Catalpa bignonioides
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Catalpa bignonioides Walter |
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| Bignoniaceae | |||||
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Divisio: Magnoliophyta Subdivisio: Magnoliophytina Classis: Rosopsida Subclassis: Lamiidae Superordo: Lamianae Ordo: Scrophulariales |
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Catalpa bignonioides, umgangssprachlich Gewöhnlicher Trompetenbaum, ist ein Baum mit besonders auffälligen Blüten. Da der Laubaustrieb erst relativ spät erfolgt, und die Blätter im Herbst vergleichsweise früh abfallen wird der Baum spaßeshalber auch Beamten-Baum genannt (kommt spät, geht früh).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Namensherkunft
Catalpa bignonioides wurde 1788 von Thomas Walter beschrieben und benannt. Der Gattungsname Catalpa leitet ab aus der indianischen Bezeichnung < kutuhlpa > für Carolina, wo 1726 von Mark Catesby (1683-1749, englischer Naturhistoriker) eine der in den USA heimischen Arten entdeckt wurde. Der Artname bezieht sich auf die der Bignonia capreolata ähnelnden Blüten.
[Bearbeiten] Taxonomie
Der Gewöhnliche Trompetenbaum ist eine Art aus der Gattung Catalpa, die 11 Arten umfasst und zur Familie der Bignoniaceae (Trompetenbaumgewächse) gehört.
[Bearbeiten] Merkmale
[Bearbeiten] Wuchs
Der Baum wird etwa 15 m hoch und hat eine breite Krone mit ausladenden Ästen. Er ist schnellwüchsig und langlebig, der Jahreszuwachs beträgt 30 bis 35 Zentimeter in der Höhe und etwa 30 Zentimeter in der Breite. Bei alten Exemplaren können sich Absenkeräste bilden, die bewurzeln und neue Stämme bilden. So können bizarre Baumgebilde mit bis zu 60 Metern Durchmesser entstehen.
[Bearbeiten] Holz und Rinde
Die dünne Rinde ist hell gräulich-braun und längsrissig. Das Holz ist hart und spröde und verrottet nur langsam. Daher ist es gut für Pfosten oder Eisenbahnschwellen geeignet.
[Bearbeiten] Blätter
Catalpa bignonioides ist sommergrün, die Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie werden bis zu 25 Zentimeter lang und sind lang gestielt. Sie sind mittelgrün, ei- bis herzförmig und haben einen glatten Rand. Bei regelmäßigem kräftigem Rückschnitt werden besonders große Blätter gebildet. Im Herbst werden sie hellgelb und fallen früh ab. Wenn man sie zerreibt, verströmen sie einen unangenehmen Duft.
[Bearbeiten] Blüten und Früchte
Die glockenförmigen Blüten sind weiß und erscheinen von April bis Juli. Auf der Innenseite des Schlunds befinden sich zwei gelbe Streifen und violette Flecken. Die Einzelblüten haben einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern. Sie sind in aufrechten Rispen angeordnet, die 20 bis 30 Zentimeter lang sind. Sie werden gerne von Bienen und Hummeln angeflogen.
Die grünen Früchte sind fachspaltige Kapseln, sehen allerdings eher aus wie Schoten oder Bohnenhülsen. Sie sind bis zu vierzig Zentimeter lang, etwa 6-8 mm dick, und bleiben den ganzen Winter über bis ins Frühjahr hinein am Baum hängen.
[Bearbeiten] Wurzelsystem
C. bignonioides ist ein Herzwurzler mit dicken, fleischigen Wurzeln. Die Bäume reagieren sehr empfindlich auf Bodenverdichtungen.
[Bearbeiten] Verbreitung
Catalpa bignonioides stammt aus dem Südosten der USA und Florida. Dort wächst sie entlang von Flussläufen in feuchten, nährstoffreichen Böden.
[Bearbeiten] Standort
Der Gewöhnliche Trompetenbaum bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -28,2º C. Er ist recht anspruchslos an den Boden, fühlt sich aber besonders wohl in frischen bis feuchten Substraten, die gut durchlässig sein sollten. Am besten stehen die Pflanzen an einem windgeschützten Standort: Bedingt durch die Raschwüchsigkeit kommt es sonst leicht zu teilweise massiven Astbrüchen. Junge Pflanzen sollten vor starken Frösten geschützt werden. Trockenperioden werden nicht so gut, schlechte Sauerstoffversorgung des Bodens wird nicht vertragen. Catalpa bignonioides ist mäßig kalktolerant, gilt als industrie- und stadtklimafest.
[Bearbeiten] Verwendung
[Bearbeiten] Garten
Durch das zierende Laub, die exotisch anmutenden Blüten und die auffälligen Früchte eignen sich die Bäume sehr gut als Solitärgehölz, Park- und Straßenbaum aber auch für große Pflanzkübel. Gute Pflanzpartner sind zum Beispiel Aralia elata, Aristolochia macrophylla, Magnolien mit grossem Laub, Mahonia bealei, Bambusarten wie Sinarundinaria, Phyllostachys oder Sasa, Decaisnea, Hydrangea sargentiana, Rodgersia, Ligularia und Hosta. An nicht so nährstoffreichen und etwas trockeneren Standorten gibt es weniger Bruch- und Frostschäden, weil die Triebe besser ausreifen.
[Bearbeiten] Volksmedizin
Im fernen Osten werden die Früchte traditionell bei Nierenleiden eingesetzt, in der chinesischen Volksmedizin außerdem als Abortivum. Die Wirksamkeit ist allerdings nicht wissenschaftlich belegt.[1] Desweiteren gibt es Hinweise auf die Verwendung der Rinde als Medikament bei Wurminfektionen, die Samen sollen eine sedierende und krampflösende Wirkung haben. [2]
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
[Bearbeiten] Pflege
Wenn man besonders Wert auf die großen Blätter legt, werden die Pflanzen im zeitigen Frühjahr stark zurück geschnitten. Ansonsten können die Pflanzen für ein gesundes Wachstum während der Ruhephase im späten Winter oder frühen Frühjahr geschnitten werden. Hierbei werden falsch wachsende Triebe direkt an der Basis entfernt. Normalerweise ist aber kein Schnitt erforderlich.
[Bearbeiten] Arten und Sorten
- 'Aurea', leuchtend gelbes Laub
- 'Nana', kleiner Strauch
- 'Purpurea' (=C. x erubescens 'Purpurea'), Laub im Austrieb schwarz-rötlich
[Bearbeiten] Giftigkeit
Bis auf die Samen sind alle Teile der Pflanze schwach giftig. Sie enthalten Catalpin.
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
[Bearbeiten] Krankheiten und Schädlinge
Normalerweise sind die Bäume robust und haben keinerlei Probleme. Lediglich Bodenverdichtung oder tiefgründige Bodenbearbeitung nehmen sie übel.
[Bearbeiten] Belege
[Bearbeiten] Literatur
- Hans-Dieter Warda: Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. 2. Auflage. Bruns Pflanzen Export GmbH, Bad Zwischenahn 2001, ISBN 3-9803833-3-4.
- Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
- Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ G. Schneider (Hrsg.): Hagers Handbuch der der Pharmazeutischen Praxis: Drogen A - K. Springer-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-540-61618-7, S. 312.
- ↑ Catalpa bignonioides in der Flora of Pakistan (engl.)
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