Lobularia maritima

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Lobularia maritima (L.) Desv.

Brassicaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   7

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt:

Blattform: verkehrt<br>eilanzettlich

Blattgliederung: einfach

    

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vierz&auml;hlig
Frucht: Sch&ouml;tchen

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Traube

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: keine Angabe

Wuchsform: polsterf&ouml;rmig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Dilleniidae
Superordo:
Violanae
Ordo:
Capparales

Lobularia maritima, genannt Strandkresse, Steinkraut, Strandkraut oder Silberkraut, ist eine schöne Einjährige bzw. kurzlebige Staude, die sich über Selbstaussaat viele Jahre am gleichen Standort halten kann.

Namensherkunft

Lobularia maritima wurde bereits von Carl Linnaeus beschrieben und benannt, aber erst 1814 von Nicaise Auguste Desvaux in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Deutsche Namen

  • Duftsteinrich
  • Gewöhnliches Strand-Silberkraut
  • Lobularie
  • Strand-Silberkraut

Taxonomie

Lobularia maritima ist eine Art aus der Gattung Lobularia, die circa 9 bis 11 Arten umfasst und zur Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler) gehört.

Merkmale

Lobularia maritima -
Starkwüchsige Sorte
Lobularia maritima in Farben
Lobularia maritima - Blüten

Wuchs

Die vergleichsweise schnellwüchsigen Polsterpflanzen werden 5 bis 25 Zentimeter hoch, bei einer Wuchsbreite bis 30 Zentimeter. Sie wachsen als kurzlebige Stauden, bei und meist nur als Einjährige.

Blätter

Lobularia maritima hat einfache, mittelgrüne wechselständig angeordnete Blätter. Diese sind verkehrt eilanzettlich und ganzrandig. Sie sind sitzend und haben Nerven, die in den Blattrand auslaufen. Die Blätter sind etwa 2 bis 4 Zentimeter groß und haben eine weich behaarte Oberfläche.

Blüten und Früchte

Lobularia maritima hat eine extrem lange Blühdauer, vom Juni oft bis zum Frost im Dezember. Die kleinen, vierzähligen, aromatisch duftenden Einzelblüten stehen in einem zuerst dicht traubenartigen Blütenstand, der später lockerer wird. Die weißlich oder selten violett gefärbten Kronblätter sind etwa 3 mm lang. Gut versorgte Pflanzen sind überreich mit schneeweißen Blüten besetzt und verbreiten einen starken Honig-Duft.

Die rundlichen bis verkehrt eiförmigen Schötchenfrüchte werden 2 bis 3 mm lang und enthalten einen Samen pro Fach.

Verbreitung

Lobularia maritima stammt von der Iberischen Halbinsel, aus Frankreich (ohne Korsika), von der Apenninenhalbinsel, der Balkanhalbinsel, aus der Türkei, Nord-Afrika und von der Arabischen Halbinsel. Dort kommt die Pflanze in oft schwach salzhaltigen Bereichen entlang der Küsten vor.
Auf den Britischen Inseln, in Nordeuropa, Österreich, dem östlichen Mitteleuropa, Rumänien und auf der Krim-Halbinsel ist er ein in Einbürgerung befindlicher Neophyt. In Mitteleuropa wächst die meist aus Gärten stammende Pflanze mittlerweile wild und ist in Ruderalfluren und entlang von Straßen zu finden.

Standort

Der Duftsteinrich bevorzugt einen vollsonnigen Standort, er kommt gut mit Trockenheit zurecht. Er ist bei uns nur bedingt winterhart, vermehrt sich jedoch reichlich durch Selbstaussaat.
Für die Art sind magere, durchlässige, alkalische (kalkhaltige) Böden vom Vorteil. Sorten dürfen etwas reichlicher ernährt werden, um sich optimal zu entwickeln.
Das Pflanz-Substrat sollte sandig-lehmig oder kiesig-lehmig sein.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • hohe Toleranz: zeitweise trockene Böden

Verwendung

Der Duft-Steinrich ist vielseitig, sowohl in voller Sonne als auch im Halbschatten, zu verwenden: Er eignet sich für Kiesgärten, Steingärten und Trockenmauern, für Balkonkästen, Kübel und Hängeampeln, als Bodenbedecker und als Einfassungspflanze für Blumenbeete und Rabatten.
Er kommt zum Einsatz in Rosenbeeten und Duftgärten, zur Grabbepflanzung, und ist besonders geeignet für Gartenanlagen im mediterranen Stil und andere naturnahe Gartenanlagen.
Seine Blütenfülle und sein Honigduft macht ihn ebenfalls zur Bienenweide.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als mäßig pflegeintensiv einzustufen.

  • Pflanzung der Sorten in eine vorgedüngte, nährstoffreiche Gartenerde. Zur optimalen Entwicklung zusätzlich im Abstand von 7 bis 14 Tagen mit einem Flüssigdünger nachdüngen.
  • Wenn die Blütenfülle nachlässt, die Pflanzen auf die Hälfte zurückschneiden; der Neuaustrieb blüht, nach einer leichten Nachdüngung, ein weiteres Mal.
  • Manche Sorten, wie 'Snow Princess', setzen keinen Samen an; damit müssen sie zu jeder Saison neu gepflanzt werden, - können aber auch nicht "verwildern".

Aussaat: Im März in Töpfe unter Glas oder Ende April ins Freiland. Pflanzen aus Topfaussaat Anfang Mai auspflanzen; stets mehrere Pflanzen in Tuffs zusammen pflanzen.

  • Bei manchen Sorten vegetative Vermehrung durch Stecklinge.

Sorten

Es werden eine Reihe von Namenssorten angeboten, hier nur einige Beispiele:

Krankheiten und Schädlinge

Ein weißer, puderartiger Belag auf der Pflanze deutet auf einen Befall durch Echten Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Weiße Büschel oder weißer Belag auf der Blattunterseite deutet auf einen Befall durch Falschen Mehltau hin. Die befallenen Pflanzenteile sollten entfernt und zusätzlich ein Fungizid einsetzt werden. Halten Sie die Wurzeln feucht und gießen Sie die Pflanzen nicht von oben. Eine verbesserte Belüftung wirkt vorbeugend.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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