Nerium oleander

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Nerium oleander L.

Apocynaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   10

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Immergrün

Blattform: lanzettlich

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Balgfrucht

63D / e981ab 

Knospenanordnung: Zyme

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Gentiananae
Ordo:
Gentianales
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Nerium oleander, umgangssprachlich Oleander, ist ein Strauch.

Namensherkunft

Nerium oleander wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Nerium oleander ist die einzige Art in der Gattung Nerium, die zur Familie der Apocynaceae (Hundsgiftgewächse) gehört.

Merkmale

Nerium oleander - Blätter
Nerium oleander - Blüten

Wuchs

Die vergleichsweise schnellwüchsigen Sträucher werden 4 Meter hoch, sie haben einen aufrechten Wuchs und bilden mehrere Stämme aus. Hauptwachstumszeit ist von Frühjahr bis Herbst. Die Wuchsbreite beträgt 1 bis 1.5 Meter.

Holz und Rinde

Die Rinde ist grau.

Blätter

Nerium oleander ist immergrün. Die einfachen, grünen Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind lanzettlich und ganzrandig. Die Blätter haben eine ledrige Oberfläche. Die Belaubung ist dicht.

Blüten und Früchte

Während der Blütezeit von Juni bis September ist Nerium oleander sehr attraktiv. Die Pflanzen tragen dann rosafarbene radförmig fünfzählige Blüten die in Zymen angeordnet sind. Die Pflanzen sind zwittrig, die Bestäubung erfolgt durch Fremdbestäubung über Tiere.

Von Sommer bis Herbst tragen die Sträucher braune Balgfrüchte.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden flache Wurzeln.

Verbreitung

Nerium oleander stammt von der Iberischen Halbinsel, aus Frankreich (ohne Korsika), von der Apenninenhalbinsel, der Balkanhalbinsel, aus der Türkei, dem östlichen Mittelmeerraum, dem Iran, Nordwest-Afrika und Libyen und ist auf der Krim-Halbinsel und im Kaukasus eingebürgert.

Standort

Die Sträucher bevorzugen einen sonnigen Standort auf frischen bis feuchten Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig sowie vergleichsweise mager sein. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen einen pH-Wert zwischen 5,5 und 7,8 sowie eine Oberbodendicke von mindestens 41 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen nur über mindestens 1°C (WHZ 10) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 33 Wochen. Im Winter stehen die Pflanzen am besten hell, frostfrei.

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: sauerstoffarme Böden, Ballentrockenheit
  • geringe Toleranz: kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: salzhaltige Böden, zeitweise trockene Böden

Verwendung

Der Zierwert von Nerium oleander entsteht vor allem durch den attraktiven Herbstaspekt und den Duft. Geeignet für den Wintergarten, außerdem geeignet als Kübelpflanze.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als wenig pflegeintensiv einzustufen.

  • Für gesundes Wachstum wöchentlich während des Wachstums .
  • Die Temperatur sollte im Winter bei 5°C liegen.
  • Nach Bedarf können die Pflanzen auf den Stock gesetzt werden.

Vermehrung durch Aussaat oder durch Stecklinge.

Sorten

Giftigkeit

Nerium oleander ist mäßig giftig.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Verformte, verfärbte oder abgestorbene Pflanzenteile weisen auf eine Bakterienerkrankung hin. Die befallenen Teile großzügig entfernen. Bessere Hygiene wirkt vorbeugend.

Unregelmäßige Schwellungen, sogenannte 'Gallen' sind ein Zeichen für einen Befall durch Insekten oder Milben, können aber auch auf eine Bakterien- oder Pilzerkrankung hindeuten. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt werden, zusätzlich sollte die Durchlässigkeit des Bodens verbessert und ein Verletzen der Pflanzen vermieden werden.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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