Rosmarinus officinalis

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Rosmarinus officinalis L.

Lamiaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   8

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Immergrün

Blattform: nadelförmig

Blattgliederung: einfach

Blütenform: Lippenblüte
Frucht: Klausenfrucht

97D / c6bceb 

Knospenanordnung: Traube

Blüte: einfach
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: buschig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Lamiidae
Superordo:
Lamianae
Ordo:
Lamiales
Subordo:
Lamiineae
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Rosmarinus officinalis, umgangssprachlich Rosmarin, ist ein buschiger Strauch, dessen Blätter sowohl als Küchenkräuter als auch in der Naturheilkunde Verwendung finden.

Namensherkunft

Rosmarinus officinalis wurde von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Rosmarinus officinalis ist eine Art aus der Gattung Rosmarinus, die 7 Arten umfasst und zur Familie der Lamiaceae (Lippenblütler) gehört.

Merkmale

Wuchs

Die vergleichsweise langlebigen Sträucher werden 80 bis 150 Zentimeter hoch, sie haben einen halb aufrechten Wuchs und bilden mehrere Stämme aus. Hauptwachstumszeit ist im Frühjahr und im Sommer. Die Wuchsbreite beträgt 1 bis 1.5 Meter.

Holz und Rinde

Die Rinde ist abblätternd und weiß.

Blätter

Rosmarinus officinalis ist immergrün. Die einfachen, grünen Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind nadelförmig, ganzrandig und sitzend. Die Blätter haben eine filzige Oberfläche. Die Belaubung ist dicht.

Blüten und Früchte

Während der Blütezeit von Mai bis Juni ist Rosmarinus officinalis sehr attraktiv. Die Pflanzen tragen dann hellblaue, duftende Lippenblüten die in Trauben angeordnet sind.

Von Frühjahr bis Sommer tragen die Sträucher braune Klausenfrüchte die sowohl essbar als auch sehr zierend sind.

Wurzelsystem

Verbreitung

Rosmarinus officinalis stammt von der Iberischen Halbinsel, aus Frankreich (ohne Korsika), von der Apenninenhalbinsel, der Balkanhalbinsel, aus der Türkei, Algerien und Tunesien und ist in der Schweiz und auf der Krim-Halbinsel eingebürgert.

Standort

Die Sträucher bevorzugen einen sonnigen Standort auf trockenen bis frischen Böden. Das Substrat sollte kiesig-lehmig sein und einen pH-Wert zwischen 5 und 7,5 aufweisen. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen eine Oberbodendicke von mindestens 36 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -12°C (WHZ 8) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 29 Wochen. Die Pflanzen bevorzugen einen geschützen Standort. Im Winter stehen die Pflanzen am besten hell, frostfrei.

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: sauerstoffarme Böden, Staunässe
  • mittlere Toleranz: salzhaltige Böden, kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: zeitweise trockene Böden

Verwendung

Der Zierwert von Rosmarinus officinalis entsteht vor allem durch den Duft und das zierende Laub. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 40 bis 50 Zentimetern, am besten kommen die Sträucher in Gruppen von 3 bis 5 Stück zur Geltung. Die Sträucher eignen sich zur Kultur im Kalthaus, eine ganzjährige Freilandkultur ist nur in Regionen mit milden Wintern möglich. Geeignet für Bauerngärten, Steingärten, Hecken, Gehölzrabatten, gemischte Rabatten und für den Wintergarten, außerdem geeignet als Bodendecker, Kübelpflanze, Formgehölz und als Bienenweide.

Pflege und Vermehrung

  • Verwelkte Blüten entfernen.
  • Wenn die Symmetrie gestört ist im späten Frühjahr sämtliche Triebe leich einkürzen.

Vermehrung durch Aussaat im Frühbeetkasten im Frühjahr oder durch halbharte Stecklinge im Sommer.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Verformte, verfärbte oder abgestorbene Pflanzenteile weisen auf eine Bakterienerkrankung hin. Die befallenen Teile großzügig entfernen. Bessere Hygiene wirkt vorbeugend.

Geschwüre am Holz deuten auf einen Befall durch Feuerbrand hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten großzügig entfernt und vernichtet werden.

Plötzliche Welke oder fahlgrüne Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall (Phytophthora-Wurzelfäule) hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Vorbeugend sollten Staunässe und Überdüngung vermieden werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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