Aiphanes

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Aiphanes Willd.
Aiphanes minima photo file 3,17MB.jpg
Aiphanes horrida
Divisio: Magnoliophyta
Subdivisio: Magnoliophytina
Classis: Liliopsida
Subclassis: Arecidae
Superordo: Arecanae
Ordo: Arecales
Familia: Arecaceae


Die Gattung Aiphanes, (=Stachelpalme ) ist eine von ca. 187 Gattungen in der Familie der Arecaceae (=Palmen). Die 24 Arten sind Bäume oder Sträucher. Die verschiedenen Arten stammen aus Südamerika, Zentralamerika und von den Westindischen Inseln.

Namensherkunft

Die Gattung wurde 1806 von Carl Ludwig von Willdenow beschrieben und benannt. Der Gattungsame setzt sich aus dem altgriechischen ai (=stets, immer) und phaneros (= offenkundig, sichtbar, auffällig, leuchtend) zusammen. Ironischerweise sind Stachelpalmen üblicherweise nur schwierig in dichter Vegetation auszumachen und wurden aus diesem Grund auch nur selten in Herbarien gesammelt. Wahrscheinlich bezieht sich der Name eher auf die auffällige Erscheinung der Pflanzen.

Merkmale

Die Pflanzen sind einstämmig Palmen. Die fiedrig zerteilten Blätter sind quirlständig angeordnet. Sie sind lineal und haben einen gezähnten Rand. Die Fiederblättchen sind V-förmig nach unten gefaltet. Die Blattstiele sind dornig.

"Die Blüten sind in Kolben (Spadix) angeordnet. Stachelpalmen blühen mehrmals im Leben, sie sind also ausdauernd (pollakanth). Die Blüten sind getrenntgeschlechtig einhäusig (monözisch).

Der Blütenstand steht unter den Blättern (infrafoliar) und wird von 1 bis 2 Hüllblättern umschlossen. Die Blütenstände stehen zunächst aufrecht und können während der Anthese, wenn sich die Blüten öffnen, kippen, bis sie herabhängen. Während der Fruchtreife werden sie häufig gebogen. Bei fast allen Arten entwickelt sich ein Blütenstand pro Blattachse, bei Aiphanes gelatinosa sind es jedoch häufig drei. Die Tragblätter (Brakteen) sind sehr variabel, sie können verdickt und holzig oder dünn und papierartig sein. Sie sind häufig mit Stacheln bewehrt, dünne Tragblätter fallen häufig ab, während holzige erhalten bleiben.

Der Blütenstand ist bei fast allen Arten kolbenartig, dabei aber einfach verzweigt. Die Blütenstandsachse besteht aus einem bewehrten Blütenstandsstiel (Pedunculus) mit einem Durchmesser von drei bis 50 Millimeter und einer Rhachis, von der Achsen erster Ordnung (Rhachillae) abzweigen, an denen dann die Blüten sitzen. Bei Aiphanes acaulis, Aiphanes spicata und Aiphanes macroloba, ist der Blütenstand jedoch immer, bei Aiphanes simplex meistens, unverzweigt. Am Blütenstiel sitzen flache, abgerundete und an den Seiten geflügelte Vorblätter (Brakteolen).

Die Blüten sitzen immer in Dreiergruppen (Triaden) aus zwei männlichen Blüten (mit Androeceum) und einer weiblichen Blüte (mit Gynoeceum). Weibliche Blüten weisen einen Staminodialring auf der Krone auf. Selten ergeben sich an der Spitze der Blütenstände (distal) Zweiergruppen, bei denen die weibliche Blüte fehlt. Bei Aiphanes deltoidea und Aiphanes minima ergeben sich selten Vierergruppen, aus jeweils zwei Geschlechterpaaren. " Sie haben 3 Kelchblätter und 3 verwachsene Kronblätter. Bei weiblichen Blüten stehen die Kelchblätter frei. Die Krone ist becherförmig mit radiärer Blütensymmetrie. Die eingeschlechtigen Blüten haben 6 Staubblätter. Die Staubblätter sind am Grund verwachsen.

Die 3 Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen.

Die Früchte sind Steinfrüchte. Der Fruchtknoten ist 3-fächrig. Die Früchte sind 1-samig. An der Frucht befindet sich endständig noch ein Griffelrest. Das Nährgewebe ist nicht ruminiert.

Arten

Die Kategorie Aiphanes bietet einen Überblick über die erfassten Arten, Varietäten, Subspecies oder Sorten.

Standort

Unter Glas wachsen die Pflanzen am besten an einem hellen Standort in lehmhaltiger Topferde mit Mullzusatz. Im Freien bevorzugen sie nährstoffhaltige, feuchte aber gut durchlässige Böden in voller Sonne.

Pflege und Vermehrung

In der Wachstumsphase können die Pflanzen großzügig gegossen monatlich mit Flüssigdünger gedüngt werden. Im Winter werden die Wassergaben reduziert.

Aussaat im Frühling bei 25 bis 30°C.

Krankheiten und Schädlinge

Unter Glas kann es zu Befall durch Spinnmilben kommen.

Siehe auch

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Literatur

  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 2005, ISBN 978-3-937872-16-2
  • Christopher Brickell (Editor-in-Chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der grosse Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

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