Lonicera x purpusii

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Lonicera x purpusii Rehder

Caprifoliaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

Blütenform: röhrenförmig
Frucht: Beere

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Köpfchen

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Cornidae
Superordo:
Dipsacanae
Ordo:
Dipsacales


Lonicera x purpusii, die "Winter-Duft-Heckenkirsche", ist ein Strauch der im Winter cremeweiße, angenehm duftende Blüten trägt.

Namensherkunft

Lonicera x purpusii wurde 1923 von Alfred Rehder beschrieben und benannt. Das Artephiteton purpusii wählte er zu Ehren der deutschen Brüder Carl Albert (1853-1941) und Joseph Anton (1860-1932) Purpus, die bekannte Pflanzensammler waren.

Taxonomie

Lonicera x purpusii ist eine Art aus der Gattung Lonicera, die circa 128 bis 432 Arten umfasst und zur Familie der Caprifoliaceae (Geissblattgewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Lonicera caprifolia.

Merkmale

L. x purpusii - habitus
L. x purpusii rötliche Zweige
L. x purpusii - Blätter
L. x purpusii - Blüten
L. x purpusii - Herbstliches Laub
L. x purpusii - Blüten an kahlen Zweigen im Winter
L. x purpusii - Blüten mit neuem Blattaustrieb im Frühjahr

Wuchs

Die Sträucher werden etwa zwei Meter hoch und bis zu 2,5 Meter breit. Sie haben einen dichten, aufrechten Wuchs mit elegant überhängenden Zweigen.

Holz und Rinde

Junge Triebe haben eine rot-violette Rinde, an älteren Zweigen bildet sich eine bräunliche, in langen Steifen abfasernde Rinde.

Blätter

Die eiförmigen, 5 bis 8 cm langen und 3,5 cm breiten Blätter von Lonicera x purpusii sind sommergrün, in milden Wintern auch wintergrün. Die kurz gestielten Blätter sind gegenständig angeordnet, oberseits dunkelgrün und unterseits blaugrün. Die Blätter sind beiderseits fast kahl, nur ihre Nerven sind unterseits behaart, und sie haben einen glatten Rand.

Blüten und Früchte

Die röhren- bis trichterförmigen Blüten sind cremeweiß mit blassgelben Staubbeuteln und stehen zu 2 bis 4 in achselständigen Büscheln. Sie erscheinen oft schon im Dezember und blühen, mit Hauptblütezeit im Februar/März, bis in den April hinein; sie duften sehr intensiv. L. x purpusii ist nicht nur durch die ungewöhnliche Blütenzeit sondern auch durch die nach Honig duftenden Blüten ein gutes Winterziergehölz.

Die Früchte sind kugelige rote Beeren, sie werden aber trotz des reichen Blütenansatzes nur selten ausgebildet.

Herkunft

Lonicera x purpusii ist eine gärtnerische Kreuzung aus Lonicera fragrantissima und Lonicera fragrantissima ssp. standishii (=Lonicera standishii).

Standort

Lonicera x purpusii bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, wobei in der Sonne mehr Blüten produziert werden. Sie verträgt Temperaturen bis -28,2º C (Winterhärtezone 5a). Die Sträucher sind recht anspruchslos und tolerieren jeden bearbeiteten Gartenboden, fühlen sich jedoch in frischen bis feuchten, nährstoffreichen und durchlässigen Substraten besonders wohl.

Verwendung

Der Zierwert von Lonicera x purpusii entsteht vor allem durch den Duft. Geeignet für gemischte Strauchrabatten sowie in Hecken, durch die relativ geringe Größe auch für kleinere Gärten geeignet. Die Pflanzen können auch als Spalier an Mauern oder Zäunen gezogen werden. Die duftenden Zweige machen sich auch gut in einer Blumenvase. Außerdem geeignet als Vogelschutzgehölz.

Pflege und Vermehrung

Nach der Blüte die abgeblühten Triebe auf kräftige Knospen oder junge Triebe zurückschneiden. Bei älteren Pflanzen etwa ein Viertel der alten Triebe bis zur Basis zurückschneiden.

Vermehrung durch Aussaat der reifen Samen im Frühbeetkasten, durch Absenker sowie durch Grünstecklinge im Frühjahr.

Varietäten, Sorten

  • L. x purpusii 'Winter Beatuy', besonders intensiver Duft

Giftigkeit

Die Beeren sind schwach giftig und verursachen Übelkeit.

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Krankheiten und Schädlinge

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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