Acanthus

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Acanthus L.
Acanthus hungaricus inflorescence photo file 545KB.jpg
Acanthus hungaricus
Divisio: Magnoliophyta
Subdivisio: Magnoliophytina
Classis: Rosopsida
Subclassis: Lamiidae
Superordo: Lamianae
Ordo: Scrophulariales
Familia: Acanthaceae


Die Gattung Acanthus, (=Akanthus, Bärenklau) ist eine von 225 Gattungen in der Familie der Acanthaceae (=Akanthusgewächse). Die 30 Arten sind Bäume, Sträucher oder Stauden. Die verschiedenen Arten stammen aus dem Mittelmeerraum.

Namensherkunft

Die Gattung wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt. Der Gattungsname Acanthus leitet sich vom altgriechischem Akanthos (=der Dornige) mit einer latinisierten Endung ab.

Merkmale

Die Arten sind vitale, architektonische Pflanzen mit auffälligen Blättern und Blüten. Die einfachen oder zusammengesetzten Blätter sind gegenständig, wechselständig oder grundständig angeordnet. Sie sind eiförmig oder verkehrt eilanzettlich und haben einen gezähnten, gebuchteten oder geschweiften Rand. Es sind keine Nebenblätter vorhanden. Die Blätter sind meist dunkelgrün und bis zu 90 Zentimeter lang.

Die violetten, blauen oder weissen Blüten sind in Ähren angeordnet. Die Blütenstände sind endständig und haben große Deckblätter. Sie haben 4 Kelchblätter und 5 verwachsene Kronblätter. Die Kronblätter sind zweilippig röhrenförmig verwachsen bzw. die Oberlippe fehlt. Ihre Farbe variiert bei den meisten Arten von weiß bis rosa. Gelb- (Acanthus hirsutus), blau- und scharlachrotblühende Arten kommen auch vor. Die Krone ist eine Lippenblüte mit zygomorpher Blütensymmetrie. Die zwittrigen Blüten haben 4 Staubblätter. Die Gattung besitzt nur eine Theke je Anthere.

Die 2 Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen. Der Fruchtknoten ist oberständig. Die Samenanlagen sind zentral-winkelständig am Fruchtblatt angewachsen. Die Früchte sind fachspaltige Kapseln. Sie haben 1-2 Samen je Fach.

Arten

Die Kategorie Acanthus bietet einen Überblick über die erfassten Arten, Varietäten, Subspecies oder Sorten.

Standort

An ihren Naturstandorten wachsen die verschiedenen Acanthusarten vor allem auf trockenen, felsigen Standorten. In Kultur können sie unter Glas, die frosthärteren Arten auch ausgepflanzt gehalten werden. Unter Glas wachsen sie am besten in lehmhaltiger Blumenerde an einem hellen Standort. Im Garten fühlen sie sich in der Sonne oder im Halbschatten wohl. Sie tolerieren eigentlich jeden Boden, gedeihen aber am besten in tiefgründigen, nährstoffreichen und gut durchlässigen Lehmböden.

Pflege und Vermehrung

Während der Wachstumsperiode sollten die Pflanzen moderat gewässert werden und monatlich eine Gabe Flüssigdünger erhalten. Im Winter wird der Boden nur gerade feucht gehalten.

Die Vermehrung kann durch Teilung im Frühling oder Herbst oder aber durch das Nehmen von Stecklingen im Winter erfolgen. Das Aussäen in ein Frühbeet im Frühjahr ist ebenfalls möglich.

Krankheiten und Schädlinge

Unter Umständen können Probleme mit Echtem Mehltau auftreten.

Siehe auch

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Literatur

  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 2005, ISBN 978-3-937872-16-2
  • Christopher Brickell (Editor-in-Chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der grosse Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

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