Potentilla anserina
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Potentilla anserina L. |
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Divisio: Magnoliophyta Subdivisio: Magnoliophytina Classis: Rosopsida Subclassis: Rosidae Superordo: Rosanae Ordo: Rosales |
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Potentilla anserina (=Argentina anserina), umgangsprachlich Gänse-Fingerkraut, ist eine Staude, die sich sehr gut zur Begrünung halbschattiger Flächen eignet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Namensherkunft
Potentilla anserina wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt. Der Artname stammt aus dem lateinischen <anser, anserinus = Gans, Gänse>; er bezeichnet hier nicht eine Wuchsform (wie bei: "Gänsefüße", Chenopodium ), sondern einen Standort, die Gänseweide.
[Bearbeiten] Taxonomie
Das Gänse-Fingerkraut ist eine Art aus der Gattung Potentilla, die 500 Arten umfasst und zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) gehört.
[Bearbeiten] Merkmale
[Bearbeiten] Wuchs
Die schnellwüchsigen und kurzlebigen Stauden werden etwa 20 Zentimeter hoch. In den Blattachseln bilden sie bis zu 80 Zentimeter lange Ausläufer, die an den Knoten bewurzeln und neue Pflänzchen bilden. Hierdurch entstehen dichte Teppiche.
[Bearbeiten] Blätter
Potentilla anserina ist sommergrün, die Blätter sind unpaarig gefiedert und wechselständig angeordnet. Unterseits sind sie silbrig behaart. Die 13 bis 21 Fiederblättchen sind elliptisch und haben einen fein gesägten bis fiederspaltigen Rand. Sie sitzen ohne Petiolus an den langen Blattstielen.
[Bearbeiten] Blüten und Früchte
Die radförmig fünfzähligen Blüten sind gelb und erscheinen von Mai bis August. Sie haben einen Durchmesser von 1,5 bis 2 Zentimeter und sind einzeln an langen Stielen angeordnet. Diese entspringen den Knoten der Ausläufer. Die Petalen sind verkehrt eiförmig und an der Spitze angerundet.
Die Früchte sind Nüsschen und entwickeln sich im Sommer.
[Bearbeiten] Verbreitung
Potentilla anserina kommt vor in ganz Europa, dem Kaukasus, West- und Ost-Sibirien, auf der Insel Sachalin, Kamtschatka, Zentralasien, dem Himalaya, Alaska, Kanada, in der gesamten USA mit Ausnahme des Südostens, Floridas und der südlichen Präriestaaten sowie in Australien und Neuseeland.
[Bearbeiten] Standort
Das Gänse-Fingerkraut bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und verträgt Temperaturen bis -28,2º C. Seine Naturstandorte, in Ebenen bis mittleren Gebirgen, sind: Wegeränder und Hecken, Mauern und Ufer, frische, nährstoffreiche, oft dichte und rohe Lehm- und Tonböden (= "Rohboden-Besiedler", "Pionierpflanze"). Trockenperioden werden schlecht, schlechte Sauerstoffversorgung des Bodens wird relativ gut vertragen. Argentina anserina ist mäßig kalktolerant, jedoch Salz vertragend.
[Bearbeiten] Verwendung
Die Pflanze kann als Kriech-Pionier noch Stellen besiedeln, die für andere Pflanzen zu dicht und zu stickstoffreich sind (z.B. in "Gänse-Angern" > Namensgebung!)
Potentilla anserina findet als Arzneipflanze Verwendung. Wegen seiner adstringierenden Wirkung wird es als Tee, Tonicum oder Dragees zu Behandlung von Durchfall, Nierensteinen und Arthritis eingesetzt[1]. Hierfür werden die Pflanzen während der Blütezeit gesammelt, getrocknet und zerkleinert. In der Volksmedizin wird ein Sud der Stauden außerdem zur äußerlichen Behandlung von schlecht heilenden Wunden herangezogen.
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
[Bearbeiten] Belege
[Bearbeiten] Literatur
- Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
- Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
- Potentilla anserina bei eFloras.org (engl.)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Potentilla anserina in Flora of Pakistan (engl.)
[Bearbeiten] Non-commercial Links
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