. Die scharlachroten, erbsengroßen Beeren sind bei uns sehr selten; sie halten lange am Strauch und sind sehr zierend. Sie sind mehlig und ungeniessbar.
[Bearbeiten] Wurzelsystem
Die Wurzeln sind flachstreichend und filzig.
[Bearbeiten] Verbreitung
Arctostaphylos uva-ursi ist verbreitet in ganz Europa, im Kaukasus, West- und Ost-Sibirien, Alaska, Kanada, im Nordosten der USA, im zentralen Nordosten der USA, den nördlichen Präriestaaten der USA, den Rocky Mountains, im Südwesten und im Nordwesten der USA, in Kalifornien und auf Grönland.
Sie ist eine Pionierpflanze und Rohbodenkeimer, daher wird ihre Regeneration durch Bodenverletzungen gefördert. Die Samen werden durch Beeren fressende Vögel verbreitet.
Der internationale Handel mit Bärentraube und die Übernutzung der Vorkommen haben in weiten Teilen Europas dazu geführt, dass die Art heute stark gefährdet ist und in vielen Ländern des Verbreitungsgebietes in den Roten Listen geführt wird. - Sie ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 1. Februar 2001 geschützt.
[Bearbeiten] Standort
Arctostaphylos uva-ursi benötigt einen sonnigen (bis halbschattigen) Standort, liebt luftfeuchte Lagen und verträgt Temperaturen bis -40º C. Der Zwergstrauch bevorzugt mäßig trockene bis frische, gut durchlässige, schwachsaure bis neutrale Böden. Er wächst auf Sand und sandig-kiesigen Böden, sandigen und steinigen Lehmböden; auf reinen Torfböden versagt er. Trockenperioden werden gut, schlechte Sauerstoffversorgung des Bodens wird nicht vertragen. Arctostaphylos uva-ursi ist mäßig kalktolerant.
[Bearbeiten] Verwendung
Landschaftsgehölz, heimisches Wildgehölz. Im Garten verwendet als Bodenbedecker auf sonnigen Stellen mit sandigem, humusreichem, kalkfreiem Boden. Im Heidegarten ein wichtiges Element.
Arctostaphylos uva-ursi findet als Arzneipflanze Verwendung.
[Bearbeiten] Pflege
Ist praktisch unnötig; auf ihnen zusagenden Standorten können die Pflanzen Jahrzehnte alt werden. Falls sie benachbarte schwächere Pflanzen bedrängen sollten, oder damit kompaktere Polster gebildet werden, ist Einkürzen (Stutzen) möglich.
[Bearbeiten] Vermehrung
Da die kriechenden Zweige schon an der Pflanze Adventiv-Wurzeln bilden, kann man diese abschneiden und in ein sandig-humoses Substrat aufpflanzen. Die Wurzelbildung an den Trieben kann man durch Zwischenfüllen mit sandigem Humus fördern.
Massenanzucht erfolgt durch Stecklingsvermehrung mit reifen Trieben im Sommer bis Herbst. Danach wird in Töpfe mit sandigem Substrat eingepflanzt, und nach guter Durchwurzelung kann ins Freiland ausgepflanzt werden.
[Bearbeiten] Krankheiten und Schädlinge
Bisher nicht bekannt; Ausfälle gibt es bei Kulturfehlern: Bei zu feuchtem Stand und in reinem Torfsubstrat.
[Bearbeiten] Heilkunde
Die getrockneten Laubblätter sind als Uvae-ursi folium (Folia Arctostaphyli, Folia Uvae ursi, Folia Vaccinii ursi) - Bärentraubenblätter (Bärenkraut, Moosbeerenblätter, Sandblätter, Steinbeerenblätter, Wolfsbeerenblätter) gebräuchlich.
Medizinische ANWENDUNG: Bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege; zur Unterstützung der Therapie bei Blasen- und Nierenbeckenkatarrhen. Das aus den Pflanzen-Wirkstoff Arbutin im Körper gebildete Hydrochinon wirkt gegen Bakterien und Pilze, gleichzeitig antiseptisch und mit adstringierender Wirkung auf die Schleimhäute der Harnwege. Die Behandlung sollte nicht länger als sieben Tage und das nicht öfter als fünf mal pro Jahr durchgeführt werden.
Hydrochinon kann in hoher Dosierung oder bei langdauernder Anwendung zu Leberschäden führen; dazu steht es im Verdacht, krebserregende und erbgutschädigende Wirkungen zu haben. Daher verbietet sich eine Anwendung bei Kindern, Schwangeren oder stillenden Müttern.
In der HOMÖOPATHIE: Arctostaphylos uva-ursi HAB1, Bärentraube; frische Blätter, frische Blätter und jungen Triebspitzen - Anwendungsgebiet: Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege.
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Belege
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
- Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
- efloras.org
[Bearbeiten] Non-commercial Links
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