Abelia x grandiflora

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Abelia x grandiflora

Caprifoliaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   8

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: gegenständig
Blatt: Immergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

    

Blütenform: trichterförmig
Frucht: Steinfrucht

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Rispe

Blüte: einfach
Blütenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Cornidae
Superordo:
Dipsacanae
Ordo:
Dipsacales

Abelia x grandiflora, umgangsprachlich Grossblütige Abelie ist ein Strauch, der vor allem wegen seiner reichen Blüte gepflanzt wird.

Namensherkunft

Abelia x grandiflora wurde bereits von Édouard-François André nach einer früheren Beschreibung von Renato Rovelli beschrieben und benannt, aber erst 1900 von Alfred Rehder in die heute gültige Systematik eingeordnet. Die Gattung wurde zu Ehren des britischen Chirurgen Clarke Abel benannt, der sich Anfang des 19. Jahrhunderts auf seinen Reisen nach Asien einen Namen als Botaniker und Pflanzensammler machte.[1]

Taxonomie

Die Grossblütige Abelie ist eine Art aus der Gattung Abelia, die circa 39 bis 45 Arten umfasst und zur Familie der Caprifoliaceae (Geissblattgewächse) gehört. Ihre Hybrideltern sind Abelia chinensis und Abelia uniflora. Die Typus-Art der Gattung ist Abelia chinensis.

Merkmale

Habitus der Grossblütigen Abelie
Blütenstand

Wuchs

An geschützen Standorten kann der Strauch bis zu 3 m hoch werden, meist erreicht er aber nur eine Höhe von 1,5 m. Er hat einen rundlichen Wuchs mit bogig überhängenden Zweigen, ist schnellwüchsig und hat eine mittlere Lebensdauer.

Blätter

In mildem Klima ist Abelia x grandiflora immergrün, die Blätter sind gegenständig angeordnet und bis zu fünf Zentimeter lang. Sie sind glänzend dunkelgrün, eiförmig und haben einen glatten, manchmal auch leicht gesägten Rand. Wenn Abelia x grandiflora als Halbimmergrüne wächst färben sich die Blätter im Herbst dunkelrot.

Blüten und Früchte

Die duftenden, trichterförmigen Blüten sind weiss, oft auch rosa überhaucht, und erscheinen von Juli bis Oktober in grosser Zahl am einjährigen Holz. Sie sind etwa zwei Zentimeter lang mit zwei bis fünf umgeschlagenen Kelchblättern und sind in Rispen angeordnet. Die braunen, ledrigen Steinfrüchte entwickeln sich im Sommer.

Verbreitung

Abelia x grandiflora ist eine Kulturform, deren Eltern aus China stammen.

Standort

Die Großblütige Abelie bevorzugt einen geschützten, sonnigen Standort, wobei Halbschatten auch toleriert wird, und verträgt Temperaturen bis -12º C (Winterhärtezone 8a) und benötigt eine frostfreie Periode von mindestens 21 Wochen. Sie wächst auf nährstoffreichen, sandigen und steinigen Lehmböden, die feucht aber gut durchlässig sind. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 5,7 und 7 aufweisen. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen eine Oberbodendicke von mindestens 30 Zentimetern. Trockenperioden werden nicht so gut, schlechte Sauerstoffversorgung des Bodens wird nicht vertragen.

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: sauerstoffarme Böden
  • geringe Toleranz: salzhaltige Böden
  • mittlere Toleranz: zeitweise trockene Böden, kalkhaltige Böden

Verwendung

Durch ihre reiche Blüte und das attraktive Laub eignet sich Abelia x grandiflora für sonnige Saumpflanzungen, naturnahe Hecken, als Hintergrundpflanze oder auch zur Verwendung in größeren Kübeln. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 1,5 bis 1,8 Metern.

Pflege

Der Strauch ist im Grossen und Ganzen sehr robust und genügsam, wichtig ist eine gute Wasserversorgung ohne Staunässe. Nach der Blüte können die Triebe leicht eingekürzt werden, um die Form des Strauches zu bestimmen. Im Winter sollten die Wurzeln mit Rindenmulch geschützt werden.

Varietäten und Sorten

  • Abelia x grandiflora 'Prostrata' - etwa 60 cm hoch

Krankheiten und Schädlinge

Keine Probleme mit Krankheiten oder Schädlingen bekannt. In kalten Wintern kann Chlorose auftreten, diese Mangelerscheinung reguliert sich aber in der Regel von selbst, sobald es wärmer wird.

Belege

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Hans-Dieter Warda: Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. 2. Auflage. Bruns Pflanzen Export GmbH, Bad Zwischenahn 2001, ISBN 3-9803833-3-4.

Einzelnachweise

  1. Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Plant Names. CRC Press LLC, Florida 2000, ISBN 0-8493-2673-7, S. 1.

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