Anthemis tinctoria

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Anthemis tinctoria L.

Asteraceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Nutzpflanze / Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   6

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: verkehrt<br>eilanzettlich

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vielz&auml;hlig
Frucht: Ach&auml;ne

3A / f8da21 

Knospenanordnung: einzeln

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: buschig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Asteridae
Superordo:
Asteranae
Ordo:
Asterales

Anthemis tinctoria, umgangsprachlich Färber-Hundskamille, ist eine Staude mit leuchtend gelben Blüten.

Namensherkunft

Anthemis tinctoria wurde 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und benannt.

Taxonomie

Anthemis tinctoria ist eine Art aus der Gattung Anthemis, die circa 222 bis 315 Arten umfasst und zur Familie der Asteraceae (Korbblütler) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Anthemis maritima.


Merkmale

Blüten von Anthemis tinctoria
'Dwarf Form' - Eine Zwergform von A. tinctoria
Blütenteppich mit A. tinctoria 'Sauce Hollandaise' , dazwischen A. tinctoria 'E.C. Buxton'

Wuchs

Die vergleichsweise kurzlebigen Stauden haben einen buschigen Wuchs und werden 30 bis 90 Zentimeter hoch.

Blätter

Anthemis tinctoria ist sommergrün, die Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind fiederteilig, die einzelnen Fiederblättchen sind linear geformt und haben einen fein gesägten Rand. Oberseits sind die Blätter grün, fast kahl und leicht punktiert, unterseits sind sie etwas graufilzig.

Blüten und Früchte

Sowohl die Zungen- als auch die Röhrenblüten sind leuchtend goldgelb und erscheinen von Juni bis September. Sie haben einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern, und stehen einzeln auf langen und dünnen Stielen, die leicht verzweigt und teils filzig behaart sind.

Die Früchte sind Achänen.

Verbreitung

Anthemis tinctoria stammt aus ganz Europa mit Ausnahme der Britischen Insel und der Iberischen Halbinsel, aus der Türkei, Syrien, dem Iran, dem Kaukasus und ist eingebürgert auf den Britischen Inseln. Sie ist eine verwilderte Nutz- und Zierpflanze und gilt als Agriophyt[1].

Standort

Die Färber-Hundskamille bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -23,3º C (Winterhärtezone 6a). Sie wächst auf humusarmen sandigen oder steinigen Böden und fühlt sich in trockenen bis frischen, gut durchlässigen Substraten wohl. Je feuchter und nährstoffreicher der Boden ist, desto mehr werden Blätter anstatt Blüten ausgebildet. Das Substrat sollte einen pH-Wert zwischen 8 und 10 aufweisen.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Freiflächen
  • Gehölzrand (meist humoser Boden)

Verwendung

Der Zierwert von Anthemis tinctoria entsteht vor allem durch den Duft. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 50 Zentimetern, am besten kommen die Stauden in Gruppen von 3 bis 10 Stück zur Geltung.

Zierpflanze

Die Stauden eignen sich sehr gut für Rabatten und Natur-, Stein- oder Bauerngärten. Sie kann auch gut als Kübelpflanze verwendet werden. Man kann sie einzeln oder in kleinen Gruppen pflanzen, bei einer Gruppenpflanzung empfiehlt sich ein Abstand von etwa 50 Zentimetern. Gute Pflanzpartner sind unter anderem Salvia nemorosa, Agastache rugosa, Achillea, Hemerocallis, Pennisetum oder Campanula. Als Schnittblumen sind die Blüten lange haltbar.

Nutzpflanze

Aus den Blüten kann ein Färbemittel für Textilien hergestellt werden das einen intensives Goldgelb ergibt.

Das aromatische Laub soll, wenn man es auf der Haut zerreibt, Linderung bei Insektenstichen schaffen.

Außerdem geeignet zur Dachbegrünung, als Schnittblumen und als Bienenweide.

Pflege und Vermehrung

Die Pflanzen sollten alle zwei bis drei Jahre geteilt werden um die Vitalität zu erhalten und die Blühfreudigkeit zu fördern. Durch Rückschnitt gegen Ende der Blütezeit kann diese verlängert werden.

Die Vermehrung erfolgt über Aussaat im zeitigen Frühjahr. Wurzelstecklinge können in Frühjahr oder Spätsommer genommen werden. Vermehrung durch Teilung erfolgt im Frühjahr.

Arten und Sorten

Sorten entstanden sowohl aus Auslesen, als auch aus Kreuzungen mit A. sancti-johannis.

Giftigkeit

Aeskulap  Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen

Krankheiten und Schädlinge

Gelegentlich kann es zu Befall mit Falschem Mehltau kommen. Außerdem können Schnecken und Blattläuse ein Problem sein.

Belege

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

Einzelnachweise

  1. Anthemis tinctoria bei BiolFlor

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