Aethionema grandiflorum

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Aethionema grandiflorum Boiss. & Hohen.

Brassicaceae

Lebensform: Halbstrauch

Standort: Sonne   6

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: lineal

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vierz&auml;hlig
Frucht: Sch&ouml;tchen

63D / e981ab 

Knospenanordnung: Traube

Bl&uuml;te: keine Angabe
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: teppichartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Dilleniidae
Superordo:
Violanae
Ordo:
Capparales

Aethionema grandiflorum (= Aethionema pulchellum), umgangsprachlich Grossblütiges Steintäschel, ist ein kompakter Halbstrauch der sich sehr gut für den Steingarten eignet.

Namensherkunft

Aethionema grandiflorum wurde 1849 von Pierre Edmond Boissier und Rudolph Friedrich Hohenacker beschrieben und benannt.

Taxonomie

Das Grossblütige Steintäschel ist eine Art aus der Gattung Aethionema, die 46 Arten umfasst und zur Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler) gehört.

Merkmale

Aethionema grandiflorum - Blüten
Aethionema grandiflorum - Blüten
Aethionema grandiflorum - voll erblüht

Wuchs

Die vielstängeligen Pflanzen werden etwa 15 bis 20 (30) Zentimeter hoch und 30 bis 45 Zentimeter breit. Sie sind eher kurzlebig, verbreiten sich aber bereitwillig durch Selbstaussaat.

Blätter

Aethionema grandiflorum ist immergrün, die 2 bis 3 cm langen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind bläulich grün bis graugrün gefärbt, lineal geformt und haben einen glatten Rand.

Blüten und Früchte

Die radförmig vierzähligen Blüten sind rosa und erscheinen von Juni bis Juli. Sie sind in Trauben angeordnet.

Die Früchte sind Schötchen.

Verbreitung

Aethionema grandiflorum stammt aus der Türkei, dem Nord-Irak, dem Kaukasus und dem Iran.

Standort

Das Grossblütige Steintäschel bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis etwa -23º C (Winterhärtezone 6a). Es wächst auf gut durchlässigen, sandigen Böden und fühlt sich in trockenen bis frischen Substraten wohl. Der Boden sollte neutral bis alkalisch sein. Winternässe wird nur schlecht vertragen.

Verwendung

Die Halbsträucher eignen sich gut für Steingärten und Trockenmauern, für Bauerngärten, als Bodendecker, im Vordergrund von Beeten sowie für Tröge. Die Pflanzen sind zudem gute Bienenweiden. Man pflanzt sie am besten einzeln oder in kleinen Gruppen von 3 bis 5 Exemplaren, der Pflanzabstand sollte etwa 20 bis 30 Zentimeter betragen. Gute Pflanzpartner sind zum Beispiel Iberis saxatilis, Arabis alpina subsp. caucasica oder Dianthus deltoides.

Pflege und Vermehrung

Bei richtiger Standortwahl ist wenig bis keine Pflege notwendig. Für einen kompakten Wuchs können die Pflanzen nach der Blüte etwas zurückgeschnitten werden, dies gilt auch wenn keine Selbstaussaat gewünscht ist.

Vermehrung durch Aussaat oder durch Stecklinge im Frühjahr.

Krankheiten und Schädlinge

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Feine Spinnweben auf den Pflanzen deuten auf einen Befall durch die Rote Spinnmilbe hin. Diese saugenden Insekten treten vor allem in Gewächshäusern auf und können mit Insektiziden oder Raubmilben bekämpft werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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