Allium victorialis

Aus Hortipedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vorlage:Index


Allermannsharnisch
Datei:Illustration Allium victoralis0.jpg
Allermannsharnisch (Allium victoralis)
Vorlage:Taxonomy
Vorlage:Classis: Einkeimblättrige (Liliopsida)
Vorlage:Subclassis: Lilienähnliche (Liliidae)
Vorlage:Ordo: Spargelartige (Asparagales)
Vorlage:Familia: Zwiebelgewächse (Alliaceae)
Vorlage:Genus: Zwiebelartige (Allium)
Vorlage:Species: Allermannsharnisch
Wissenschaftlicher Name
Allium victoralis
L.

Der Allermannsharnisch (Allium victorialis), auch Siegwurz-Lauch, Bergknoblauch, Sigmarslauch, Siegmarsmännlein, Siegwurz, Schlangenwurz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Zwiebelgewächse (Alliaceae).

Beschreibung

Die Staude kann 30 bis 60 cm hoch werden. Der netzwurzelige Lauch hat einen schief aufsteigenden, fast zylindrischem Wurzelstock mit netzigfaserig aufgelösten äußern und fleischigen, knoblauchartig riechenden und schmeckenden innern Zwiebelschalen. Die kurzgestielten Blätter sind lanzettlich oder elliptisch. Die zahlreichen gelblichweißen Blüten stehen in dichten kugeligen Dolden ohne Brutzwiebeln.

Die Blütezeit ist Juni bis August.

Vorkommen

Diese Art findet sich auf den Gebirgen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Weiters aber auch im Kaukasus und Teile Asiens.

Als Standort werden grasige und felsige Hänge und Bergwiesen zwischen 1.000 - 2.600 m Höhe bevorzugt

Heilwirkung

Für innerliche Anwendungung werden die Blätter der Pflanze in Weingeist angesetzt und sind dann ein Blutreinigungsmittel. Man sollte die Pflanze im Frühjahr einsetzen, um eine Entschlackung der im Winter angesammelten Gifte zu bewirken. Jedoch gibt es bisher keine Untersuchungen über die tatsächliche Wirksamkeit dieses Hausmittelchens.



Aberglaube

Es handelt sich bei dieser Pflanze um eine uralte "Zauberpflanze" deren netzfaserige Zwiebelhüllen den Träger kettenhemdartigen Schutz versprach.

Wer die Zwiebel in der Hosentasche bei sich trug, sollte die bösen Geister nicht zu fürchten brauchen. Kreuzweise über die Stalltüre genagelt, sollte sie das Vieh vor Hexen bewahren, und den Kindern in die Wiege gelegt, sollte sie vor dem "Verschreien" (Verzaubern) schützen.

Ein menschenähnlich geformter Wurzelstock hieß Glücks-Heinzel oder Galgenmännchen. Wer ihn um den Hals trug, sollte gefeit sein gegen gegen alle bösen Einflüsse, Glück in der Liebe und im Spiel haben und von dem Gift der giftigen Natter verschont bleiben.

Solche Wurzelstöcke hießen auch Alraun und noch heute wird so eine Allermannsharnisch-Alraune aus dem Besitz Kaiser Rudolf II. (HRR). in der Wiener Hofbibliothek aufbewahrt.

Eine Schweizer Sage erzählt, dass sich Zwerge auf dem Rückzug vor der Zivilisation in den Wurzelstock des Allermannsharnisch verwandelt haben.

Gallerie

Weblinks

Vorlage:CommonsVorlage:Wikipedia

Das könnte Sie auch interessieren

Commercial Links