Fraxinus excelsior

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Fraxinus excelsior L.

Oleaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   4

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: verkehrt<br>eilanzettlich

Blattgliederung: unpaarig gefiedert

    

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vierz&auml;hlig
Frucht: Fl&uuml;gelnuss

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Rispe

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Kronenform: breitkronig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Oleanae
Ordo:
Oleales
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Fraxinus excelsior, umgangssprachlich Gemeine Esche, Gewöhnliche Esche, ist ein ausladender Baum mit schwarzen Winterknospen.

Namensherkunft

Fraxinus excelsior wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Fraxinus excelsior ist eine Art aus der Gattung Fraxinus, die circa 71 bis 96 Arten umfasst und zur Familie der Oleaceae (Ölbaumgewächse) gehört.

Merkmale

Fraxinus excelsior - Habitus
Fraxinus excelsior - Blätter
Fraxinus excelsior - Rinde
Fraxinus excelsior - Zweige
Fraxinus excelsior - Früchte
Fraxinus excelsior - Samen

Wuchs

Die vergleichsweise kurzlebigen Bäume haben eine breite Krone und werden 20 bis 35 Meter hoch. Die Wuchsbreite beträgt bis über 15 Meter.

Holz und Rinde

Die Rinde ist abblätternd und grau.

Blätter

Fraxinus excelsior ist sommergrün. Die unpaarig gefiederten, grünen Blätter sind gegenständig angeordnet. Die verkehrt eilanzettlichen Fiederblättchen sind ganzrandig. Sie sind gestielt und haben Nerven, die in den Blattrand auslaufen. Die Blätter haben eine kahle Oberfläche. Im Herbst nehmen sie eine attraktive gelbe Färbung an.

Blüten und Früchte

Von April bis Mai trägt Fraxinus excelsior aufrechte, weiße radförmig vierzählige Blüten die in Rispen angeordnet sind. Die Pflanzen sind diözisch, die Bestäubung erfolgt durch Fremdbestäubung durch den Wind.

Im Herbst tragen die Bäume braune Flügelnüsse.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden tiefe Wurzeln.

Verbreitung

Fraxinus excelsior stammt aus ganz Europa, der Türkei, Syrien, dem Kaukasus und dem Norden des Irans.

Standort

Die Bäume bevorzugen einen sonnigen Standort auf frischen bis feuchten Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig oder kiesig-lehmig sein und einen pH-Wert zwischen 8 und 10 aufweisen. Sie vertragen Temperaturen bis -35°C (WHZ 4). Die Pflanzen eignen sich für den Quellschutz, den Uferschutz von Weichholzzonen an breiten Fließgewässern, den Uferschutz von Hartholzzonen an breiten Fließgewässern und den Uferschutz schmaler Fließgewässer.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Verwendung

Der Zierwert von Fraxinus excelsior entsteht vor allem durch das zierende Laub. Am besten kommen die Bäume in Gruppen von über 15 Stück zur Geltung. Geeignet für Wind- und Bodenschutz und für Lärm- und Staubschutz, außerdem geeignet als Alleebaum, Hangbepflanzung, Solitär, Bienenweide, Vogelweide und als Vogelschutzgehölz.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als mäßig pflegeintensiv einzustufen.

  • Für einen gesunden Wuchs im Spätwinter oder im zeitigen Frühjahr schiefe oder überkreuzt wachsende Äste entfernen.

Vermehrung durch Aussaat im Frühbeetkasten im Frühjahr oder im Herbst. Die Pflanzen sind Kaltkeimer, müssen also stratifiziert werden.

Sorten

Giftigkeit

Die Flechten auf der Rinde können bei Kontakt zu Hautreizungen führen

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Blattflecken und welke Blüten deuten auf Anthraknose hin. Dies ist eine Pilzerkrankung die die Pflanze zum Absterben bringt. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und vernichtet werden. Bessere Belüftung und Hygiene wirken vorbeugend.

Offene Wunden an Wurzeln und Sprossen, oft einhergehend mit erhabenen Borkenringen und Pusteln deuten auf eine Pilzerkrankung hin. Die befallenen Teile sollten entfernt und vernichtet werden.

Ein weißer, puderartiger Belag auf der Pflanze deutet auf einen Befall durch Echten Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Weiße Büschel oder weißer Belag auf der Blattunterseite deutet auf einen Befall durch Falschen Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Braune, orange oder gelbliche Pusteln auf Sprossen oder Blattunterseiten werden wahrscheinlich durch Pilzbefall (Rost) hervorgerufen. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und ein Fungizid eingesetzt werden. Außerdem sollte die Belüftung verbessert und die Luftfeuchtigkeit verringert werden.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)


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