Actinidia

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Actinidia Lindl.
Actinidia deliciosa JENNY leaves photo file 672KB.jpg
Actinidia deliciosa 'Jenny'
Divisio: Magnoliophyta
Subdivisio: Magnoliophytina
Classis: Rosopsida
Subclassis: Dilleniidae
Superordo: Ericanae
Ordo: Actinidiales
Familia: Actinidiaceae


Die Gattung Actinidia, (=Strahlengriffel, Kiwipflanze) ist eine von 4 Gattungen in der Familie der Actinidiaceae (=Strahlengriffelgewächse). Die ca. 60 Arten sind sommergrüne Kletterpflanzen. Die verschiedenen Arten stammen aus Ost-Asien.

Namensherkunft

Die Gattung wurde 1836 von John Lindley beschrieben und benannt. Der Gattungsname leitet sich aus dem griechischen aktinídia (=kleiner Strahl), nach der Form der Griffel ab.

Merkmale

Die einfachen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind elliptisch, eiförmig oder herzförmig und haben einen ganzrandigen, fein gezähnten oder fein gesägten Rand. Es sind keine Nebenblätter vorhanden. Die Blätter sind meist lang gestielt. Sie sind ledrig, papier- oder häutchenartig mit netzartiger Nervatur. Einige Arten haben panaschiertes Laub.

Die weissen Blüten sind einzeln oder in Zymen angeordnet. Sie haben 5 Kelchblätter und 4 oder 5 freie Kronblätter. Die Krone ist becherförmig mit radiärer Blütensymmetrie. Die Knospendeckung ist gedreht. Die zwittrigen oder eingeschlechtigen Blüten haben viele Staubblätter. Eingeschlechtige Arten sind diözisch, d.h. d.h. männliche und weibliche Blüten sind an der gleichen Pflanze (einhäusig). Bei zwittrigen Arten tritt die sogenannte gynodiözie auf, d.h. zwittrige und weibliche Blüten befinden sich an unterschiedlichen Pflanzen. Die geschlitzten Staubblätter sind nicht verwachsen.

Die vielen Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen. Der Fruchtknoten ist oberständig. Die Samenanlagen sind zentral-winkelständig am Fruchtblatt angewachsen. Die Früchte sind Beeren. Sie reifen im Herbst und sind behaart oder kahl. Sie haben viele, im Fruchtfleisch verteilte Samen und sind essbar.

Arten

Die Kategorie Actinidia bietet einen Überblick über die erfassten Arten, Varietäten, Subspecies oder Sorten.

Standort

In der Natur wachsen sie im Strauchwerk von lichten Wäldern. In Kultur können sie unter Glas in lehmhaltiger Blumenerde an einem hellen Standort gezogen werden. Im Freien bevorzugen sie fruchtbaren, gut durchlässigen Boden in voller Sonne. Sie sollten vor starken Winden geschützt stehen.

Pflege und Vermehrung

Im Gewächshaus oder Wintergarten sollten die Pflanzen während der Wachstumsperiode großzügig gewässert und einmal im Monat mit Flüssigdünger gedüngt werden. Im Winter sollte die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden. Im späten Winter könne die Pflanzen geschnitten werden, für einen reicheren Fruchtansatz werden die Seitentriebe bis auf drei bis vier Knospen eingekürzt.

Samen werden im Frühling oder Herbst in Frühbeetkästen ausgesät. Im Spätsommer können Kopfstecklinge genommen und Sorten gepfropft werden.

Krankheiten und Schädlinge

Siehe auch

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Literatur

  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 2005, ISBN 978-3-937872-16-2
  • Christopher Brickell (Editor-in-Chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der grosse Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

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