Aesculus pavia

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Aesculus pavia L.

Hippocastanaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton

Blattstand: gegenständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: verkehrt eifärmig

Blattgliederung: gefingert

    

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: fachspaltige Kapsel

34A / f82f20 

Knospenanordnung: Rispe

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Kronenform: breit kegelf&ouml;rmig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rutanae
Ordo:
Sapindales

Aesculus pavia (Echte Pavie) ist ein sommergrüner Strauch oder auch kleiner Baum, der in den östlichen USA beheimatet ist. Wegen seiner auffallenden roten Blüten wird er dort auch Firecracker ("Feuerwerkskörper") plant genannt.

Namensherkunft

Aesculus pavia wurde 1753 von Carl Linnaeus in seinem Werk Species Plantarum beschrieben und benannt. Das Artepitheton pavia ist zu Ehren von Pieter Pavius (1564-1617), einem holländischen Arzt und Botaniker.

Taxonomie

Aesculus pavia ist eine Art aus der Gattung Aesculus, die circa 28 bis 47 Arten umfasst und zur Familie der Hippocastanaceae (Rosskastaniengewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Aesculus hippocastanum.

Merkmale

Wuchs

Die Echte Pavie ist ein Strauch oder kleiner Baum mit breit kegelförmigem Wuchs und in der Regel einem durchgehnden Stamm. Sie ist mäßig wüchsig und wird vier bis fünf Meter hoch.

Holz und Rinde

Die Rinde von Aesculus pavia ist glatt und dunkelbraun, die unbehaarten Zweige sind hell graubraun und weisen verstreute Lentizellen auf.

Die Blätter sind ledrig mit stark ausgeprägten Hauptadern.
Blüten von Aesculus pavia kurz vor dem Öffnen.

Blätter

Die sommergrünen Blätter sind fünf-, selten auch siebenzählig handförmig zusammengesetzt und sitzen an langen, rötlich gefärbten Stielen. Die einzelnen Blättchen sind verkehrt eiförmig bis lanzettlich geformt, der Blattrand ist fein gesägt. Sie werden 13 bis 15 Zentimeter lang, die Oberfläche ist ledrig mit deutlich ausgebildeten Hauptadern, die in den Blattrand auslaufen. Im Herbst färben sich die Blätter gelb, die Herbstfärbung ist aber kaum der Rede wert.

Blüten und Früchte

Aesculus pavia ist monözisch (einhäusig), aus den ockerbraunen, dunkel berandeten Knospen erscheinen im Mai und Juni die auffälligen roten Blüten. Sie sind 2,5 bis 4 Zentimeter land und stehen in aufrechten, kegelförmigen Rispen, die bis zu 15 Zentimeter lang sind.

Die fachspaltigen Kapseln haben ein glattes, hellbraunes Perikarp und enthalten in der Regel ein bis drei Samen. Diese sind glänzend braun mit einem hellen Hilum und können einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern haben.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden Pfahlwurzeln.

Verbreitung

Die Echte Pavie kommt im Osten der USA von North Carolina bis ins nördliche Florida vor. Sie wächst dort in Wäldern und an Wasserläufen, sowie in Gebüschen und auf felsigen Hügeln bis zu einer Höhe von 450 Metern.

Standort

Die Sträucher bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf feuchten Böden. Das Substrat sollte kiesig-lehmig, sandig-tonig oder lehmig-tonig sein und einen pH-Wert zwischen 3,7 und 7 aufweisen. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen eine Oberbodendicke von mindestens 51 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5).

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • geringe Toleranz: kalkhaltige Böden

Verwendung

Durch die auffälligen Blüten und das dekorative Laub eignet sich Aesculus pavia sehr gut als Solitärgehölz. Da sie ihre Blätter relativ früh verliert sollte man sie in Nachbarschaft von immergrünen oder lange belaubten Gehölzen pflanzen. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 2 bis 2,4 Metern. Geeignet für Hecken, außerdem geeignet als Bienenweide.

Arten und Sorten

Blütenstand von Aesculus x carnea.

Aesculus pavia ist Kreuzungspartner für eine Reihe von Hybriden:

Giftigkeit

Die Samen und jungen Triebe sind für den Menschen giftig! Die Ähnlichkeit mit den essbaren Samen von Castanea sativa kann gefährlich sein.

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Die Echte Pavie hat eine gewisse Anfällig für Baumkrebs und den Befall durch Guignardia aesculi, der zu Rosskastanien-Blattbräune führt.

Mensch und Aesculus pavia

Geschichte

Es wird erzählt, dass die amerikanischen Urweinwohner zerstossene Samen und Zweige von Aesculus pavia und anderen Rosskastanien in Teiche und Tümpel warfen, um die darin befindlichen Fische zu betäuben. Diese stiegen dann an die Oberfläche und konnten so leicht gefangen werden.

Die amerikanischen Pioniere nutzten die Wurzeln zur Herstellung von Seifenersatz und das Holz, um einen schwarzen Farbstoff zu gewinnen.

Belege

Literatur

  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Plant Names: Common Names, Scientific Names, Eponyms, Synonyms, and Etymology. CRC Press, Boca Raton 2000. ISBN 0-8493-2673-7

Einzelnachweise


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