Quercus robur

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Quercus robur L.

Fagaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton - Bodenart: Torf

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: verkehrt eiförmig

Blattgliederung: einfach

    

Blütenform: keine Angabe
Fruchtform: Nuss

150A / b5cd1f 

Knospenanordnung: Büschel

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: keine Angabe

Kronenform: breitkronig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Hamamelididae
Superordo:
Faganae
Ordo:
Fagales
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Quercus robur (Stiel-Eiche oder Sommer-Eiche) ist ein sommergrüner Laubbaum, der vor allem in Europa und dem nördlichen Kleinasien verbreitet ist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Taxonomie

Die Stiel-Eiche gehört zur Gattung Quercus in der Familie der Fagaceae (Buchengewächse).

[Bearbeiten] Merkmale

[Bearbeiten] Wuchs

Quercus robur ist ein mäßig wüchsiger Baum mit breiter, hochgewölbter Krone. Der Stamm ist meist kurz, der Kronenaufbau locker und licht. Die starken Äste sind unregelmäßig angeordnet und weit ausladend. Im Alter sind sie oft malerisch gedreht. allerdings auch brüchig und schneebruchgefährdet.

[Bearbeiten] Holz und Rinde

Die Rinde ist anfangs hellgrau und glänzend, mit dem Alter wird sie bräunlich bis schwarz und tief gefurcht. Das Holz der Stiel-Eiche ist sehr hart mit scharf voneinander abgesetzen Jahresringen. Es besitzt eine hervorragende Haltbarkeit, auch unter Wasser, weshalb Eichenpfähle oft beim Schiffs- und Brückenbau eingesetzt werden.

[Bearbeiten] Blätter

Quercus robur treibt Ende April bis Anfang Mai aus, etwas später als Quercus petraea. Die Blätter sind verkehrt eiförmig und fast sitzend, die Oberseite ist dunkel-, die Unterseite hellgrün. Sie sind unregelmäßig gelappt mit einem zweilappigen (geöhrten) Blattgrund und färben sich im Herbst oft leuchtend gelb. An jungen Exemplaren bleibt das Laub manchmal bis zum Frühjahr am Baum.

Früchte von Quercus robur

[Bearbeiten] Blüten und Früchte

Die windbestäubten Blüten des einhäusigen Baumes erscheinen Ende April bis Anfang Mai. Die männlichen Blüten sind unauffällig grüne Kätzchen, die weiblichen sind gelblich-grüne Büschel und an langen Stielen angeordnet.

Im September und Oktober trägt Quercus robur Nussfrüchte (Eicheln) mit einer becherförmigen Cupula. Sie sitzen an langen Stielen, woher auch der Name Stiel-Eiche stammt. Die Eicheln haben einen hohen Gehalt von Bitter- und Gerbstoffen und sind ausserdem sehr stärkehaltig.

[Bearbeiten] Wurzelsystem

Die Stiel-Eiche ist ein Tiefwurzler, der den Boden intesiv durchwurzelt und auch sauerstoffarme Unterböden erschließt. Das Wurzelsystem ist verhältnismäßig unempfindlich und verträgt teilweises Einpflaster. Sehr emfpindlich reagiert Quercus robur auf Grundwasserabsenkungen, kurzzeitige Überschwemmungen machen ihr hingegen wenig aus.

Verbreitungsgebiet der Stiel-Eiche

[Bearbeiten] Verbreitung

Die Stiel-Eiche findet man in ganz Europa sowie im nördlichen Kleinasien. In Mitteleuropa wächst sie von norddeutschen Tiefland bis ins Alpenvorland bis zu einer Höhe von 900 Metern. Am wohlsten fühlt sie sich allerdings im Flachland in Auen und Niederungen und in artenreichen Laubmischwäldern.

