Aegopodium

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Aegopodium L.
Aegopodium podagraria VARIEGATA photo file678KB.jpg
Aegopodium podagraria 'Variegata'
Divisio: Magnoliophyta
Subdivisio: Magnoliophytina
Classis: Rosopsida
Subclassis: Cornidae
Superordo: Aralianae
Ordo: Araliales
Familia: Apiaceae


Die Gattung Aegopodium, (=Giersch, Geißfuß) ist eine von ca. 400 Gattungen in der Familie der Apiaceae (=Doldenblütler). Die 7 Arten sind Stauden. Die verschiedenen Arten stammen aus Nordeuropa, Zentraleuropa, Sibirien und West-Asien.

Namensherkunft

Die Gattung wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt. Der wissenschaftliche Name leitet sich von gr. aigeos (=von Ziegen) und gr. pous-podos (=Fuß) ab. Der Bezug der Namensgebung auf die Form der Blätter, wie häufig behauptet wird ist eher unwahrscheinlich. Eher ist der Name von Linné an die Krankheit Podagra (=Gicht) angelehnt, worauf auch die Verwendung als Heilpflanze gegen Fußgicht und der Artenname Aegopodium podagraria schließen lassen.

Merkmale

Die dreizähligen oder doppelt gefiederten Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind eiförmig und haben einen gezähnten, fein gesägten oder gelappten Rand. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.


Die rosa oder weissen Blüten sind in Doppeldolden angeordnet. Die Tragblätter der Dolden bilden selten eine Hülle (Involucrum). Die Döldchen (Umbellulae) sind selten von einem Hüllchen (Involucellum) umgeben. Sie haben 5 freie Kronblätter. Bei den Arten sind kleine Kelchblätter vorhanden. Die Krone ist radförmig fünfzählig mit radiärer Blütensymmetrie. Die zwittrigen Blüten haben 5 Staubblätter. Die Staubblätter sind nicht verwachsen.

Die 2 Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen. Der Fruchtknoten ist unterständig.

Die Früchte sind Achänen. Typisch für die Familie der Apiceae ist, dass die Achänen zu zweien in Spaltfrüchten angeordnet sind. Sie sind kurz, kahl und ungeflügelt. Die Ölgänge fehlen.

Arten

Die Kategorie Aegopodium bietet einen Überblick über die erfassten Arten, Varietäten, Subspecies oder Sorten.

Standort

Die Naturstandorte der Arten sind lichte Wälder. Im Garten wachsen sie in praktisch jedem Boden im Halbschatten oder in voller Sonne. Da die Pflanzen sich sehr stark ausbreiten können sie schnell lästig werden. Am besten pflanzt man sie in Container oder als Bodendecker an einem schattigen Ort mit magerem Boden.

Pflege und Vermehrung

Die Blüten sollten entfernt werden bevor sie Samen ausbilden.

Die Vermehrung erfolgt durch Teilung der Pflanzen im Herbst oder Frühling.

Krankheiten und Schädlinge

Siehe auch

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Literatur

  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 2005, ISBN 978-3-937872-16-2
  • Christopher Brickell (Editor-in-Chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der grosse Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

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