Acer saccharinum

Aus Hortipedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hortipedia Commons %LABEL_PRINTING QR Code

Acer saccharinum L.

Aceraceae

Lebensform: Baum
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton - Bodenart: Torf

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: handf&ouml;rmig<br>geteilt

Blattgliederung: einfach

              

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Spaltfrucht

III

1B / e2db2f 

Knospenanordnung: Schirmtraube

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Kronenform: breitkronig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rutanae
Ordo:
Sapindales

Acer saccharinum, umgangssprachlich Silber-Ahorn, ist ein großer, stattlicher, raschwüchsiger Baum, mit einer hoch gewölbten Krone.

Namensherkunft

Acer saccharinum wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Acer saccharinum ist eine Art aus der Gattung Acer, die circa 230 bis 296 Arten umfasst und zur Familie der Aceraceae (Ahorngewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Acer pseudoplatanus.

Merkmale

Acer saccharinum - Habitus
Acer saccharinum - Blätter
Acer saccharinum - Blüten
Acer saccharinum - Rinde
Acer saccharinum - Zweige
Acer saccharinum - Stamm

Wuchs

Die meistens mehrstämmigen Bäume werden bis 25 Meter (max. 36 m) hoch, ihr Höchstalter beträgt ca. 120 Jahre. Sie sind vergleichsweise schnellwüchsig und haben eine breite Krone mit überhängende Zweigspitzen. Ihre Wuchsbreite beträgt 12 bis über 20 Meter.

Holz und Rinde

Junge Zweige sind glatt und rotbraun, die Borke ist längsrissig und grausilber und abschuppend. Das Holz ist leicht und weniger hart als bei anderen Ahorn-Arten.

Blätter

Acer saccharinum ist sommergrün. Die im Austrieb bronzegrünen, dann oberseits frischgrünen, unterseits silbrig weißen, gestielten Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind tief eingeschnitten 5-lappig, die Lappen sind langspitzig, tief und doppelt gesägt bis gelappt. Die Blätter haben eine kahle Oberfläche und sindhandnervig. Die Herbstfärbung ist leuchtend gelb, je nach Standort auch kräftig orange bis dunkelrot.

Blüten und Früchte

Die Blütezeit liegt im Februar bis März vor dem Ausbruch des Laubes. Die Blüten stehen in dichten, getrennt-geschlechtige Büscheln an den mehrjährigen Trieben. Die funktional eingeschlechtigen Blüten sind grünlich (männliche) oder rot (weibliche Blüten).

Die für Acer typischen Flügelfrüchte mit länglichen Nüßchen besitzen einen 3,5 bis 5 Zentimeter langen Stiel und sichelförmig gebogene, weit ausspreizende Flügel. Bereits im Juni fallen diese Früchte einzeln ab und keimen noch im gleichen Jahr.

Wurzelsystem

Die Bäume bilden ein weit streichendes, flaches Wurzelsystem mit hohem Feinwurzelanteil, das den Oberboden stark durchwurzelt. Daher gelten die Pflanzen als agressiv und sind schwer zu unterpflanzen, sind dennoch leicht verpflanzbar und wachsen auch als größere Exemplare noch gut an.

Verbreitung

Acer saccharinum stammt aus dem Nordosten der USA. Hier ist er Pionierpflanze auf nassen Standorten, in Sümpfen und Mooren, an Gewässern und auf Schwemmlandböden.

Standort

Die Bäume bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf frischen bis feuchten Böden. Sie tolerieren jedoch alle Böden von feucht bis mäßig trocken, von sauer bis schwach alkalisch; bei zu hohem Kalkgehalt neigen sie zu Chlorose. Das Substrat sollte sandig-lehmig, kiesig-lehmig, sandig-tonig, lehmig-tonig oder torfhaltig sowie vergleichsweise mager sein. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen einen pH-Wert zwischen 4 und 7,3 sowie eine Oberbodendicke von mindestens 80 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 17 Wochen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • geringe Toleranz: salzhaltige Böden, zeitweise trockene Böden
  • mittlere Toleranz: kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: sauerstoffarme Böden, Stadtklima

Verwendung

Der Silber-Ahorn wird als Schattenspender und Solitärbaum in Gärten, Parks, in voller Sonne oder lichtem Schatten, und auch an Straßen verwendet. Wo schnelles Wachstum benötigt wird, und auch für andere schwierige Standorte, ist er gut geeignet: Er verträgt kurzfristig Überschwemmungen, ist frosthart und stadtklimafest, verlangt aber windgeschützte Lagen, um Windbruch zu vermeiden. Besonders attraktiv ist Acer saccharinum auch während der Zeit seiner Herbstfärbung.

Aus wirtschaflicher Sicht eignen sich die Bäume zur Produktion von Furnier. Zur Produktion von Feuerholz sind die Pflanzen nur mäßig gut geeignet. Im Ursprungsland wird der im Frühjahr zu den Zweigen aufsteigende Saft für die Zuckergewinnung (Ahornsirup) verwendet, ähnlich wie beim Zucker-Ahorn (Acer saccharum).

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als wenig pflegeintensiv einzustufen.

  • Nach Bedarf können die Pflanzen auf den Stock gesetzt werden.

Vermehrung: Durch Aussaat, Sorten durch Stecklinge.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Mehlige Absonderungen an Blättern, Blüten oder Früchten deuten auf Raupenbefall hin. Abhilfe schafft das Absammeln der Raupen, der Einsatz eines Insektizids oder biologische Schädlingsbekämpfung.

Unregelmäßige Schwellungen, sogenannte 'Gallen' sind ein Zeichen für einen Befall durch Insekten oder Milben, können aber auch auf eine Bakterien- oder Pilzerkrankung hindeuten. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt werden, zusätzlich sollte die Durchlässigkeit des Bodens verbessert und ein Verletzen der Pflanzen vermieden werden.

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Plötzliche Welke oder fahlgrüne Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall (Phytophthora-Wurzelfäule) hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Vorbeugend sollten Staunässe und Überdüngung vermieden werden.

Bei schuppigen Insekten auf Sprossen und an den Blattunterseiten handelt es sich um Schildläuse. Sie sondern Honigtau ab und werden mit Insektiziden oder Nützlingen bekämpft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

Non-commercial Links

Das könnte Sie auch interessieren

Commercial Links