Arabis alpina subsp. caucasica

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Arabis alpina subsp. caucasica Willd.

Brassicaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   4

Bodenfeuchte: trocken bis Bodenfeuchte: frisch

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton

Blattstand: wechselständig
Blatt: Immergrün

Blattform: verkehrt eifärmig

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>vierz&auml;hlig
Frucht: Schote

N999D / ffffff 

Knospenanordnung: Traube

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: teppichartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Rosopsida
Subclassis:
Dilleniidae
Superordo:
Violanae
Ordo:
Capparales

Arabis alpina subsp. caucasica, umgangsprachlich Kaukasische Gänsekresse, ist eine posterbildende, wintergrüne Staude.
Sie wird in deutschen Sprachraum überwiegend als Arabis caucasica in verschiedenen Sorten angeboten.

Namensherkunft

Arabis alpina subsp. caucasica wurde bereits 1814 von Carl Ludwig von Willdenow beschrieben und benannt, aber erst von John Isaac Briquet in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Taxonomie

Die Kaukasische Gänsekresse ist eine Art aus der Gattung Arabis, die circa 124 bis 330 Arten umfasst und zur Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler) gehört.


Merkmale

Arabis caucasica photo file 598KB.jpg
Arabis caucasica close-up photo file 494KB.jpg
Arabis caucasica whole plant photo file 799KB.jpg

Wuchs

Die Staude wird 15 bis 20 Zentimeter hoch und breitet sich durch Ausläufer teppichartig aus. Die Wuchsbreite beträgt 30 bis 60 Zentimeter.

Blätter

Arabis alpina subsp. caucasica ist wintergrün, die ganze Pflanze ist grau- bis weißfilzig. An der Basis bilden die Blätter eine Blattrosette und sind spatelig bis eiförmig, mit einem jederseits mit 2–3 (–5) Zähnen versehenen Rand. Die Stengelblätter sind wechselständig angeordnet und länglich bis eiförmig, ebenfalls mit gezähntem Rand.

Blüten und Früchte

Die vierzähligen Blüten sind weiß, erscheinen von April bis Mai, und duften leicht. Sie besitzen 9–18 mm lange Kronblätter und sind in lockeren, reichblühenden Trauben angeordnet.

Die Früchte sind bis über 6 cm lange Schoten.

Verbreitung

Arabis alpina subsp. caucasica stammt aus Sizilien, Malta, Kreta, Bulgarien, der Türkei, Syrien, dem Kaukasus, dem Iran, Zentralasien, Marokko und Algerien. In Mitteleuropa wurde sie um etwa 1800 als Zierpflanze eingeführt.

Standort

Die Kaukasische Gänsekresse bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Temperaturen bis -34,4º C (Winterhärtezone 4a). Sie fühlt sich in trockenen bis frischen Substraten wohl und toleriert fast jeden Boden, solange er gut durchlässig ist. Zu schwere Böden führen zu Fäulnis.

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber

  • Steinanlagen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: zeitweise trockene Böden

Verwendung

Da Arabis alpina subsp. caucasica pflegeleicht und ziemlich anspruchslos ist, zählt sie zu den besonders beliebten Pflanzen für den Steingarten. Sie eignet sich auch als Bodenbedecker, als Randbepflanzung für sonnige Rabatten (der empfohlene Pflanzabstand liegt hier bei 20 Zentimetern), oder als 'Lückenfüller' von Trockensteinmauern oder gepflasterten Wegen; ebenfalls als Schnittblume mit einem feinen Duft.

Fällt echt aus Samen: 'Snowfix'

Gute Pflanzpartner sind zum Beispiel Aurinia saxatilis, Alyssum, Aubrieta und Iris-Barbata-Hybriden.

Pflege und Vermehrung

An optimalen Standorten ist kaum Pflege erforderlich. Ihr Ausbreitungsdrang durch Ausläufer und wurzelnde Triebe ist nach Bedarf einzugrenzen.
Abgeblühte Blütenstände sollten bis zu den oberen Stängelblättern entfernt werden, nach der Blüte kann die Pflanze gestutzt werden, um einen kompakten Wuchs zu fördern.

Im Sommer können Stecklinge genommen werden, es ist aber auch eine Vermehrung durch das Abtrennen einzelner Rosetten möglich. Es gibt auch einige samenechte Sorten.

Sorten

Eine kleine Auswahl:

  • 'Plena' - gefüllte Blüten
  • 'Rosea' - hellrosa Blüten
  • 'Schneehaube' - kompakter als die Art
  • 'Variegata' - Blätter mit blaßgelbem Rand

Krankheiten und Schädlinge

Wie alle Arabis-Arten ist auch die Kaukasische Gänsekresse anfällig für Falschen Mehltau und Weissen Rost. Befallene Blätter sollten möglichst bald abgesammelt und verbrannt werden, damit keine Sporen in den Boden gelangen. Um die Luftzirkulation zu verbessern sollten genügend grosse Pflanzabstände eingehalten werden.

Weitere Probleme können Blattläuse und der Befall durch Gallmücken sein. Letzeres äussert sich in deformierten Blütenstengeln, die entfernt und verbrannt werden sollten.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. 3. Auflage. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2.

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es:Arabis alpina subsp. caucasica

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