Rosa rugosa

Aus Hortipedia
(Weitergeleitet von Rosa regeliana)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Rosa rugosa Thunb.

Rosaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: elliptisch

Blattgliederung: unpaarig gefiedert

    

Blütenform: radförmig<br>fünfzählig
Fruchtform: Rosenfrucht

66B / bc004e 

Knospenanordnung: einzeln

Blüte: einfach
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rosanae
Ordo:
Rosales
[Bearbeiten]   [Versionen]

Rosa rugosa (= Rosa regeliana), umgangsprachlich Kartoffel-Rose, ist ein Neophyt und ist in Deutschland seit 1854 in Kultur bekannt[1].

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Namensherkunft

Rosa rugosa wurde 1784 von Carl Peter Thunberg beschrieben und benannt. Der Namensteil rugosa leitet sich vom lateinischen rugosus ab, was "runzelig, faltig" bedeutet und sich auf die Oberseite der Blätter bezieht[2].

[Bearbeiten] Taxonomie

Die Kartoffel-Rose ist eine Art aus der Gattung Rosa, die 149 Arten umfasst und zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) gehört.

[Bearbeiten] Merkmale

[Bearbeiten] Wuchs

Die Sträucher werden etwa ein bis zwei Meter hoch. Sie haben kräftige aufrechte Stämme, die dicht mit Stacheln und Borsten besetzt sind. Sie haben eine normale Wuchsgeschwindigkeit und sind sehr langlebig.

[Bearbeiten] Stacheln

Die Stacheln der Kartoffel-Rose sind gelblich. Sie sind sowohl in Länge (bis zu fünf Millimeter) als auch in Form (länglich rund bis gerade) sehr variabel und an den Stämmen stark gemischt. Die Spitzen sind sehr fein und verbreitern sich gleichmäßig zur Basis hin. Dort sind sie filzig behaart. Zwischen die Stacheln mischen sich drüsige Borsten.

Blütenstand und runzelige Blätter
Früchte von R. rugosa 'Alba'

[Bearbeiten] Blätter

Rosa rugosa ist sommergrün, die wechselständigen Blätter sind unpaarig gefiedert mit sieben bis neun Fiederblättchen. Diese sind elliptisch und haben einen grob gesägten Rand. Die stark runzelige Oberfläche ist glänzend dunkelgrün gefärbt, die Unterseite ist graugrün behaart. Im Herbst färben sich die Blätter leuchtend gelb. Die Gesamtlänge inklusive Stiel beträgt fünf bis dreizehn Zentimeter. Die Nebenblätter sind zum größten Teil mit dem Blattstiel verwachsen.

[Bearbeiten] Blüten und Früchte

Die radförmig fünfzähligen Blüten erscheinen von Juni bis September. Sie haben einen Durchmesser von sechs bis acht Zentimetern und verströmen einen intensiven, angenehmen Duft. Das Farbspektrum reicht normalerweise von rot bis dunkelrosa, es sind aber auch weiße Formen bekannt (Rosa rugosa fo. alba). Die Blüten sind meist einzeln angeordnet, manchmal stehen sie aber auch zu zweit oder zu dritt. Die 5 Sepalen sind eilanzettlich geformt und haben eine behaarte Oberseite. Die Petalen sind verkehrt eiförmig. Die Blüten sind synözisch (zwittrig) und werden durch Insekten bestäubt.

Die roten Hagebutten entwickeln sich im Herbst und werden in großer Fülle angesetzt. Sie sind rundlich, fleischig und bis zu 2,5 Zentimeter dick. Durch den reichen Fruchtschmuck bieten die Sträucher auch unbelaubt einen schönen Anblick.

[Bearbeiten] Wurzelsystem

Die Kartoffel-Rose bildet unterirdische Ausläufer, aus denen sie neue Schößlinge hervorbringt. Die Pflanzen sind äußerst tolerant gegen Übersanden und bilden dann zahlreiche Jungpflanzen, die sich ungestört zu hektargroßen Beständen ausbreiten können.

