Cornus kousa

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Cornus kousa Hance

Cornaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

    

Blütenform: radförmig<br>vierzählig
Frucht: Steinfrucht

VI

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Köpfchen

Blüte: einfach
Blütenhabitus: aufrecht

Kronenform: breit kegelförmig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Cornidae
Superordo:
Cornanae
Ordo:
Cornales
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Cornus kousa, umgangsprachlich Japanischer Blumen-Hartriegel, ist ein langsamwüchsiger Strauch oder kleiner Baum, der vor allem wegen seiner ungewöhnlichen Blüten und der auffälligen Herbstfärbung beliebt ist.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft

Cornus kousa Cornus kousa wurde bereits von F. Buerger beschrieben und benannt, aber erst 1873 von Henry Fletcher Hance gültig veröffentlicht. Der Gattungsname dürfte sich auf das harte Holz, nach (indogermanisch) <krnos>, beziehen. Als Artname wurde von Hance der japanische Name der Pflanze <kuosa>, der sich ebenfalls auf das harte Holz bezieht, in seine wissenschaftliche Bezeichnung aufgenommen.

Taxonomie

Cornus kousa ist eine Art aus der Gattung Cornus, die circa 67 bis 87 Arten umfasst und zur Familie der Cornaceae (Hartriegelgewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Cornus mas.

Merkmale

Cornus kousa - Blätter
Cornus kousa - Zweige
Cornus kousa - Fruchtstand

Wuchs

Der Strauch oder vielstämmige Baum wird etwa 7 m hoch und bis zu 5 Meter breit. Er wächst in der Jugend verhältnismäßig rasch, und hat eine "Vasen-förmige" Wuchsform der Hauptäste mit etagenartig angeordneten Zweigen. Mit zunehmendem Alter verringert sich der Zuwachs, und die Krone bekommt eine breit kegelförmige Form mit ausgeprägten Etagen; diese sind nicht so deutlich ausgeprägt wie bei Cornus controversa.

Blätter

Cornus kousa ist sommergrün, die Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind leicht gewellt, dunkelgrün, unterseits blaugrün, eiförmig bis elliptisch, 5 bis 9 cm lang und haben einen glatten Rand. Die Herbstfärbung ist leuchtend gelb bis scharlachrot.

Blüten und Früchte

Die Blüten sind grünlichgelbe Köpfchen; sie sind umgeben von vier großen radförmig angeordneten weißen Brakteen (Hochblättern). Diese insgesamt bis zu 8 cm breiten "Blüten" erscheinen Ende Mai bis Juni.

In genügend warmen Sommern entstehen die rosa-roten, fleischigen Früchte, die an Erdbeeren oder Himbeeren erinnern. Diese sind etwa 2 cm dick und sitzen an 4 bis 6 cm langen Stielen. Es sind miteinander zu einer Scheinfrucht verwachsene (aus den Einzelblüten des Blütenstandes hervorgegangene) Steinfrüchte. Sie sind sehr attraktiv, und sie sind essbar.

Wurzelsystem

Cornus kousa ist ein Flachwurzler. Die kräftigen Hauptwurzeln haben einen hohen Feinwurzel-Anteil, der den Oberboden intensiv durchwurzelt.

Verbreitung

Die Sträucher sind in Japan und Korea heimisch. Sie wachsen dort in Gebirgswäldern.

Standort

Cornus kousa bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und verträgt Temperaturen bis -29º C (Winterhärtezone 5a). Er wächst auf sandigen und steinigen Lehmböden, sandigen Tonböden und fühlt sich in frischen Substraten wohl. Er meidet Kalk und Staunässe, und ist in sandig-humosem, saurem bis neutralem (pH-Wert zwischen 4 und 6), genügend nahrhaftem Boden am besten aufgehoben.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Die Sträucher sind in Mitteleuropa ausreichend frosthart, und sie eignen sich wegen ihrer üppigen Blüten und spektakulären Herbstfärbung sehr gut als Solitärgehölze. Wegen ihres insgesamt verhaltenen Wuchses sind sie in (fast) jedem Garten unterzubringen. Sie sind sowohl im Frühsommer als auch im Herbst ein reizvoller Blickfang, z.B. an einer Böschung in Wassernähe, oder auch in einer lichten Gehölzpflanzung. Im "Kleinen Garten" kann ein Exemplar auch als "Hausbaum" dienen; dazu ist eine Eigenschaft förderlich: Cornus kousa vergreist schneller als C. kousa var. chinensis, was auch bedeutet, dass er insgesamt nicht so mächtig wird. Außerdem geeignet für Dachgärten, als Alleebaum und als Kübelpflanze.

Pflege

Um einen gesunden Wuchs zu unterstützen, können jene Triebe entfernt werden, die das Gesamtbild des Strauchs beeinträchtigen oder andere Triebe kreuzen. Generell sollte so wenig wie möglich geschnitten werden; wenn notwendig, dann bitte stets als "Sommerschnitt".

Sorten

Cornus kousa selbst ist in der Züchtung zu vielen Sorten veredelt worden, unter anderem:

  • Cornus kousa 'China Girl' - gelblichweiße Hochblätter, besonderer Blütenreichtum, breit ausladender Wuchs, leuchtend rote Herbstfärbung
  • Cornus kousa 'Eurostar' - cremeweißen Blüten mit leichtem rosa Hauch, kompakter Wuchs, gelbrote Herbstfärbung
  • Cornus kousa 'Goldstar' - hat Blätter mit einem gelben Zentrum, weiße Blüten mit rosa Hauch bei sonnigem Standort
  • Cornus kousa 'Satomi' - hat rosa Blüten (= Brakteen) und leuchtend dunkelpurpur Herbstlaub
  • Cornus kousa 'Teutonia' - mit großen weißen Hochblättern, im Herbst hellrote Früchte, leuchtend gelbe bis rote Herbstfärbung

Krankheiten und Schädlinge

Normalerweise sehr robuste Pflanzen, es kann allerdings zu einem Befall durch Baumkrebs kommen.

Cornus kousa subsp. chinensis - Frucht

Siehe auch

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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