Achillea

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Achillea L.
Achillea Filipendulina-Hybride 'Credo' flowers photo file 5,83MB.jpg
Achillea Filipendulina 'Credo'
Divisio: Magnoliophyta
Subdivisio: Magnoliophytina
Classis: Rosopsida
Subclassis: Asteridae
Superordo: Asteranae
Ordo: Asterales
Familia: Asteraceae


Die Gattung Achillea, (=Schafgarbe, Garbe) ist eine von ca. 1500 Gattungen in der Familie der Asteraceae (=Korbblütler). Die 85 Arten sind sommergrüne oder immergrüne Halbsträucher oder Stauden. Die verschiedenen Arten stammen hauptsächlich aus der nördlichen Hemisphäre.

Namensherkunft

Die Gattung wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt. Die Gattung ist benannt nach Achílleios (lat. Achilles), dem in der griechischen Mythologie beinahe unverwundbaren und durch Kraft und Schönheit ausgezeichneten Heros der Griechen (Achäer) vor Troja und der Hauptheld der Ilias des Homer. Nach alter Überlieferung wurde Achilles von dem Kentauren Cheiron in der Heilkunde unterwiesen und verstand sich insbesondere auf die Wundbehandlung mit mildwirkenden Heilkräutern. Nach jüngster Überlieferung soll er die Wunde, die er dem Telephos zugefügt hatte mit einer dieser Heilpflanzen, die später als Schafgabegedeutet wurde, geheilt haben.

Merkmale

Die einfachen oder zusammengesetzten Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind lineal, lanzettlich oder verkehrt eilanzettlich und haben einen ganzrandigen oder eingeschnittenen Rand. Es sind keine Nebenblätter vorhanden. Die Blätter sind frischgrün oder graugrün und oft aromatisch. Sie sind meist 15 bis 30 Zentimeter, bei kleinwüchsigen Arten 5 bis 12 Zentimeter lang. In der Regel sind die grundständigen Blätter größer als die Stengelblätter. Kontakt mit den Blättern kann zu einer Verschlimmerung von Hautallergien führen.

Die gelben, rosa oder weissen Blüten sind in Schirmtrauben angeordnet. Sie setzen sich aus weiblichen Zungen- und zwittrigen Röhrenblüten zusammen. Die Röhrenblüten haben Spreublätter. Die Hüllblätter haben einen trockenen Rand und sind mehrreihig angeordnet.


Die Antheren der 5 Staubblätter sind zu einer Röhre verklebt, die Filamente sind frei.

Die 2 Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen. Der Fruchtknoten ist unterständig.

Die Früchte sind Achänen. Sie besitzen keinen Pappus.

Arten

Die Kategorie Achillea bietet einen Überblick über die erfassten Arten, Varietäten, Subspecies oder Sorten.

Standort

Einige Arten von Achillea stammen aus Bergregionen, sie sind langsamwüchsig und formen dichte Teppiche. Die restlichen Arten findet man in Wiesen und Brachen, sie sind größer und wachsen buschig oder horstartig. Schafgarben sind sehr anpassungsfähig an Boden- und Standortbedingungen, am wohlsten fühlen sie sich aber an sonnigen Standorten mit feuchtem, gut durchlässigem Boden. Die alpinen Arten bevorzugen trockenere Bedingungen.

Pflege und Vermehrung

Die Pflanzen können im Frühjahr geteilt oder direkt am späteren Standort ausgesät werden.

Krankheiten und Schädlinge

Unter Umständen können Probleme mit Blattläusen auftreten. Achillea ptarmica und ihre Sorten sind anfällig für Echten Mehltau.

Siehe auch

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Literatur

  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 2005, ISBN 978-3-937872-16-2
  • Christopher Brickell (Editor-in-Chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der grosse Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

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