[Bearbeiten] Verbreitung

Rosa rugosa stammt aus Ost-Sibirien, von der Insel Sachalin, aus Kamtschatka, Nord-China, Korea und Japan. Dort kommt sie vor allem auf Dünen und in Dünenwäldern an den Küsten vor. Auf den Britischen Inseln, in Nordeuropa, Frankreich, Zentraleuropa, dem östlichen Mitteleuropa und Osteuropa gilt die Kartoffel-Rose als eingebürgert. Sie wurde zunächst als Zierpflanze eingeführt, in Osteuropa auch zur Fruchtgewinnung. Aus den Gärten heraus verwilderte sie und wird nun besonders in Küstengebieten als invasive Pflanze eingestuft.

[Bearbeiten] Standort

Die Kartoffel-Rose bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und verträgt Temperaturen bis -28,2º C. Sie wächst auf sandigen und steinigen Lehmböden und fühlt sich in trockenen bis frischen Substraten wohl. Trockenperioden werden gut, schlechte Sauerstoffversorgung des Bodens wird schlecht vertragen. Rosa rugosa ist nur mäßig kalktolerant, bei einem zu hohem pH-Wert bekommt sie Eisenchlorose. Sie ist sehr hitzebeständig und vertragt sowohl Einsanden als auch den Kontakt mit Salzluft.

[Bearbeiten] Verwendung

[Bearbeiten] Garten

Durch ihre Robustheit und duftenden Blüten eignet sich die Kartoffel-Rose sehr gut für Hecken oder als Böschungsbegrünung. Da sie außerdem wenig Pflege erfordert ist sie auch gut als Straßenbegleitgrün oder für Schutzpflanzungen geeignet. Ihre Blüten werden von zahlreichen Insekten besucht und die Hagebutten bieten reichlich Nahrung für heimische Vogelarten.

Die Sträucher sind außerdem ein gutes Pioniergehölz zur Rekultivierung von Sonderstandorten. Durch ihren invasiven Wuchs sollten sie in der freien Natur allerdings nur dort eingesetzt werden, wo einheimische Gehölze nicht wachsen und auch dort nur mit großem Bedacht.

[Bearbeiten] Nahrungsmittel

Die Hagebutten sind ein wichtiger Lieferant von Vitamin C und können in manchen Gegenden durchaus als Volksheilmittel angesehen werden. Der Nutzen als Nahrungsmittel steht aber eher im Vordergrund, da die Früchte sich sehr gut zu Marmelade, Gelee oder Wein verarbeiten lassen.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

[Bearbeiten] Pflege

Die Kartoffel-Rose ist sehr pflegeleicht. Da sie sehr bereitwillig immer wieder austreibt kann sie ganz nach Bedarf geschnitten werden.

[Bearbeiten] Arten und Sorten

Durch ihre Robustheit und Variabilität der Blütenfarbe sind über die Jahre zahlreiche Sorten von Rosa rugosa entstanden. Unter anderem

Schäden durch Streusalz

[Bearbeiten] Krankheiten und Schädlinge

Sehr robust und daher weder anfällig für den Befall durch Schädlinge oder Pilzkrankheiten. Probleme treten lediglich bei falscher Standortwahl auf. Rosa rugosa weist zwar eine sehr hohe Salzresistenz auf, dies bezieht sich aber hauptsächlich auf den permanenten Kontakt mit Salzluft. Bei Kontakt mit Streusalz kann es hingegen zu Chlorosen kommen.

[Bearbeiten] Belege

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

Rosa rugosa - Briefmarke Neuseeland 1997
  1. Rosa rugosa bei FloraWeb
  2. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 546.

[Bearbeiten] Non-commercial Links

Mehr Bilder zu Rosa rugosa auf den HP commons leaf writing logo file 6KB.jpg

QR Code für diesen Artikel generieren

fr:Rosa rugosa

Commercial Links

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Werkzeuge
Werbung
In anderen Sprachen