Cydonia oblonga

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Cydonia oblonga Mill.

Rosaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze

Standort: Sonne   5

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

Blütenform: becherförmig
Frucht: Sammelbalgfrucht

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: einzeln

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Kronenform: breitkronig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rosanae
Ordo:
Rosales
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Cydonia oblonga, umgangssprachlich Birnen-Quitte, ist ein Baum.

Namensherkunft

Cydonia oblonga wurde 1768 von Philip Miller beschrieben und benannt.

Taxonomie

Cydonia oblonga ist eine Art aus der Gattung Cydonia, die circa 1 bis 2 Arten umfasst und zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) gehört.

Merkmale

Cydonia oblonga - Früchte

Wuchs

Die Bäume sind vergleichsweise langsamwüchsig und kurzlebig. Sie werden 5 bis 8 Meter hoch und haben eine breite Krone. Hauptwachstumszeit ist im Sommer. Die Wuchsbreite beträgt 3 bis 4 Meter.

Holz und Rinde

Blätter

Cydonia oblonga ist sommergrün. Die einfachen, grünen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind eiförmig, ganzrandig und gestielt. Die Belaubung ist locker.

Blüten und Früchte

Während der Blütezeit von Mai bis Juni ist Cydonia oblonga sehr attraktiv. Die Pflanzen tragen dann weiße becherförmige Blüten die einzeln angeordnet sind. Die Pflanzen sind diözisch, die Bestäubung erfolgt durch Fremdbestäubung über Tiere.

Von Sommer bis Herbst tragen die Bäume nur wenige gelbe Sammelbalgfrüchte. Die Früchte sind sowohl essbar als auch sehr zierend.

Wurzelsystem

Verbreitung

Cydonia oblonga stammt aus dem Kaukasus und dem Norden des Irans und ist in ganz Europa mit Ausnahme der Britischen Inseln, in der Türkei, Syrien, auf der Arabischen Halbinsel, in Zentralasien, Afghanistan, Pakistan und Nord-Afrika eingebürgert.

Standort

Die Bäume bevorzugen einen sonnigen Standort auf feuchten Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig sowie vergleichsweise mager sein. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen einen pH-Wert zwischen 5 und 6,5 sowie eine Oberbodendicke von mindestens 76 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 17 Wochen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: salzhaltige Böden, sauerstoffarme Böden
  • geringe Toleranz: zeitweise trockene Böden, kalkhaltige Böden

Verwendung

Der Zierwert von Cydonia oblonga entsteht vor allem durch den attraktiven Herbstaspekt. Geeignet für Hecken, außerdem geeignet als Bienenweide.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als mäßig pflegeintensiv einzustufen.

Vermehrung durch Aussaat oder durch Stecklinge.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Verformte, verfärbte oder abgestorbene Pflanzenteile weisen auf eine Bakterienerkrankung hin. Die befallenen Teile großzügig entfernen. Bessere Hygiene wirkt vorbeugend.

Geschwüre am Holz deuten auf einen Befall durch Feuerbrand hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten großzügig entfernt und vernichtet werden.

Wachsartige Fäden und Honigtau auf den Blättern und Sprossen deutet auf einen Befall durch Schmierläuse hin. Abhilfe schaffen Insektizide oder Nützlinge (Marienkäferlarven).

Ein weißer, puderartiger Belag auf der Pflanze deutet auf einen Befall durch Echten Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Weiße Büschel oder weißer Belag auf der Blattunterseite deutet auf einen Befall durch Falschen Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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