Arundo donax
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Arundo donax L. |
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Divisio: Magnoliophyta Subdivisio: Magnoliophytina Classis: Liliopsida Subclassis: Commelinidae Superordo: Poanae Ordo: Poales |
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Arundo donax umgangsprachlich Pfahlrohr, gehört zu den Gräsern.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Namensherkunft
Arundo donax wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.
[Bearbeiten] Taxonomie
Das Pfahlrohr ist eine Art aus der Gattung Arundo, die 3 Arten umfasst und zur Familie der Poaceae (Gräser) gehört.
[Bearbeiten] Merkmale
[Bearbeiten] Wuchs
Die Pflanze wird etwa 3 m bis 4 m hoch, kann in wärmeren Gebieten bis zu 8 m hoch werden. Sie ist schnellwüchsig mit einem gewissen Ausbreitungsdrang. Sie wächst schilfartig, straff aufrecht und ist damit eines der höchsten Gräser in Europa.
[Bearbeiten] Blätter
Arundo donax ist in milden Gegenden immergrün, die Blätter sind bis zu 50 cm lang und 5-6 cm breit und wechselständig angeordnet. Sie sind matt bläulich grün, lanzettlich geformt und haben einen glatten Rand. Die Blattränder sind scharf, und man kann sich leicht an ihnen schneiden. Die Pflanze hat keine Grundblätter.
[Bearbeiten] Blüten und Früchte
Die Blüten erscheinen von August bis September. Die Blüten sind in rötlichen, später weißlichen Rispen angeordnet. Arundo donax kommt in gemäßigtem Klima nicht immer zur Blüte. Eine sichere Blüte ist nur in Südeuropa gegeben.
[Bearbeiten] Wurzelsystem
Das Pfahlrohr breitet sich durch rhizomartige Ausläufer langsam aus.
[Bearbeiten] Verbreitung
Arundo donax ist weltweit verbreitet, seine natürliche Herkunft ist umstritten. In Küstenregionen dienen natürliche oder gepflanzte Bestände zum Wind- und Erosionsschutz.
Die Art wird inzwischen zu dem 100 der "weltweit schlimmsten" Neophyten gezählt!
[Bearbeiten] Standort
Das Pfahlrohr bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -17,7º C. Es braucht einen geschützten Platz mit feuchtem, nährstoffreichem, tiefgründigem Boden. Trockenperioden werden schlecht, schlechte Sauerstoffversorgung des Bodens wird relativ gut vertragen. Einmal eingewachsen, wächst es aber auch auf trockenen Böden. Arundo donax ist nur gering kalktolerant. Das Gras ist empfindlich gegen Winternässe.
[Bearbeiten] Verwendung
Es eignet sich als Solitärpflanze, thematisch auch in Wassernähe, oder als Hintergrundbepflanzung (Windschutz) im Garten; wegen der Wüchsigkeit und seiner verholzenden Rhizome ist es allerdings mit Vorsicht einzusetzen: Es kann zu einem Problem werden, wenn sich einmal etabliert hat, ist es schwierig zu kontrollieren.
Arundo donax findet in der Homöopathie Verwendung, z.B. bei Heuschnupfen. - Der Anbau als Energiepflanze wird wegen seiner Wüchsigkeit und Anspruchslosigkeit getestet.
[Bearbeiten] Pflege
Arundo donax braucht während der Wachstumsphase viel Wasser und Nährstoffe. In kälteren Regionen ist ab -10 Grad ein Winterschutz erforderlich. Die steifen Stängel sollten erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden.
[Bearbeiten] Varietäten, Sorten
- Die Sorte 'Versicolor' (= 'Variegata') mit ihren crémeweißen Längsstreifen auf den Blättern bleibt etwas kleiner als das grüne Pfahlrohr, wird etwa 2 m hoch. Sie ist wesentlich frostempfindlicher als die Art. Sie wird deswegen oft als Kübelpflanze verwendet und muss dann frostfrei überwintert werden.
- Die Sorte 'Variegata Superba' wird nur 1 m hoch aber wächst unbegrenzt in die Breite.
- Bei einer derart weltweit verbreiteten Art ist es nur zu wahrscheinlich, dass weitere Varietäten auftreten, welche dann auch möglicherweise 'Sorten'-Status erhalten.
[Bearbeiten] Mensch und Arundo
[Bearbeiten] Geschichte
Die Sorte 'Variegata' (A. donax var variegata Vilmorin, A. donax var. versicolor (Miller) Stokes) ist eine der ältesten Klonsorten von Stauden. Sie war bereits im Altertum vor über 2300 Jahren als "lokonisches Rohr" bekannt und beliebt.
[Bearbeiten] Arundo in der Kunst
Aus den Stängeln des Pfahlrohrs werden die Rohrblätter vieler Einfach- und Doppelrohrblattinstrumente gebaut, beispielsweise für Dudelsack, Oboe, Klarinette, Fagott, Saxophon und Krummhorn, weiterhin auch häufig die Pfeifen der Panflöte. Eines der ältesten Instrumente aus Pfahlrohr, das schon für die Zeit der Pharaonen im ägyptischen Raum nachgewiesen ist, ist die orientalische Flöte "Nay", die im gesamten Orient in der traditionellen als auch in der panarabischen modernen Musik populär ist. (Quelle: Wikipedia)
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Belege
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
- Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
- efloras.org
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