Asphodeline lutea

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Asphodeline lutea (L.) Rchb.

Asphodelaceae

Lebensform: Staude
Verwendung: Zierpflanze

Standort: Sonne   7

Bodenfeuchte: trocken

Bodenart: sandiger Lehm - Bodenart: steiniger Lehm - Bodenart: sandiger Ton - Bodenart: lehmiger Ton - Bodenart: Torf

Blattstand: wechselständig
Blatt: Sommergrün

Blattform: lineal

Blattgliederung: einfach

Bl&uuml;tenform: radf&ouml;rmig<br>sechsz&auml;hlig
Frucht: fachspaltige Kapsel

12B / ffce2d 

Knospenanordnung: Traube

Bl&uuml;te: einfach
Bl&uuml;tenhabitus: aufrecht

Wuchsform: horstartig

Taxonomie

Divisio:
Magnoliophyta
Subdivisio:
Magnoliophytina
Classis:
Liliopsida
Subclassis:
Liliidae
Superordo:
Lilianae
Ordo:
Asparagales

Asphodeline lutea, umgangssprachlich Junkerlilie, auch Gelber Affodill ist eine recht trockenheitsverträgliche Staude für mediterrane Pflanzungen.

Namensherkunft

Asphodeline lutea wurde bereits von Carl Linnaeus beschrieben und benannt, aber erst von Heinrich Gottlieb Ludwig Reichenbach in die heute gültige Systematik eingeordnet.

Taxonomie

Asphodeline lutea ist die Typus-Art der Gattung Asphodeline, die circa 19 bis 23 Arten umfasst und zur Familie der Asphodelaceae (Affodillgewächse) gehört.

Merkmale

Asphodeline lutea - dichter Bestand durch Ausläufer
Asphodeline lutea - Blattrosette
Die Blüten öffnen sich in unregelmäßiger Abfolge
Asphodeline lutea - Blüten und Früchte

Wuchs

Aus einer grundständigen Blattrosette entwickelt sich der kräftige Stängel der Pflanze. Dieser erreicht Wuchshöhen von 40 bis 120 Zentimetern, ist bis zu den Blüten stark beblättert und von den Blattscheiden verdeckt. Er trägt den unverzweigten, traubigen Blütenstand, welcher dicht mit Blüten besetzt ist und 10 bis 40 Zentimeter lang wird. Durch kurze Ausläufer können sie dichte Bestände bilden.

Blätter

Die wintergrünen, feinen, lauchartigen Blätter von Asphodeline lutea stehen grundständig in einer Rosette, und am Stängel spiralig. Sie sind lineal, im Querschnitt dreikantig, im Ansatz stengelumfassend und parallelnervig, etwa 35 Zentimeter lang und 5 Millimeter breit.

Blüten und Früchte

Von Mai bis Juni trägt Asphodeline lutea 3 cm große gelbe, duftende Blüten in einem unverzweigten, traubigen, dichten Blütenstand. Die sechs Blütenhüllblätter sind gelb mit grünem Mittelnerv und am Grund kurz miteinander verwachsen. Die drei Staubblätter sind unterschiedlich lang und gebogen, der ebenfalls gebogene Stempel ragt noch etwas weiter hervor. Die Einzelblüten öffnen sich in unregelmäßiger Abfolge, der Blütenstand zeigt zur gleichen Zeit knospige, offene und verblühende Blüten sowie Früchte.

Lange schmückende Fruchtstände

Als Früchte werden kugelige, etwa 1 cm große, ledrige Kapseln ausgebildet, welche die schwarzen, tetraederförmigen Samen beinhalten. Die standfesten Fruchtstände sind bis in den Winter hinein dekorativ.

Wurzelsystem

Die Staude bildet ein kurzes Rhizom und fleischige Wurzeln.

Verbreitung

Asphodeline lutea stammt aus dem Mittelmeerraum. Hier wächst die Staude auf meist kalkhaltigen steinigen und felsigen Böden und in trockenem Grasland.

Standort

Die Stauden bevorzugen einen sonnigen Standort auf trockenen Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig, kiesig-lehmig, sandig-tonig, lehmig-steinig sein und einen pH-Wert zwischen 8 und 10 aufweisen. Sie vertragen Temperaturen bis -18°C (WHZ 7).

Lebensbereich nach Prof. Dr. Sieber:

  • Beet (nährstoffreicher Boden)
  • Freiflächen
  • Steinanlagen

Toleranz spezieller Standortbedingungen

  • keine Toleranz: Staunässe, Winternässe

Verwendung

Asphodeline lutea gilt als sehr wertvolle Wildstaude, hervorragend für trockenere, mediterran geprägte, steppenartige Pflanzungen. Geeignet für Steinanlagen, Steingärten und steinige Hänge, als Solitäre eine Besonderheit in Beeten und Rabatten auf durchlässigen Böden, wo sie absolut winterhart sind und Bestände bilden können. Der empfohlene Pflanzabstand liegt bei 40 Zentimetern, am besten kommen die Stauden in Gruppen von 3 bis 5 Stück zur Geltung. Verschiedene Sedum, Nepeta oder Lavendel wären besonders dekorative Nachbarn.

Pflege und Vermehrung

  • Die Pflanzen brauchen bei Kahlfrost Winterschutz.

Vermehrung durch Aussaat, mit unregelmäßigem Keimergebnis; sonst durch Teilung im Frühjahr.

Sorten

  • 'Floreplena' - gefüllt blühend, selten

Krankheiten und Schädlinge

Literatur

  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Christoper Brickell (Editor-in-chief): RHS A-Z Encyclopedia of Garden Plants. Third edition. Dorling Kindersley, London 2003, ISBN 0-7513-3738-2. (engl.)

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es:Asphodeline lutea

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