Liriodendron tulipifera

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Liriodendron tulipifera L.

Magnoliaceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   6

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: handf&ouml;rmig<br>geteilt

Blattgliederung: einfach

    

Bl&uuml;tenform: becherf&ouml;rmig
Frucht: Fl&uuml;gelnuss

3A / f8da21 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Kronenform: rundlich bis breit<br>s&auml;ulenf&ouml;rmig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Magnoliopsida
Subclassis:
Magnoliidae
Superordo:
Magnolianae
Ordo:
Magnoliales

Liriodendron tulipifera, der Echte Tulpenbaum oder Amerikanische Tulpenbaum, ist ein sommergrüner, laubwerfender Baum mit einem stattlichen Wuchs, der Wuchshöhen von über 40 m erreichen kann.

Namensherkunft

Liriodendron tulipifera wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.
Bedeutet, nach dem griechischen ("leirion = Lilie" und "dendron = Baum"), direkt übersetzt "Tulpentragender Lilienbaum".

Taxonomie

Der Amerikanische Tulpenbaum ist eine Art aus der Gattung Liriodendron, die 2 Arten umfasst und zur Familie der Magnoliaceae (Magnoliengewächse) gehört.

Merkmale

3 Liriodendron mit verschiedenen Wuchsformen
Liriodendron tulipifera - Austrieb
Liriodendron tulipifera - Rinde
Liriodendron tulipifera - Blätter
L. tulipifera - Herbstlaub
Liriodendron tulipifera - Blüte
Liriodendron tulipifera - Frucht

Wuchs

Der Baum wird bei einer Höhe von 25 bis 30 m etwa 15 bis 20 m breit und hat eine pyramidale bis breit säulenförmige Krone auf einem schlanken, geraden Stamm.
Er ist schnellwüchsig, mit einem jährlichen Zuwachs von 30 bis 40 cm in der Höhe und etwa 20 cm in der Breite.
Die Wuchsformen variieren stark; im Alter streben die Hauptäste leicht auseinander, im unteren Bereich hängen sie oft malerisch herab.

Holz und Rinde

Das Holz des Liriodendron hat einen oft gelbbraunen bis olivbraunen Kern und einen breiten hellen Splintbereich. Es ist relativ leicht und weich, leicht zu bearbeiten und vielseitig verwendbar.
Die Rinde ist grau, braun oder braunorange. Sie ist mit feinen, flachen Leisten netzförmig überzogen. Alte Stämme haben eine dunkelgraue, dicke und tief gefurchte Borke.

Blätter

Liriodendron tulipifera ist sommergrün, die lang gestielten Blätter sind wechselständig angeordnet. Die Oberseite der Blätter ist glänzend und kräftig grün, die Unterseite ist heller und wachsartig glänzend. Die Blätter haben einen glatten Rand und eine auffallende Blattform:
Ihr Umriss ist fast viereckig, mit jeweils einem sattelförmigen, zweispitzigen Mittellappen und zwei geschwungenen Seitenlappen. Im Herbst färben sie sich goldgelb.

Blüten und Früchte

Die auffallenden, tulpenähnlichen Blüten stehen einzeln an Zweigenden. Aus drei rasch abfallenden Kelchblättern entfalten sich die beim Aufblühen zunächst becherförmigen, mit weiterem Öffnen glockigen Blüten. Blüten haben 6 gelbgrüne bis schwefelgelbe Kronblätter, welche an Grund orange gefleckt sind. Die Staubblätter sind dick, fleischig, und 3 bis 5 cm lang. Die Fruchtblätter stehen an einem Kegel im Zentrum der Blüte. Erst ab einem Alter ca. 20 Jahren zeigen sich die ersten Blüten, Blütezeit ist Mai bis Ende Juni.

Der Fruchtstand ähnelt einem Koniferenzapfen. Die Samen sind Flügelnüsse.

Wurzelsystem

Er hat fleischige, weit ausgebreitete Wurzeln und benötigt zur Ausbreitung seines Herzwurzel-Systems viel Raum.

Verbreitung

Liriodendron tulipifera stammt aus Ontario, dem zentralen Nordosten der USA, dem Nordosten der USA, dem Südosten der USA und Florida. Er ist einer der schönsten und mächtigsten Forstbäume in Nordamerika, und er ist der offizielle Staatsbaum der US-Bundesstaaten Kentucky, Indiana und Tennessee.

Standort

Der Amerikanische Tulpenbaum benötigt einen sonnigen (bis halbschattigen) Standort und verträgt Temperaturen bis -23,3º C (WHZ 6a). Er wächst auf sandigen und steinigen Lehmböden, bevorzugt gut drainierte, tiefgründige, frische bis feuchte und nährstoffreiche Substrate, die sauer bis neutral oder nur leicht alkalisch sein sollen. Trockenperioden werden schlecht, schlechte Sauerstoffversorgung des Bodens wird nicht vertragen. Liriodendron tulipifera ist nur gering kalktolerant. Auf trockeneren Standorten ist der Zuwachs nur sehr gering.

Verwendung

Als Solitärgehölz, in großen Gärten und Parks; für Stadtklima nur bedingt zu empfehlen. Auch wertvolles Nutzholz: Für Möbel, Innenausbau, Musikinstrumente, Sperrholz, etc.

Pflege

Wegen seiner empfindlichen Wurzeln sollen Liriodendron nicht im Herbst, sondern im Frühjahr bei Beginn des Austriebes gepflanzt werden, damit sie zum Winter gut eingewurzelt sind. Verpflanzung wird nicht gut vertragen; daher soll man dem Baum gleich seinen endgültigen Standort zuweisen.

Varietäten, Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Allgemein frei von Schädlingen und Krankheiten. Bei regennassem Laub und Wind kann (auch am Naturstandort!) Windbruch auftreten.

Giftigkeit

Alle Teile der Pflanze, besonders Holz und Rinde, sind für den Menschen giftig. Im Holz ist das Alkaloid Glaucin enthalten, in der Rinde digitaloide Verbindungen, in den Blättern saponinartige und cyanogene Stoffe.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • efloras.org

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