Smerinthus ocellatus

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Das Smerinthus ocellatus (Abendpfauenauge) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Sphingidae(Schwärmer).

Smerinthus ocellatus L.
Smerinthus ocellatus butterfly photo file 365KB.jpg
Smerinthus ocellatus - Extract aus Dr. F. Nemos chromolithographischer Tafel (ca. 1895)

Phylum:

Arthropoda

Classis:

Insecta

Ordo:

Lepidoptera

Superfamilia:

Bombycoidea

Familia:

Sphingidae

Schadensort:

Blätter

Schadensart:

Tierbefall

Beschreibung:

Larven/Raupen


Schadensort:

Blätter

Schadensart:

Tierbefall

Beschreibung:

Eier


Schadensort:

Blätter

Schadensart:

Frassspuren

Beschreibung:



Krankheit:
Wirtspflanzen: Salix, Populus, Betula, Malus, Prunus

betroffene Lebensformen:
Bäume






Raupe des Smerinthus ocellatus

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Schadensbild

Ellipsoidförmige, glänzend-blassgrünen Eier (ca. 1,6x1,4 mm) an der Blattunterseite der Pflanze. Nach etwa 1-2 Wochen grünlich gefärbte Larven (vier Paar Bauchfüße, Nachschieber, deutliches Horn am 8. Segment vom Hinterleib). Die Raupen verursachen - meist treten auch nur wenige pro Pflanze auf - in der Regel keine größeren Fraßschäden.

[Bearbeiten] Auswirkungen auf die Pflanze

In der Regel nur geringe Fraßschäden, die vornehmlich nur optischer Natur sind und zu keinerlei Beeinträchtigung der Pflanze führen.

[Bearbeiten] Wichtigste Wirtspflanzen

Die Raupen treten vor allen an schmalblättrigen Salix (Weiden), wie beispielsweise an Salix viminalis (Korb-Weide), Salix fragilis (Bruch-Weide), Salix aurita (Ohr-Weide), Salix cinerea (Asch-Weide) und Salix caprea (Sal-Weide) auf. Man findet sie aber auch an Populus (Pappeln), selten auch an Betula (Birken), Apfelbäumen und anderen Obstbäumen.[1] Weiterhin als Wirtspflanzen zu nennen sind Malus (Apfel) und Prunus.

Leicht zu verwechseln mit dem Laothoe populi (Pappelschwärmer) - Das Gelbe Analhorn ist hier gut zu sehen

[Bearbeiten] Verwechslungsmöglichkeiten

Die Raupen sehen denen der Laothoe populi (Pappelschwärmer) sehr ähnlich, diese haben aber ein gelbes Analhorn. [2]

[Bearbeiten] Massnahmen

Im Bedarfsfall Larven frühzeitig entfernen. Aufgrund der geringen Fraßschäden grundsätzlich kein Einsatz von Insektiziden erforderlich.

[Bearbeiten] Biologie

[Bearbeiten] Systematik

Abendpfauenauge

[Bearbeiten] Merkmale

Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 70 bis 80 Millimetern. Ihre Vorderflügel sind in hellen und dunklen Brauntönen gezeichnet und sehen der Färbung von Rinde ähnlich. Am Außenrand sind sie leicht ausgebuchtet und abgestutzt. Die Hinterflügel sind am Ansatz rosa gefärbt, dass zur Außenseite hin in ein ockergelb einfließt. Die Hinterflügel werden jeweils durch einen großen, blauen, dunkel gekernten und schwarz umrandeten Augenfleck dominiert. Der Thorax ist seitlich hellbraun, in der Mitte dunkelbraun behaart.[2]

Die Raupen werden etwa 80 Millimeter lang und sind meist blaugrün, selten auch gelbgrün gefärbt. Ihr ganzer Körper ist mit feinen weißen Punkten bedeckt. Auffällig sind die gelben Seitenstreifen, die von unten schräg nach hinten oben verlaufen. Das Analhorn am Hinterleibsende ist hellblau. Der Rücken der Tiere ist deutlich heller, als der übrige Körper. Dadurch erscheinen sie auf der Unterseite von Zweigen sitzend durch ihren Schatten am ganzen Körper gleich hell. Dies bewirkt die Verwechslung mit einem Blatt, da man die räumlichen Ausmaße nicht mehr erkennen kann.[2]

[Bearbeiten] Lebensweise

Die nachtaktiven Imagines sitzen tagsüber gut getarnt an Baumstämmen. Werden sie gestört spreizen sie die Flügel ruckartig, sodass man die Augenflecken auf den Hinterflügeln zu sehen bekommt. Dabei wird der Körper auch wippend vor und zurück bewegt. Diese Kombination soll ein deutlich größeres Tier vorgaukeln und dadurch Fressfeinde abschrecken.[2]

[Bearbeiten] Flug- und Raupenzeiten

Die Falter fliegen in einer Generation von Mitte Mai bis Juli, die Raupen findet man von Juli bis September. Manchmal findet man Falter einer partiellen zweiten Generation im August.[3] Im warmen Süden entwickeln sich im August bzw. im April/Mai, im Juni/Juli und im August/September zwei bzw. drei Generationen.

[Bearbeiten] Verbreitung

Die Tiere kommen in Nordafrika und ganz Europa, außer dem hohen Norden und dem Süden der Iberischen Halbinsel vor. Östlich erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet bis nach Sibirien. Sie leben in feuchten Wäldern und an Gewässerufern, manchmal auch in Gärten. Sie sind weit verbreitet und häufig.[1]

[Bearbeiten] Entwicklung

Die Weibchen legen ihre ellipsoidförmigen, glänzend-blassgrünen Eier (ca. 1,6x1,4 mm) an der Blattunterseite der Futterpflanzen ab. Nach etwa 1-2 Wochen schlüpfen die grünlich gefärbten Larven (vier Paar Bauchfüße, Nachschieber, deutliches Horn am 8. Segment vom Hinterleib). Die Raupen sind meist von Juni bis September anzutreffen. Sie werden bis zu 8 cm lang und tragen an den Seiten sieben weiß gefärbte Schrägstriche, wobei der letzte in das Horn übergeht (blaugrün gefärbt im Gegensatz zur Raupe vom Laothoe populi (Pappelschwärmer); grüner Kopf mit zwei mittigen gelben Streifen. Etwa ab September verlassen die Larven die Pflanzen und suchen zur Verpuppung den Boden in der Nähe ihrer Fraßpflanze auf (Puppe: dunkel, 3,5-4 cm). Die Tiere überwintern als Puppe, etwa 20 Zentimeter tief im Boden. Sie graben sich deutlich tiefer als beispielsweise der Laothoe populi (Pappelschwärmer) oder der Mimas tiliae (Lindenschwärmer) ein, damit die oft nahe an Ufern gelegenen Puppen nicht durch Hochwasser weggespült werden können. Auch sind die 35 bi 41 Millimeter langen schwarzbraunen ölig schimmernden Puppen eingefettet um Wasser abzustoßen.[1]

[Bearbeiten] Belege

Smerinthus ocellatus auf ungarischer Briefmarke

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Hans-Josef Weidemann, Jochen Köhler: Nachtfalter, Spinner und Schwärmer, S. 34f, Naturbuch-Verlag, Augsburg 1996, ISBN 3-89440-128-1
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 90, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
  3. Manfred Koch: Wir bestimmen. Schmetterlinge. Band 2. Bären, Spinner, Schwärmer und Bohrer Deutschlands. S. 106f, Neumann Verlag Radebeul 2. Auflage 1964

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