Amelanchier arborea subsp. laevis

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Amelanchier arborea subsp. laevis Wiegand

Rosaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch bis Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton - Bodenart: Torf

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: eiförmig

Blattgliederung: einfach

              

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>f&uuml;nfz&auml;hlig
Frucht: Rosenfrucht

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Traube

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: h&auml;ngend

Kronenform: breitkronig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Rosidae
Superordo:
Rosanae
Ordo:
Rosales

Amelanchier arborea subsp. laevis, umgangssprachlich Kahle Felsenbirne, ist ein Strauch.

Namensherkunft

Der botanische Name 'Amelanchier' ist keltisch-gallischen Ursprungs und bedeutet soviel wie 'Äpfelchen'.

Taxonomie

Amelanchier arborea subsp. laevis ist eine Unterart aus der Gattung Amelanchier, die circa 21 bis 82, zum Teil schwer unterscheidbare, Arten umfasst und zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) gehört.
Uberwiegend gebräuchlich ist (das Synonym) = A. laevis, "Hängende" oder "Kahle Felsenbirne". Amelanchier arborea subsp. laevis ist Hybridelternteil von Amelanchier x grandiflora

  • Amelanchier arborea var. cordifolia
  • Amelanchier laevis var. nitida

Merkmale

Amelanchier arborea subsp. laevis - Blätter

Wuchs

Die breit und malerisch wachsenden Sträucher werden in ihrer Heimat über 10 Meter, bei uns 3 bis 6 Meter hoch, ihre Wuchsbreite beträgt 3 bis 6 Meter. Sie können sich zu kleinen, mehrstämmigen Bäumen entwickeln, mit waagerecht abstehenden Ästen und überhängenden Zweigspitzen.

Holz und Rinde

Die Zweige sind schlank und flexibel, von rot-brauner Farbe, können anfangs mit feinen Härchen bedeckt sein. Junge Rinde ist glatt, aschgrau mit dunklen Streifen; später rau längsrissig, abblätternd.

Blätter

Amelanchier arborea subsp. laevis ist sommergrün. Die einfachen, dunkelgrünen Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind eiförmig, fein gezähnt und gestielt. Die Belaubung der Pflanzen ist locker, im Herbst nehmen die Blätter eine attraktive gelbe, orange bis kräftig orange Färbung an.

Blüten und Früchte

Während der Blütezeit von April bis Mai ist Amelanchier arborea subsp. laevis sehr attraktiv. Die Pflanzen tragen dann, an den mehrjährigen Trieben, in großer Fülle hängende Trauben aus weißen, radförmig fünfzähligen, zwittrigen, bis zu 2 cm großen Blüten. Deren Bestäubung erfolgt durch Insekten.

Ab Juni-Juli entwickeln sich die zuerst roten, bis Oktober blau-schwarz reifenden, süßen, 12-15 mm großen kugeligen Beeren. Sehr oft werden diese schon im roten Zustand von Vögeln geerntet.

Wurzelsystem

Die Pflanzen bilden ein überwiegend flaches, dichtverzweigtes Wurzelwerk.

Verbreitung

Amelanchier arborea subsp. laevis stammt aus dem Norden der USA.

Standort

Die Sträucher bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf frischen bis feuchten, vorzugsweise sauren Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig, kiesig-lehmig, sandig-tonig, lehmig-tonig oder torfhaltig sowie vergleichsweise mager sein. Für eine gute Entwicklung benötigen die Pflanzen einen pH-Wert zwischen 4,8 und 7 sowie eine Oberbodendicke von mindestens 76 Zentimetern. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C (WHZ 5) und benötigen eine frostfreie Periode von mindestens 12 Wochen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • geringe Toleranz: salzhaltige Böden
  • mittlere Toleranz: sauerstoffarme Böden, zeitweise trockene Böden, kalkhaltige Böden
  • hohe Toleranz: Stadtklima

Verwendung

Amelanchier laevis werden überwiegend als Ziersträucher kultiviert. Wie andere Felsenbirnen, die als "Korinthensträucher" zu uns kamen, lässt sich aus ihren Früchten eine süße Marmelade mit marzipanartigem Beigeschmack herstellen; Vögel lieben die Beeren.
Geeignet für Dachgärten, als Kübelpflanze, Bienenweide und als Vogelschutzgehölz. Attraktiv als Unterwuchs vor Bäumen, als Solitär im Rasen, zur Grenzbepflanzung in Innenstädten und Gärten. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 2 bis 2,4 Metern.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als wenig pflegeintensiv einzustufen.

  • Nach Bedarf können die Pflanzen auf den Stock gesetzt werden.

Vermehrung durch Aussaat möglich. Die Pflanzen sind Kaltkeimer, müssen also stratifiziert werden.
In der Praxis wird Amelanchier laevis durch Veredelung auf Amelanchier lamarckii vermehrt, was die Toleranz für kalkhaltige Böden erhöht.

Sorten

  • Amelanchier laevis 'Ballerina' - (auch: Amelanchier lamarckii 'Ballerina', A. x grandiflora 'Ballerina') - großfrüchtig, 4 - 6 m hoch, Krone trichterförmig, Herbstfärbung purpurbraun
  • Amelanchier laevis 'Edelweiß' - großfrüchtige Sorte, bis 3 m hoch, Herbstfärbung gelb bis orange-scharlach

Krankheiten und Schädlinge

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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