Aglaonema

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Aglaonema Schott
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Aglaonema nitidum
Divisio: Magnoliophyta
Subdivisio: Magnoliophytina
Classis: Liliopsida
Subclassis: Aridae
Superordo: Aranae
Ordo: Arales
Familia: Araceae


Die Gattung Aglaonema, (=Kolbenfaden ) ist eine von 100-115 Gattungen in der Familie der Araceae (=Aronstabgewächse). Die 24 Arten sind immergrüne Stauden. Die verschiedenen Arten stammen aus dem tropischen Asien.

Namensherkunft

Die Gattung wurde 1829 von Heinrich Wilhelm Schott beschrieben und benannt. Der Gattungsname leitet sich aus dem griechischen aglaós (=herrlich) und nêma (=Faden), in Anspielung auf die Staubfäden, ab.

Merkmale

Alle Teile der Pflanzen sind giftig. Kontakt mit dem Saft kann Haut und Augen reizen. Die einfachen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind elliptisch oder eiförmig. Die Blätter sind ohne Gelenk unter der Spreite, die Blattstiele sind kürzer als die Spreite. Die Nervatur ist fiedernervig ohne durchgehenden Randnerv. Viele Arten haben silbrig oder grau panaschierte Blätter.

Die Blüten sind in Kolben (Spadix) angeordnet. Der Blütenkolben (Spadix) hat keinen sterilen Fortsatz. Das Hochblatt, bei dieser speziellen Blütenform Spatha genannt, ist am Grund nicht geschlossen und grünlich bis gelb gefärbt. Am Kolben gibt es getrennte Abschnitte mit jeweils weiblichen bzw. männlichen Blüten. Eine Blütenhülle fehlt bei den Arten.


Die eingeschlechtigen Blüten haben 1 Staubblätter. Das Staubblatt öffnet sich mit Poren.


Die Samenanlagen sind basal oder parietal am Fruchtblatt angewachsen. Die Früchte sind Beeren. Der Fruchtknoten ist 1-fächrig.

Arten

Die Kategorie Aglaonema bietet einen Überblick über die erfassten Arten, Varietäten, Subspecies oder Sorten.

Standort

Die Arten stammen aus tropischen Wäldern und sind frostempfindlich. Unter Glas wachsen sie in gut durchlässiger Topferde mit geringem Lehmanteil in gefiltertem Licht bei hoher Luftfeuchtigkeit. Im Freien bevorzugen sie einen halbschattigen Standort mit gut durchlässigem, mäßig nährstoffhaltigem Boden.

Pflege und Vermehrung

In der Wachstumsphase sollten die Pflanzen nur mäßig gegossen werden und eine monatliche Düngergabe erhalten. Im Winter sollte der Boden zwischen den Wassergaben immer abtrocken, da zu viel Wasser Wurzelfäule verursachen kann.

Im Frühling können die Stauden geteilt werden. Es können auch bewurzelte Schößlinge mit drei bis vier Blätter abgeteilt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Die Blattachseln können von Schmierläusen befallen werden.

Siehe auch

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Literatur

  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 2005, ISBN 978-3-937872-16-2
  • Christopher Brickell (Editor-in-Chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der grosse Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

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