Enkianthus campanulatus

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Enkianthus campanulatus (Miq.) G.Nicholson

Ericaceae

Lebensform: Strauch
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne - Standort: Halbschatten   5

Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: elliptisch

Blattgliederung: einfach

                   

Blütenform: glockenförmig
Frucht: fachspaltige Kapsel

3D / efe981 

Knospenanordnung: Traube

Blüte: keine Angabe
Blütenhabitus: hängend

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Dilleniidae
Superordo:
Ericanae
Ordo:
Ericales

Enkianthus campanulatus, umgangsprachlich Glockige Prachtglocke, ist ein dekorativer Strauch, welcher nicht nur wegen seiner Blüten und Herbstfärbung sondern auch wegen seines zierlichen Wuchses interessant ist.

Namensherkunft

Enkianthus campanulatus wurde bereits von Friedrich Anton Wilhelm Miquel beschrieben und benannt, aber erst 1884 von George Nicholson in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Taxonomie

Die Glockige Prachtglocke ist eine Art aus der Gattung Enkianthus, die circa 17 bis 18 Arten umfasst und zur Familie der Ericaceae (Erikagewächse) gehört.

Merkmale

Enkianthus campanulatus - Habitus
Enkianthus campanulatus - Blüten
Enkianthus campanulatus - Fruchtbildung
Enkianthus campanulatus - Früchte
Enkianthus campanulatus - Herbstfärbung
Solitäre Pflanze mit Rhododendron
Herbstfärbung und Blütenknospe

Wuchs

Der schlank aufrecht, locker wachsende Strauch wird 2 bis 3 (max. etwa 5) m hoch und ca. 1,5 bis 2,5 m breit. Er ist vergleichsweise langsamwüchsig und erreicht seine volle Höhe erst nach ca. 20 bis 30 Jahren. An seinen straff aufrecht stehenden Hauptästen wachsen quirlständige, etagenartig abstehende Seitenäste. So bekommt der Strauch im Alter einen malerischen, unregelmäßig lockeren Habitus.

Holz und Rinde

Die Zweige sind fein und glatt, mit feinfaserigem Holz. Die Rinde ist bei jungen Zweigen wie bei altem Holz glatt und hellbraun.

Blätter

Enkianthus campanulatus ist sommergrün. Die rhombisch-elliptischen Blätter sind 3 bis 7 cm lang und wechselständig, an den Zweigenden sind sie quirl-ähnlich gehäuft angeordnet. Sie haben einen fein gesägten Rand, im Herbst färben sie sich, je nach Standort und Bodenfeuchte, gelb bis intensiv rot.

Blüten und Früchte

Die glockenförmigen Blüten sind cremegelb bis rosa, mit feiner rötlicher Zeichnung oder roten Streifen. Sie sind in Doldentrauben hängend angeordnet und erscheinen von Mai bis Juni, vor oder mit dem Blattaustrieb.

Die Früchte sind fachspaltige Kapseln.

Wurzelsystem

Die Pflanzen haben ein herzförmiges Wurzelwerk, mit einer besonders intensiven Feinwurzelbildung im Oberflächenbereich.

Verbreitung

Enkianthus campanulatus stammt aus Japan.

Standort

Die Glockige Prachtglocke bevorzugt einen halbschattigen bis schattigen Standort und verträgt Temperaturen bis -28,2º C (Winterhärtezone 5a). Bei genügender Bodenfeuchtigkeit kann sie auch sonnig stehen; hier ist die Herbstfärbung besonders intensiv. Sie ist kalkmeidend, wächst auf sandigen und humosen, schwach sauren bis sauren Böden mit gleichbleibender Feuchtigkeit, sowie in humosen Substraten. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 4 und 6 aufweisen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen

Verwendung

Die Prachtglocke ist ein besonders schöner Strauch für den kleineren Hausgarten, für sandige, sonnige, feuchte Plätze; ist auch im Pflanzkübel oder im Trog gut zu verwenden, da gut frosthart.

Enkianthus passt insbesondere als Solitärgehölz in Heide-Themen, einzeln oder in Gruppen: Der zu den Ericaceen zählende Strauch hat ähnliche Ansprüche wie Rhododendron, Azaleen und viele Ericen, und er kann mit diesen ausgezeichnet vergesellschaftet werden.

Pflege

Insbesondere auf sandigen, trockeneren Standorten ist auf ausreichende Feuchtigkeit zu achten. Auf mageren Standorten kann eine leichte Düngergabe, zur Wachstumszeit im Mai/Juni, zweckmäßig sein. Ansonsten kann das Liegenlassen von Laub zum Winter schon als Nährstoffzufuhr genügen. Der Strauch ist empfindlich gegen Kalk und gegen Oberflächenvedichtiung!

'Albiflorus'

Varietäten, Sorten

Verschiedene Varianten in der Blütenfärbung und -zeichnung haben einige Sorten hervorgebracht. Beispiele:

  • Enkianthus campanulatus var. palibinii, Palibins Prachtglocke, Blütenfarbe rot
  • Enkianthus campanulatus 'Miyama beni', Blütenfarbe tief rosa-rot, geadert
  • Enkianthus campanulatus 'Hiraethlyn', rahmweiße Blüten, weinrot überlaufen
  • Enkianthus campanulatus 'Albiflorus', schöne weißliche Blüten
  • Enkianthus campanulatus 'Showy Lanterns', große dunkelrosa Blüten

Einzelnachweise

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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