Cynara cardunculus

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Cynara cardunculus L.

Asteraceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   6

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform:

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vielz&auml;hlig
Frucht: Ach&auml;ne

82C / 7b4c9a 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Asteridae
Superordo:
Asteranae
Ordo:
Asterales
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Cynara cardunculus, umgangsprachlich Wilde Artischocke, ist eine Staude deren Kulturformen eine beliebte Delikatesse sind.

Namensherkunft

Cynara cardunculus wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt. Der Namensteil cardunculus bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blüten mit Disteln (Carduus).

Taxonomie

Die Wilde Artischocke ist die Typus-Art der Gattung Cynara, die circa 11 bis 18 Arten umfasst und zur Familie der Asteraceae (Korbblütler) gehört.

Merkmale

Cynara cardunculus - Habitus
Cynara cardunculus - Habitus
Cynara cardunculus - Blatt
Cynara cardunculus - Samen
Cynara cardunculus - Knospen
Cynara cardunculus - Blüte

Wuchs

Die Stauden werden bis zu 2,5 Meter hoch und haben einen horstartigen Wuchs. Die Stängel sind unbehaart bis dicht filzig behaart.

Blätter

Cynara cardunculus ist sommergrün, die Blätter sind wechselständig angeordnet. Die Basalblätter sind tief ein- bis zweifach gelappt und können bis zu zwei Meter lang sein. Die einzelnen Blattlappen sind länglich bis lanzettlich geformt und haben einen glatten bis grob gezähnten Rand. Sie sind außerdem mit bis zu drei Zentimeter langen Stacheln besetzt, die entlang des Blattstiels und an der Basis der Blattlappen oft dicht gedrängt stehen. Die Blattoberseite ist grau- bis weißfilzig, die Unterseite ist mit einem spinnwebenartigen Filz überzogen.

Die Tragblätter sind meist violett überhaucht und bis zu 15 Zentimeter lang.

Blüten und Früchte

Die Blüten sind einzeln angeordnet und erscheinen von August bis September. Die Hüllblätter sind lanzettlich bis breit eiförmig. An der Basis liegen sie dicht aneinander, zur Blattspitze hin stehen sie dann ab und enden meist in einer stacheligen Spitze. Die Röhrenblüten sind blau bis violett, selten weiß, und haben eine Länge von drei bis fünf Zentimetern.

Die Früchte sind Achänen.

Wurzelsystem

Die Stauden haben fleischige Pfahlwurzeln.

Verbreitung

Cynara cardunculus stammt von der Iberischen Halbinsel, aus Frankreich, von der Apenninen- und der Balkanhalbinsel sowie aus Nord-Afrika und ist eingebürgert in Argentinien und Chile.

Standort

Die Wilde Artischocke bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -23,3º C (Winterhärtezone 6a). Sie wächst auf steinigen Lehmböden fühlt sich in frischen, gut durchlässigen Substraten wohl. Am besten pflanzt man sie vor starken Winden geschützt.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Im Garten besticht die Wilde Artischocke durch ihre großen Blattrosetten und den auffälligen Blütenstand. Sie eignet sich gut als architektonische Solitärstaude in Kombination mit z.B. Lavandula x intermedia oder Panicum virgatum. Die Blütenstände können als Trockenblumen verwendet werden.

Als Arzneipflanze wird Cynara cardunculus bereits seit der Antike verwendet. Sie enthält Wirkstoffe, die die Leber schützen und anregend auf die Gallenproduktion wirken. Dadurch wird sie vor allem bei Verdauungsproblemen wie Völlegefühl und Blähungen eingesetzt. Des weiteren soll sie den Blutzucker senken und wird auch zu Behandlung von Gelbsuchtsymptomen herangezogen.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Pflege und Vermehrung

Im Winter sollten die Pflanzen mit Laub oder Reisig abgedeckt werden, um sie vor Winternässe und Frost zu schützen. Wenn man hauptsächlich Wert auf das Laub legt sollten die Blütenstände entfernt werden sobald sie im Sommer erscheinen.

Die Vermehrung erfolgt über Aussaat oder Teilung im Frühling.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Die Pflanzen sind anfällig für den Befall durch Grauschimmelfäule, Blattläuse und werden auch gerne von Nacktschnecken besucht.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Cynara cardunculus bei eFloras (engl.)

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