Argemone mexicana

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Argemone mexicana L.

Papaveraceae

Lebensform: Ein- oder<br> Zweij&auml;hrige
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   8

Bodenfeuchte: trocken

Bodenart: Sand - Bodenart: sandig-kiesig

Blattstand: wechselst&auml;ndig
Blatt: Sommergr&uuml;n

Blattform: verkehrt eif&auml;rmig

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: becherf&ouml;rmig
Frucht: keine Angabe

3A / f8da21 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Ranunculopsida
Subclassis:
Ranunculidae
Superordo:
Ranunculanae
Ordo:
Papaverales
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Argemone mexicana, umgangsprachlich Mexikanischer Stachelmohn, Distelmohn, ist eine Einjährige; sie wird wegen ihrer stark bestachelten Früchte auch "Teufelsfeige" genannt.

Namensherkunft

Argemone mexicana wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Argemone mexicana ist eine Art aus der Gattung Argemone, die circa 40 bis 47 Arten umfasst und zur Familie der Papaveraceae (Mohngewächse) gehört.

Merkmale

Argemone mexicana - Stengel und Blätter
Argemone mexicana - Blätter und Blüte
Argemone mexicana - Blüte

Wuchs

Die Pflanzen werden 50 bis 100 cm hoch und haben einen aufstrebenden Wuchs mit normalerweise kurzem Stamm. Dieser ist verzweigt und glatt oder mit wenigen gelblichen Dornen besetzt.

Blätter

Argemone mexicana ist sommergrün, die Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie ähneln denen der Mariendistel: Sie sind blau-graugrün mit einer hellen Mittelrippe und weißen Adern, mit auffälliger Zeichnung entlang den Adern. Der Blattrand ist fiederteilig gezähnt, die einzelnen Abschnitte laufen in Stacheln (Dornen) aus. Die Grundblätter sind im Umriss breit elliptisch, verkehrt eiförmig oder verkehrt eilanzettlich. Sie sind bis zu 25 Zentimeter lang und 2,5 bis 8 Zentimeter breit. Der Blattstiel ist lediglich einen Zentimeter lang. Die Stengelblätter gleichen den Grundblättern, werden nach oben hin aber kleiner und sind ungestielt, oft auch halb stengelumfassend.

Blüten und Früchte

Die becherförmigen Blüten sind leuchtend gelb bis gelb-orange, selten auch blass zitronengelb und erscheinen von August bis September. Sie sind bis 7 cm groß und einzeln angeordnet, manchmal auch in wenigblütigen Cymen. Argemone mexicana hat zwittrige Blüten mit goldgelben Staubbeuteln und ist selbstbefruchtend.

Die bestachelten Fruchtkapseln sind länglich bis breit elliptisch und reifen im Herbst. Die enthaltenen Samen sind, wie der Rest der Pflanze, giftig.

Verbreitung

Argemone mexicana stammt wahrscheinlich aus Zentralamerika und von den Westindischen Inseln. Durch häufige Kultivierung sind die Pflanzen inzwischen in Südeuropa, Zentraleuropa sowie in vielen subtropischen Regionen der Welt eingebürgert und gelten dort oft als Unkraut.

Standort

Der Mexikanische Stachelmohn bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -12,2º C (Winterhärtezone 8a). Er wächst gerne auf Sand und sandig-kiesigen Böden und fühlt sich in trockenen Substraten wohl.

Verwendung

Die Art wird als Samen angeboten, und kann zur Zwischenbegrünung für Rabatten in Neuanlagen verwendet werden; ebenfalls in Trockengärten und Steppenpflanzungen, wo sie durch Selbstaussaat freie Stellen erobern kann. Hin und wieder kann man sie auch in Pflasterfugen an sonnigen Stellen bewundern.

Argemone mexicana findet in der traditionellen Volksmedizin sowohl in Asien als auch in Mittelamerika Verwendung. Dem Öl werden bei äußerer Anwendung lindernde Eigenschaften bei Kopfschmerzen und Hautkrankheiten nachgesagt, eingenommen soll es gegen Geschwüre und Würmer helfen.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Pflege und Vermehrung

Während des Wachstums mäßig gießen und einmal im Monat verdünnten Flüssigdünger geben.

Die Samen können das ganze Jahr über gesät werden, beste Saatzeit ist jedoch das Frühjahr. Die Samen werden auf mit Sand gemischter Anzuchterde gestreut und nur leicht mit Substrat bedeckt. Wegen der sofort gebildeten Pfahlwurzeln erfolgt eine Aussaat am Besten in besonders tiefe Töpfe. Bei ausreichendem Licht, Temperaturen um die 20°C und gleichmäßig feuchter Erde keimen sie nach etwa 2 bis 6 Wochen. Eine Direktaussaat im Freiland kann ab Mai erfolgen.

Giftigkeit

Argemone mexicana ist in sämtlichen Teilen giftig.

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Krankheiten und Schädlinge

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Argemone mexicana bei eFloras.org (engl.)

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