[Bearbeiten] Standort

Quercus robur ist im allgemeinen sehr robust und anspruchslos, entwickelt sich aber am besten auf nährstoffreichen, frisch bis feuchten Böden an einem sonnig bis licht schattigen Standort. Bevorzugt werden schwere Lehmböden mit alkalischer Bodenreaktion, wobei schwach sauere Böden auch toleriert werden.

[Bearbeiten] Verwendung

Stamm der Tausendjährigen Eiche bei Reith
Stammquerschnitt einer Stiel-Eiche. Die Jahresringe sind gut zu erkennen.

[Bearbeiten] Zierpflanze

Für den normalen Hausgarten ist Quercus robur zu groß, in Grünanlagen oder zum Beispiel als Hof- oder Alleebaum ist sie aber sehr gut geeignet. Sie kann auch für Baumhecken in freier oder geschnittener Form oder in Gehölzgruppen gepflanzt werden.

[Bearbeiten] Ingenieurbiologie

Durch ihr intesives Wurzelsystem ist die Stiel-Eiche sehr gut für die Boden- und Uferbefestigung geeignet.

[Bearbeiten] Tiernährgehölz

Die Früchte sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele Vögel und Säugetiere, außerdem bietet der Baum Futter und Lebensraum für zahlreichen Insektenarten. Bienen befliegen ihn im Mai wegen der Pollen, im Juni wegen des Blatthonigs.

Die Eicheln werden auch heute noch zur Schweinemast eingesetzt, da sie dem Fleisch eine besondere Würze verleihen.

[Bearbeiten] Holznutzung

Das Holz der Stiel-Eiche ist hart und gut zu bearbeiten. Es eignet sich als Bauholz, für Eisenbahnschwellen, Pfähle und Masten sowie für den Wasserbau. Im Innenausbau wird es als Parkett oder Furnier verarbeitet und dient für den Bau von Treppen und Möbeln.

[Bearbeiten] Frucht

Die sehr stärkehaltigen Eicheln enthalten viele Bitterstoffe, die allerdings durch ausgiebiges Wässern entfernt werden können. Die getrockneten Früchte können dann zu Mehl verarbeitet werden, oder geröstet und gemahlen als Kaffeeerstatz dienen.

[Bearbeiten] Gerbstoff

Rinde, Laub und Früchte haben einen hohen Gerbstoffanteil, weshalb sie viel in der Ledergerberei eingesetzt wurden. In der Naturheilkunde wird die adstringierende und entzündungshemmende Wirkung durch die Zubereitung von Eichenrinden-Tees und Tinkturen genutzt, die blutstillend und und fiebersenkend wirken. Die gerösteten und gemahlenen Eicheln werden als Kaffe oder sogar als Schokolade bei Darm- und Magenschwäche eingesetzt.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

[Bearbeiten] Pflege

Der günstigte Pflanztermin für die Stiel-Eiche ist im Frühjahr. Sie lässt sich gut auf den Stock setzen, da ein starker Ausschlag aus schlafenden Augen stattfindet.

Der goldgelbe Austrieb von Quercus robur 'Concordia'
Mehltau auf einer Stiel-Eiche

[Bearbeiten] Arten und Sorten

Quercus robur bastardiert mit Quercus petraea, die Zwischenform ist Quercus x rosacea (Gewöhnliche Bastard-Eiche). Für den Siedlungsbereich gibt es folgende Sorten:

[Bearbeiten] Krankheiten und Schädlinge

Die Stiel-Eiche ist anfällig gegen Echten Mehltau sowie Befall durch Eichensplintkäfer und Eichenwickler.

[Bearbeiten] Mensch und Quercus robur

Die Eiche hat in der Geschichte der Menschen schon früh eine große Rolle gespielt. Da es aber kaum möglich ist, ihre Bedeutung und Nutzung einzelnen Arten der Gattung eindeutig zuzuordnen, werden sie im Artikel Quercus beschrieben.

[Bearbeiten] Literatur

Quercus robur auf einer Briefmarke der Sowjetunion

[Bearbeiten] Siehe auch

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