Clematis alpina
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Clematis alpina Mill. |
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Divisio: Magnoliophyta Subdivisio: Magnoliophytina Classis: Ranunculopsida Subclassis: Ranunculidae Superordo: Ranunculanae Ordo: Ranunculales |
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Clematis alpina (= Atragene alpina), umgangsprachlich Alpen-Waldrebe, ist eine einheimische Kletterpflanze, die vor allem wegen ihrer auffälligen Blüten Verwendung findet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Namensherkunft
Clematis alpina wurde bereits von Carl von Linné beschrieben und benannt, aber erst 1768 von Philip Miller in die heute gültige Systematik eingeordnet.
[Bearbeiten] Taxonomie
Die Alpen-Waldrebe ist eine Art aus der Gattung Clematis, die 295 Arten umfasst und zur Familie der Ranunculaceae (Hahnenfussgewächse) gehört.
[Bearbeiten] Merkmale
[Bearbeiten] Wuchs
Die Pflanzen sind schwach kletternde Blattstiel-Ranker und können an einer geeigneten Kletterhilfe bis zu 3 Meter hoch werden.
[Bearbeiten] Blätter
Clematis alpina ist sommergrün, die Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind frischgrün und können einfach bis doppelt gefiedert sein. Die einzelnen Blättchen sind lanzettlich bis eiförmig und haben einen grob gesägten Rand. Der Austrieb erfolgt im April, das Laub fällt im Oktober ohne vorherige Herbstfärbung ab.
[Bearbeiten] Blüten und Früchte
Die grossen, glockenförmigen Blüten sind blau bis bläulich-violett und erscheinen von Mai bis Juli. Sie werden am vorjährigen Holz gebildet. Die nickenden Blüten sind einzeln angeordnet und sitzen auf bis zu zwölf Zentimeter langen Stielen. Die vier (selten fünf) Perigonblätter sind eiförmig zugespitzt. Die zehn bis zwölf weissen Staminodien umfassen gelbe Staubblätter.
Clematis alpina ist synözisch (alle Blüten sind zwittrig), die Bestäubung erfolgt üblicherweise durch Insekten.
Die Früchte sind aus einzelnen Nüsschen zusammengesetzt. Sie haben bis zu vier Zentimeter lange behaarte Griffel, die sich im Spätsommer und Herbst als sehr zierende, silbrig-haarige Büschel präsentieren.
[Bearbeiten] Wurzelsystem
Die flachen Wurzeln sind fleischig mit feinen Trieben.
[Bearbeiten] Verbreitung
Clematis alpina stammt aus ganz Europa mit Ausnahme der Britischen Inseln und der Iberischen Halbinsel. Sie ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 1. Februar 2001 geschützt.
[Bearbeiten] Standort
Die Alpen-Waldrebe bevorzugt lichten Schatten bis Halbschatten, in kühlen Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit kann sie auch in voller Sonne gepflanzt werden. Wie bei allen Clematisarten sollten der Wurzelballen und der untere Teil der Pflanze beschattet sein, zum Beispiel durch eine Begleitpflanzung mit Stauden. Die Pflanzen vertragen Temperaturen bis -28,2º C. Sie wachsen auf sandigen oder steinigen Lehmböden und fühlen sich in frischen Substraten wohl.
[Bearbeiten] Verwendung
Wegen ihrer frühen und sehr reichen Blüte eignet sich Clematis alpina sehr gut als Rankpflanze für Zäune und Pergolen. Im Steingarten kann sie auch als Bodendecker eingesetzt werden. Besonders schön ist die Wirkung, wenn man sie in Sträucher oder kleine Bäume pflanzt, die zur gleichen Zeit blühen, wie zum Beispiel Amelanchier laevis, Malus sargentii, Magnolia stellata, Magnolia x loebneri oder verschiedene Halesia-Arten.
[Bearbeiten] Pflege
Bei der Pflanzung sollte die Oberseite des Wurzelballens etwa fünf bis zehn Zentimeter unter die Erdoberfläche gesetzt werden. Dies fördert die Produktion von starken Trieben und baut Clematiswelke vor, obwohl diese bei Clematis alpina normalerweise kein Problem darstellt. Nach der Pflanzung wird die Pflanze auf etwa 30 Zentimeter über dem Boden zurückgeschnitten, hierfür sucht man sich ein gut entwickeltes, starkes Knospenpaar. Am Anfang müssen die Triebe noch am Rankgerüst befestigt werden, später klettern sie dann von selber.
Abgestorbene oder beschädigte Triebe können nach der Blüte entfernt werden. Triebe, die zum Beispiel über das Rankgerüst hinauswachsen können eingekürzt werden. Dadurch wird die Ausbildung neuer Triebe angeregt, die dann im nächsten Jahre Blüten tragen. Im späten Winter kann eine Mulchgabe mit Kompost oder gut verrottetem Mist erfolgen.
[Bearbeiten] Sorten
Die Züchtung konzentriert sich vor allem auf die Blütenfarbe, einige Sorten sind:
- Bettina, dunkelrosa
- Constance, dunkelviolett
- Frances Rivis, dunkelblau-violett
- Odorata, blassblau
- Pamela Jackman, dunkelblau-violett
- Ruby, rötlich-violett
- White Moth, weiss
[Bearbeiten] Giftigkeit
Clematis alpina ist giftig.
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
[Bearbeiten] Literatur
- Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
- Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
- Hans-Dieter Warda: Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. 2. Auflage. Bruns Pflanzen Export GmbH, Bad Zwischenahn 2001, ISBN 3-9803833-3-4.
- Georg W. Kröger, Peter Kiermeier: BdB Handbuch Wildgehölze. 8. Auflage. Verlagsgesellschaft "Grün ist Leben" mbH, Pinneberg 1996.
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