Ageratum houstonianum

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Ageratum houstonianum Mill.

Asteraceae

Lebensform: Ein- oder<br> Zweij&auml;hrige
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   8

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm

Blattstand: gegenst&auml;ndig
Blatt: Sommergr&uuml;n

Blattform: eif&ouml;rmig

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vielz&auml;hlig
Frucht: Ach&auml;ne

106C / 80a1e7 

Knospenanordnung: Pleiochasium

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: buschig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Asteridae
Superordo:
Asteranae
Ordo:
Asterales

Ageratum houstonianum , umgangsprachlich Leberbalsam, ist wegen seiner blauen Blüten, die auch ein Schmetterlingsmagnet sind, beliebt. Er ist eine ausdauernde, krautige Pflanze oder auch Halbstrauch, wird aber bei uns als Einjährige (Sommerblume) behandelt.

Namensherkunft

Ageratum houstonianum wurde 1768 von Philip Miller in der 8. Ausgabe des Gardeners Dictionary beschrieben und benannt.

Taxonomie

Der Leberbalsam ist eine Art aus der Gattung Ageratum, die 44 Arten umfasst und zur Familie der Asteraceae (Korbblütler) gehört.

Merkmale

Ageratum houstonianum - Blüten

Wuchs

Die Pflanze wird bis zu 70 cm hoch und hat einen breitbuschigen oder auch horstartigen Wuchs.

Blätter

Ageratum houstonianum ist sommergrün, die Blätter sind gegenständig angeordnet und zwei bis fünf Zentimeter breit und vier bis acht Zentimeter lang. Sie sind mittelgrün, eiförmig und haben einen gezähnten Rand.

Blüten und Früchte

Die radförmig vielzähligen Blüten erscheinen von Juli bis Oktober und sind als Schnittblumen geeignet. Sie sind in Rispen angeordnet und normalerweise himmelblau bis leicht lavendelfarben. Es gibt jedoch auch Sorten mit weißen, pinken oder blaßrosa Blüten.

Die Früchte sind Achänen, der Pappus hat einen Kranz aus 5 länglichen Haaren, die zwei bis drei Millimeter lang sind.

Verbreitung

Ageratum houstonianum stammt aus Mexiko, Guatemala und Belize.

Standort

Der Leberbalsam bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -12,2º C (Winterhärtezone 8a). Er wächst auf sandigen und steinigen Lehmböden und fühlt sich in frischen Substraten wohl. Der Boden sollte nährstoffreich sein und kein Wasser stauen.

Verwendung

Ageratum houstonianum ist besonders für Balkone, Beete und Rabatten geeignet, und auch bei der Friedhofsbepflanzung spielt die Pflanzen eine Rolle.

Günstige Pflanzpartner sind, je nach gewünschtem Farbschema, Cleome, Cosmos bipinnatus, Verbena, Cosmos sulphureus, Calendula, Tagetes erecta, Helianthus decapetalus, Heliopsis, Helenium und Rudbeckia hirta.

Vermehrung und Pflege

Der Leberbalsam wird durch Aussaat vermehrt. Diese erfolgt im Februar oder März im Haus, nach vier Wochen kann man die Pflanzen pikieren ab Mai dann auspflanzen. Alternativ kann man die Samen auch im Herbst ausbringen und bei etwa 10°C überwintern. Überwinterte Pflanzen lassen sich auch durch Stecklinge vermehren.

Ageratum houstonianum ist relativ anspruchslos, eine mittlere Wasser- und Nährstoffversorgung sind ausreichend. Um die Blüte zu verlängern sollte im Sommer grosszügig gegossen werden, durch das Entfernen abgeblühter Rispen kann eine zweite Blüte angeregt werden.

Sorten

Den Leberbalsam gibt es in vielen Sorten, die Züchtung richtet sich hauptsächlich auf Blütenfarbe, Wuchs und Blütezeitpunkt.

  • 'Adriatic', klares Blau, 15 bis 20 cm
  • 'Atlantic Plus', dunkelblau, 15 bis 20 cm
  • 'Bavaria', hellblau und weiß, 25 cm
  • 'Blaue Donau', lavendelfarben, 15 bis 18 cm
  • 'Blue Horizon', blau-violett, 45 cm
  • 'Blue Mink', blassblau, 20 bis 30 cm
  • 'Hawaii White', weiß, 15 cm
  • 'Old Grey'
  • 'Pacific', dunkles Blau-Violett, 20 cm
  • 'Red Sea'
  • 'Schnittstar Weiss', weiß, 60 cm
  • 'Schnittwunder', mittelblau, 70 cm
  • 'Summer Snow'
  • 'Swing Pink', kräftiges Pink, 15 bis 20 cm

Krankheiten und Schädlinge

Die niedrigen Sorten sind fäulnisanfällig, insgesamt kann Wurzelfäule ein Problem sein.

Plötzliche Welke oder fahlgrüne Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall (Phytophthora-Wurzelfäule) hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Vorbeugend sollten Staunässe und Überdüngung vermieden werden.

Während der Kultur können Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliege und Weichhautmilben auftreten. Treten während der Kultur Blattflecken ohne ersichtlichen Schädlingsbefall auf, kann dies an zu kühlen Temperaturen und ungünstigen Lichtverhältnissen liegen.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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