Aristolochia macrophylla

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Aristolochia macrophylla Lam.

Aristolochiaceae

Lebensform: Kletterpflanze
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Halbschatten - Standort: Schatten   9

Bodenfeuchte: feucht

Bodenart: Ton - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton - Bodenart: Torf

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: herzförmig

Blattgliederung: einfach

    

Blütenform: röhrenförmig
Frucht: fachspaltige Kapsel

183D / 742530 

Knospenanordnung: einzeln

Blüte: einfach
Blütenhabitus: hängend

Wuchsform: keine Angabe

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Piperopsida
Subclassis:
Piperidae
Superordo:
Lactoridanae
Ordo:
Aristochiales

Aristolochia macrophylla, (Syn.: A. durior), die Amerikanische Pfeifenwinde, ist eine starkwüchsige Kletterpflanze.

Namensherkunft

Aristolochia macrophylla wurde 1783 von Jean-Baptiste Pierre Antoine de Monet de Lamarck beschrieben und benannt.

Deutsche Namen

  • Amerikanische Pfeifenwinde
  • Osterluzei
  • Pfeifenwinde

Taxonomie

Aristolochia macrophylla ist eine Art aus der Gattung Aristolochia, die circa 489 bis 545 Arten umfasst und zur Familie der Aristolochiaceae (Osterluzeigewächse) gehört. Die Typus-Art der Gattung ist Aristolochia rotunda.

Merkmale

Aristolochia macrophylla - Zweige

Wuchs

Diese starkwüchsige, linkswindende Liane und erreicht Wuchshöhen von etwa 10 bis 20 Metern. Anfangs kaum wachsend, bekommt sie ab dem 3. bis 5. Jahr Jahrestriebe von 150-200 cm Länge. Ihre Wuchsbreite beträgt etwa 2 bis 6 Meter. Bei schleppenartig überhängendem Wuchs können Schleppen bis 3 m lang und breit entstehen.

Blätter

Aristolochia macrophylla ist sommergrün, sehr dicht belaubt. Die 10-30 cm großen einfachen, tiefgrünen Blätter sind wechselständig angeordnet und stehen dachziegelartig übereinander. Sie sind herzförmig, ledrig, tiefgrün, und ganzrandig, gestielt und handnervig und haben eine feinflaumige Oberfläche. Ab November nehmen sie eine fahlgelbe Färbung an.

Blüten und Früchte

Erst an älteren Exemplaren bildet Aristolochia macrophylla (A.durior) im Mai/Juni bis August unscheinbare, pfeifenähnliche, grünlichbraune, relativ kleine und farblich unauffällige zwittrige Blüten. Diese stehen einzeln in den Blattachseln an einem 3 bis 7 Zentimeter langen Stiel an den einjährigen Trieben und liegen unter dem Blattwerk verborgen. Mit ihrem aasähnlichen Geruch werden Fliegen zur Bestäubung angelockt.

Eine Fruchtbildung ist in Westeuropa selten. Es wird eine grüne sechsklappige Kapselfrucht gebildet, die 6 bis 8 Zentimeter lang und 4 bis 10 Zentimeter breit wird, gurkenähnlich aber ungenießbar ist. Die flachen und dreikantigen Samen sind etwa 1 Zentimeter groß.

Wurzelsystem

Die Pflanzen sind Tiefwurzler mit dicken, fleischigen und wenig verzweigten Hauptwurzeln.

Verbreitung

Aristolochia macrophylla stammt aus dem Südosten der USA.

Standort

Die Kletterpflanzen vertragen Sonne bis Schatten, sind mäßig windverträglich und in feuchten Böden nicht sonnenempfindlich, hitzeverträglich, extrem frosthart und stadtklimafest. Sie wachsen in allen frischen bis feuchten, einigermaßen nährstoffreichen Substraten, bevorzugen kräftige Böden mit einem pH-Wert zwischen 8 und 10. Sie vertragen Temperaturen bis ca. - 28°C (WHZ 5a).

Verwendung

Diese Pfeifenwinde wird als Zierpflanze zur Fassadenbegrünung oder als Rankpflanze an Pergolen eingesetzt; außerdem geeignet als Rankpflanze in Bäumen sowie als Vogelnistgehölz.

Pflege und Vermehrung

Grundsätzlich sind die Pflanzen als wenig pflegeintensiv einzustufen. - Ein Auslichtungs-Schnitt alle 1 - 3 Jahre wird empfohlen.

Giftigkeit

Die gesamte Pflanze enthält Aristolochiasäure und gilt als giftig bis stark giftig.

Krankheiten und Schädlinge

  • An zu trockenen oder sehr sonnigen Standorten, z.B. an Südfassaden, besteht die Gefahr des Befalls mit Milben (Panonychus ulmi), welcher zu Blattverlust führen kann.

Honigtau, Gallen oder gekräuselte Blätter deuten auf einen Befall durch Blattläuse hin. Abhilfe schafft ein Insektizid oder biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Schlupfwespen oder räuberischen Mücken.

Plötzliche Welke oder fahlgrüne Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall (Phytophthora-Wurzelfäule) hin. Befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Vorbeugend sollten Staunässe und Überdüngung vermieden werden.

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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