Bergenia crassifolia

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Bergenia crassifolia (L.) Fritsch

Saxifragaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   3

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: grundständig
Blatt: Immergrün

Blattform: verkehrt eifärmig

Blattgliederung: einfach

    

Blütenform: trichterförmig
Frucht: Balgfrucht

63D / e981ab 

Knospenanordnung: Zyme

Blüte: einfach
Blütenhabitus: nickend

Wuchsform: buschig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Saxifraganae
Ordo:
Saxifragales

Bergenia crassifolia, umgangssprachlich Altai-Bergenie, ist eine Staude.

Namensherkunft

Bergenia crassifolia wurde bereits von Carl Linnaeus beschrieben und benannt, aber erst von Karl Fritsch in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Taxonomie

Bergenia crassifolia ist eine Art aus der Gattung Bergenia, die circa 11 bis 18 Arten umfasst und zur Familie der Saxifragaceae (Steinbrechgewächse) gehört.

Merkmale

Bergenia crassifolia - Blüten

Wuchs

Die vergleichsweise schnellwüchsigen Stauden haben einen buschigen Wuchs und werden 35 bis 45 Zentimeter hoch. Die Wuchsbreite beträgt 30 bis 60 Zentimeter.

Blätter

Bergenia crassifolia ist immergrün. Die einfachen, dunkelgrünen Blätter sind grundständig. Sie sind verkehrt eiförmig, gezähnt und haben Nerven, die in den Blattrand auslaufen. Die Blätter sind etwa 20 bis 30 Zentimeter groß und haben eine kahle Oberfläche. Im Herbst nehmen sie eine attraktive rote Färbung an.

Blüten und Früchte

Von April bis Mai trägt Bergenia crassifolia nickende, rosafarbene trichterförmige Blüten die in Zymen angeordnet sind. Die Pflanzen sind zwittrig.

Im Sommer tragen die Stauden rote Balgfrüchte.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden Rhizome.

Verbreitung

Bergenia crassifolia stammt aus Sibirien und der Mongolei und ist in Österreich und Frankreich (ohne Korsika) eingebürgert.

Standort

Die Stauden bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf feuchten Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig oder kiesig-lehmig sein und einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen. Sie vertragen Temperaturen bis -40°C (WHZ 3). Die Pflanzen eignen sich für Randbereiche oder Wasserflächen stehender künstlicher Gewässer, Randbereiche oder Wasserflächen stehender natürlicher Gewässer und natürliche Bachläufe.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen
  • Gehölz (meist sehr humusreicher Boden)
  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: zeitweise trockene Böden

Verwendung

Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 35 bis 40 Zentimetern, am besten kommen die Stauden in Gruppen von 5 bis 10 Stück zur Geltung. Geeignet für Bauerngärten, Steingärten, Dachgärten, Dachbegrünung und für gemischte Rabatten, außerdem geeignet als Friedhofsgrün, Bodendecker, Kübelpflanze, Schnittblumen und als Bienenweide.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als wenig pflegeintensiv einzustufen.

  • Nach der Blüte zurückschneiden.

Vermehrung durch Teilung.

Sorten

Krankheiten und Schädlinge

Mehlige Absonderungen an Blättern, Blüten oder Früchten deuten auf Raupenbefall hin. Abhilfe schafft das Absammeln der Raupen, der Einsatz eines Insektizids oder biologische Schädlingsbekämpfung.

Verkrüppelte oder entfärbte Blätter und Blüten weisen auf einen Befall durch älchen hin. Dies führt zum Absterben der Pflanze, befallene Pflanzen sollten entfernt werden.

Plötzliche Welke oder fahlgrüne Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall (Phytophthora-Wurzelfäule) hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Vorbeugend sollten Staunässe und Überdüngung vermieden werden.

Fraß- und Schleimspuren deuten auf ein Schneckenproblem hin. Regelmäßige Bodenbearbeitung und gute Hygiene wirkt vorbeugend. Bei Befall können Schneckenkorn oder Nützlinge (Fadenwürmer) eingesetzt werden. Auch das Absammeln der Schnecken in den Abendstunden hilft.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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